La Grande et La Petite Coudre

Kanton Genf · Keine veröffentlichte Zahl für den Ort; die Gemeinde Céligny zählt 839 Einwohner (31.12.2025)
Gehört zur Gemeinde Céligny

Herkunft des Namens La Grande et La Petite Coudre

Der Ortsname Coudre soll darauf hinweisen, dass hier ursprünglich Haselsträucher wuchsen. Eine datierte alte Erwähnung des Namens ist nicht bekannt.

Gründung von La Grande et La Petite Coudre

La Grande et La Petite Coudre bilden die kleinere der beiden Enklaven der Gemeinde Céligny, ein Gebiet von etwa 60 Hektaren, von Waadtländer Land umgeben und vom ehemaligen Canal du Grenier durchflossen. Die Grenzen von Céligny werden mit Bern hart verhandelt, das sich weigert, den Korridor von Bogis-Bossey abzutreten, der die Enklave Céligny von jener der Coudres trennt. Nach einem Abkommen von 1554, das die Zusammenstösse nicht beendet, belässt der Grenzbereinigungsakt von 1726 den Korridor von Bossey, früher Besitz der Abtei Bonmont, unter bernischer, später waadtländischer Hoheit: Die Coudres werden so zu einer zweiten Enklave von Céligny. Das Gebiet wird von zwei Landgütern eingenommen, der Petite Coudre, wo zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein Haus belegt ist, und der Grande Coudre, die im Kataster von 1722 verzeichnet ist.[1]

Geschichte von La Grande et La Petite Coudre

1554. Ein Abkommen mit Bern setzt 28 Grenzsteine um das Gebiet von Céligny, ohne die Zusammenstösse zu beenden.

Anfang 18. Jahrhundert. In der Petite Coudre ist ein Haus belegt.

1722. Der Kataster verzeichnet in der Grande Coudre ein Haus mit Scheune, Stall, Keller und Weinpresse, im Besitz der Familie Mandry.

1726. Der mit Bern unterzeichnete Grenzbereinigungsakt belässt den Korridor von Bossey unter bernischer Hoheit, wodurch die Coudres zu einer zweiten Enklave von Céligny werden.[1]

1852. Ein neuer, direkterer und leichter zu unterhaltender Weg wird vom Dorf Céligny zu den Coudres angelegt.

1865. Datum an einem grossen Gewölbekeller der Grande Coudre.

Ende 19. Jahrhundert. Ein Schuppen ergänzt das Ökonomiegebäude der Petite Coudre.

1953. Ein Genfer Gesetz legt die Grenzen zwischen den Kantonen Vaud und Genève für die Gemeinde Céligny fest. Es wird 1971 nach dem Bau der Autobahn geändert.[1]

Historische Orte in La Grande et La Petite Coudre

La Petite Coudre. Grosses, sehr langgestrecktes Ökonomiegebäude unter einem einzigen Dach, schrittweise erweitert aus einem zu Beginn des 18. Jahrhunderts belegten Haus und Ende des 19. Jahrhunderts durch einen Schuppen ergänzt.

La Grande Coudre. Gut aus einem im Kataster von 1722 verzeichneten Landwirtschaftsbesitz. Landhaus auf der Seeseite mit Holzgalerie im Heimatstil, Gewölbekeller von 1865. Der noch bewirtschaftete Hof hält eine der letzten grossen Genfer Milchkuhherden.

Canal du Grenier. Alter, im 13. Jahrhundert belegter Kanal, der das Gebiet der Coudres durchquert.

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Céligny » (Catherine Santschi), version du 05.07.2005
  2. Commune de Céligny, « Bienvenue à Céligny » (brochure communale)
  3. geo.admin.ch, service de recherche de swisstopo (La Grande-Coudre et La Petite-Coudre, coordonnées)

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