Corcelles (BE)

Kanton Bern · Ehemaliger Bezirk: Moutier · 189 Einwohner (31.12.2025)

Herkunft des Namens Corcelles (BE)

Die erste Erwähnung, «Corcellis» 1181, ist dem Dorf nicht sicher zuzuordnen. Sein Name ist nicht gedeutet.[1]

Gründung von Corcelles (BE)

Corcelles ist ein Strassendorf am östlichen Ende des Grand Val oder Cornet, mit einigen Höfen auf dem Raimeux. Es gehörte zur Propstei Moutier-Grandval und zur Pfarrei Grandval. 1745 zählte es 90 Einwohner. Das Eisen prägte seine Geschichte: Hier wurde Erz gewaschen und verhüttet, das vor allem zwischen 1830 und 1842 für die Hochöfen Ludwig von Rolls abgebaut wurde, und eine Werkzeugschmiede arbeitete von 1791 bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Primarschule, Abwasserreinigung und die Wasserversorgung vom Raimeux werden mit den Nachbargemeinden betrieben.[1]

Geschichte von Corcelles (BE)

1181. Eine Erwähnung als «Corcellis», deren Zuordnung unsicher ist, könnte das Dorf meinen. Es gehört zur Propstei Moutier-Grandval.[1]

1531. Die Pfarrei Grandval, zu der Corcelles gehört, tritt zur Reformation über.[1]

1791. Ein Gebäude an der Gabiatte, vielleicht zuerst eine Getreidemühle, wird zur Schmiede. Ein grosses Wasserrad treibt dort drei Hämmer an.[1][2]

1797-1800. Corcelles kommt zum französischen Departement Mont-Terrible.[1]

1800-1813. Das Dorf gehört zum Departement Haut-Rhin.[1]

1815. Der Kanton Bern erhält Corcelles, zuerst im Oberamt, dann im Amtsbezirk Moutier.[1]

1830-1842. Für die Hochöfen Ludwig von Rolls wird Eisenerz abgebaut. Es ist die aktivste Zeit des Abbaus.[1]

1863. Corcelles wird eine gemischte Gemeinde.[1]

1904-1908. Die Linie Moutier-Solothurn wird gebaut. Sie quert das Gelände auf dem Viadukt von Corcelles.[1]

1955. Die Werkzeugschmiede stellt den Betrieb ein (nach einer anderen Quelle 1945).[1][2]

1987-1993. Die Schmiede wird restauriert und zum Museum umgebaut.[1]

Bevölkerung von Corcelles (BE)

Quellen und Referenzen: [1][4]

Bevölkerung von Corcelles (BE)
174590
1850180
1900187
1950198
2000217
2010222
2020201
2025189

Historische Orte in Corcelles (BE)

Alte Schmiede (Hammerschmiede). Hammerschmiede am Clos la Jus, als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingetragen (ehemalige Schmiede Ankli). Hammer und Schleifstein laufen noch immer mit Wasserkraft. Das Museum zeigt rund 300 Werkzeuge, Äxte, Pickel und Eispickel, die einst für Bauern, Holzfäller und Handwerker hergestellt wurden.[1][2][3]

Viadukt von Corcelles. Viadukt der Linie Moutier-Solothurn, gebaut 1904 bis 1908.[1]

Überreste in Corcelles (BE)

Erzwäsche und Rennöfen. Reste von Anlagen, in denen Eisenerz gewaschen wurde, und von Niederschachtöfen, in denen man es verhüttete.[1]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Corcelles (BE) » (François Wisard), version du 14.01.2026
  2. Jura & Trois-Lacs (office du tourisme), « Corcelles : journée de la forge » (martinet de Corcelles)
  3. Office fédéral de la protection de la population (OFPP), Inventaire PBC, révision 2021, liste du canton de Berne (état au 1.1.2026)
  4. Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, population résidante permanente au 31.12.2025

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