Avry
Herkunft des Namens Avry
Das Dorf erscheint 1162 in der Form « De Avriei ». Auf Deutsch sagte man früher « Avry ob Matran ». Der Name Avry-sur-Matran, verkürzt zu Avry, wurde 2001 jener der Gemeinde, die aus der Fusion mit Corjolens hervorging.[1][2]
Gründung von Avry
Avry-sur-Matran gehörte stets zur Pfarrei Matran. Das Gebiet umfasst das Dorf Avry, neue Quartiere und Rosé, das sich nach der Eröffnung des Bahnhofs 1880 entlang der Kantonsstrasse entwickelte. Zwei Familien haben hier ihr Herrenhaus, die Buman im Dorf vor 1704, dann die Bourgknecht in Courtaney im 18. Jahrhundert. Das Dorf bleibt bis 1960 ländlich und wird dann mit Industrie und Handel halbstädtisch. Ein Dekret vom 16. November 2000 regelt die Fusion mit Corjolens, und die neue Gemeinde heisst ab 2001 Avry.[1][2]
Geschichte von Avry
1162. Der Name erscheint in der Form « De Avriei ».[1]
1442. Spätestens jetzt gehört Avry zu den Alten Landschaften Freiburgs, im Neustadtpanner.[1]
Vor 1704. Die Familie von Buman besitzt ein Herrenhaus im Dorf.[1]
18. Jahrhundert. Die Bourgknecht lassen ihr Herrenhaus in Courtaney bauen.[1]
1798-1848. Avry-sur-Matran gehört zum Bezirk Freiburg.[1]
1879. Für die zugezogenen Berner Familien öffnet eine reformierte deutschsprachige Privatschule.[1]
1880. Der Bahnhof Rosé wird eröffnet. Der Weiler wächst entlang der Kantonsstrasse.[1]
1897. Das Dorf baut die Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit.[1]
1939-1945. Die grossen Torfmoore werden während des Zweiten Weltkriegs abgebaut.[1]
1965. Die Isolierglasfabrik Sofraver S.A. lässt sich nieder.[1]
1973. Ein Migros-Einkaufszentrum wird eröffnet.[1]
2000. Am 16. November Dekret über die Fusion der Gemeinden Avry-sur-Matran und Corjolens.[2]
2001. Die beiden Gemeinden bilden Avry.[1]
2018. Eine Petition mit 712 Unterschriften verlangt den Erhalt des Bahnhofs Rosé.[3]
2025. Die SBB-Haltestelle Avry-Matran wird am 11. Dezember eingeweiht. Der baufällige Bahnhof Rosé schliesst beim Fahrplanwechsel.[4]
Bevölkerung von Avry
Quellen und Referenzen: [1][5]
| 1811 | 189 |
| 1850 | 316 |
| 1900 | 409 |
| 1950 | 411 |
| 1980 | 853 |
| 2000 | 1'215 (Avry-sur-Matran) |
| 2025 | 1'970 (Gemeinde Avry) |
Historische Orte in Avry
Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit. Dorfkapelle, 1897 erbaut. Das Dorf gehörte stets zur Pfarrei Matran.[1]
Herrenhaus von Buman. Wohnsitz der Familie von Buman, vor 1704 bezeugt.[1]
Courtaney. Herrenhaus der Familie Bourgknecht aus dem 18. Jahrhundert.[1]
Haltestelle Avry-Matran. Halt der Linien S40 und S41 der S-Bahn Freiburg, eingeweiht am 11. Dezember 2025, mit zwei Zügen pro Stunde und Richtung.[4]
Überreste in Avry
Bahnhof Rosé. 1880 eröffnet, liess er den Weiler Rosé entstehen. Als baufällig und nicht konform mit dem Behindertengleichstellungsgesetz beurteilt, schliesst er im Dezember 2025 trotz einer Petition von 2018.[1][3][4]
Torfmoore. Die grossen Torfmoore von Avry wurden während des Zweiten Weltkriegs abgebaut.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Avry-sur-Matran » (Marianne Rolle, version du 03.09.2009)
- État de Fribourg, Recueil systématique (RSF 141.1.2), « Liste chronologique des fusions, divisions et changements de nom des communes »
- Conseil d'État du canton de Fribourg, réponse à la pétition « Pour le maintien de la gare ferroviaire de Rosé » (30.04.2019)
- La Télé, « Inauguration de la nouvelle halte CFF d'Avry-Matran » (11.12.2025)
- Service de la statistique du canton de Fribourg (SStat), « Population des communes, de 1900 à 2025 » (T01-02-03), population résidante permanente au 31.12.2025
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