Cormérod
Herkunft des Namens Cormérod
Das Dorf wird 1142 als « Cormoral » erwähnt, eine Form, die bisher ungedeutet ist. Auf Deutsch sagte man früher « Kormerat ».[1]
Gründung von Cormérod
Schon in römischer Zeit stand hier eine bedeutende Villa. Im 13. Jahrhundert erhalten hier Freiburger Bürger, das Kloster Hauterive und das Spital von Freiburg Rechte und Güter. Das Dorf lebt von Rinderzucht und Futterbau und gehört mindestens seit der Mitte des 15. Jahrhunderts zur Pfarrei Courtion. Heute ist Cormérod Teil der Gemeinde Misery-Courtion (Fusion von 1997).[1]
Geschichte von Cormérod
1228. Rudolf von Neuenburg verleiht den Zehnten von Cormérod vier Freiburger Bürgern zu Lehen.[1]
1250. 1250-1251 und 1258 schenken die Englisberg dem Kloster Hauterive Güter.[1]
1274. Anselm von Illens vermacht dem Spital von Freiburg Güter.[1]
15. Jahrhundert. Cormérod gehört spätestens seit der Mitte des Jahrhunderts zur Pfarrei Courtion.[1]
1798. Bis zum Ende des Ancien Régime gehört das Dorf zu den Alten Landschaften, im Spitalpanner. Danach kommt es zum Bezirk Avenches.[1]
1803. Cormérod wechselt zum Bezirk Freiburg, dem es bis 1848 angehört.[1]
1830. Eine Käsereigesellschaft wird gegründet.[1]
1848. Das Dorf kommt zum neuen Seebezirk, der die alten katholischen Landschaften und die ehemalige gemeine Herrschaft Murten vereint.[2]
1873. Das Schulhaus wird gebaut.[1]
1997. Cormérod fusioniert mit Cournillens, Courtion und Misery zu Misery-Courtion.[1]
Bevölkerung von Cormérod
Quellen und Referenzen: [1]
| 1811 | 118 |
| 1850 | 173 |
| 1900 | 235 |
| 1920 | 188 |
| 1930 | 218 |
| 1950 | 168 |
| 1990 | 154 |
Historische Orte in Cormérod
Kapelle Saint-Antoine l'Ermite. Die Dorfkapelle, dem heiligen Antonius dem Einsiedler geweiht, wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts gebaut.[1]
Überreste in Cormérod
Römische Villa und Theseus-Mosaik. In Cormérod stand eine bedeutende römische Villa. Sie war mit einem Mosaik aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts geschmückt, das den Kampf des Theseus gegen den Minotaurus im Labyrinth darstellt. Das 1830 entdeckte Mosaik wird in den Gebäuden der Universität Freiburg aufbewahrt.[1][2]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Cormérod » (Marianne Rolle, version du 02.03.2004)
- Commune de Misery-Courtion, « Historique »
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