Courtemautruy
Herkunft des Namens Courtemautruy
Der Weiler erscheint 1386 in der Liste der an die Grafen von Montbéliard verkauften Dörfer der Ajoie. Die damalige Namensform ist nicht bekannt. Woher kommt der Name? Das ist noch offen.[3]
Gründung von Courtemautruy
Wer Courtemautruy gegründet hat, ist nicht bekannt. Der Weiler geht auf ein Landgut zurück: Im 12. Jahrhundert hält Huzon de Pleujouse es als Lehen des Bischofs von Basel, danach besitzt es die Abtei Lucelle und richtet dort eine Grangie ein, einen landwirtschaftlichen Betrieb. Im 18. Jahrhundert bildet Courtemautruy eine eigene Gemeinschaft neben Courgenay. Heute gehört es zur Gemeinde Courgenay.[1][2][3]
Geschichte von Courtemautruy
12. Jahrhundert. Huzon de Pleujouse hält das Gut als Lehen des Bischofs von Basel.[2]
1147-1793. Die Abtei Lucelle besitzt das Gut Courtemautruy, wo sie eine Grangie hat.[2]
1386. Am 5. Juli verkauft Fürstbischof Imier von Ramstein den Grafen von Montbéliard die Stadt Porrentruy und mehrere Dörfer der Ajoie, darunter Courtemautruy.[3]
1758-1761. Courtemautruy erscheint in mehreren Akten über die Gemeinschaften der Ajoie als eigene Gemeinschaft, neben Courgenay, Cornol, Alle und Fontenais.[3]
1783. Eine bischöfliche Visitation verzeichnet eine kleine Kapelle, in der keine Messe gelesen wird. Die Kapelle Saint-Éloi wird auch auf 1783 datiert.[1][2]
1843. Die Kapelle wird neu erbaut und am 15. Juni eingeweiht; Bischof Salzmann segnet sie und erlaubt dort die Feier der Messe.[2]
1859. Die Gemeindeversammlung von Courgenay berät über Reparaturen an der Schule von Courtemautruy.[3]
1861. Am 24. November berät die Gemeindeversammlung über die Errichtung eines Brunnens im unteren Teil des Dorfes Courtemautruy.[3]
1865. Die Berner Regierung lehnt eine Petition von Courtemautruy ab, sich von Courgenay zu trennen.[3]
1866. Am 1. Februar lehnt auch der Berner Grosse Rat das Gesuch von Courtemautruy ab.[3]
1894. Die Gemeindeversammlung beschliesst den Bau eines neuen Schulhauses in Courtemautruy und bewilligt am 11. März Kredite für die Wasserleitung und ein Reservoir.[3]
1908. Am 5. Oktober wird die Stromleitung Alle-Courgenay-Courtemautruy unter Spannung gesetzt.[3]
1974-1975. Letzte Renovation der Kapelle.[2]
Historische Orte in Courtemautruy
Kapelle Saint-Éloi. Dem heiligen Eligius und Unserer Lieben Frau von Lourdes geweihte Kapelle mittelalterlichen Ursprungs, 1843 neu erbaut und 1974-1975 renoviert. Sie birgt eine bemerkenswerte spätgotische Skulpturengruppe um 1530, die die Krönung Mariens darstellt. Die Messe wird dort nur gelegentlich gefeiert.[2]
Kapelle Saint-Gilles in Cornol. Diese Kapelle im Nachbardorf Cornol diente mehreren Pfarreien als Kirche und betreute wahrscheinlich auch Courtemautruy.[4]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Courgenay » (Dominique Prongué), version du 18.05.2020
- Dictionnaire du Jura, « Courtemautruy, chapelle (paroisse de Courgenay) » (Philippe Kauffmann et al.)
- Denis Moine, Chronologie jurassienne, « Courgenay »
- Inventaire fédéral des sites construits à protéger en Suisse (ISOS), « Cornol », 2e version, décembre 2009
- Statistique Jura, tableau JU-T.01.01.03, population résidante permanente au 31 décembre 2025
- geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Courtemautruy »
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