Magnedens

Kanton Freiburg · Bezirk: Sarine · 90 Einwohner (1990, ehemalige Gemeinde Magnedens, letzte Zahl vor der Fusion)
Gehört zur Gemeinde Gibloux

Herkunft des Namens Magnedens

Das Dorf wird 1156 in der Form « Manoldens » genannt, dann 1229 « Magnoudeins » und 1238 « Mannudens ». Der alte deutsche Name lautet « Magnedingen ». Der Name bedeutet wohl « bei den Nachkommen des Maginold ».[1][2]

Gründung von Magnedens

Magnedens liegt am linken Ufer der Saane, 10 km südwestlich von Freiburg. 1143 gehört der Ort zur Herrschaft Arconciel. Die Johanniter besitzen hier im 12. Jahrhundert eine Kommende, und auch die benachbarte Abtei Hauterive hat hier Güter. Ohne eigene Kirche gehört das Dorf lange zur Pfarrei Ecuvillens. Trotz der Nähe der Autobahn A12 hat es seinen ländlichen Charakter bewahrt. Magnedens gehört heute zur Gemeinde Gibloux (Fusion von 2016), nachdem es ab 1999 mit Corpataux die Gemeinde Corpataux-Magnedens gebildet hatte.[1][2]

Geschichte von Magnedens

1143. Der Ort gehört zur Herrschaft Arconciel.[1]

1156. Das Dorf erscheint in der Form « Manoldens ». Die Johanniter gründen hier wahrscheinlich in diesem Jahr ihre Kommende, die jedenfalls vor 1173 belegt ist.[1][2]

1229. Das « Magnoudeins » genannte Magnedens sieht seine Kommende mit jener von Freiburg vereinigt.[1][2]

1475. Bern und Freiburg erobern Arconciel.[1]

1484. Magnedens wird der Vogtei Illens zugeteilt.[1]

1798-1847. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Freiburg.[1]

1848. Magnedens kommt zum Saanebezirk.[1][2]

1907. Zusammen mit Corpataux löst sich das Dorf von Ecuvillens und bildet eine Pfarrei, durch Staatsratsbeschluss anerkannt. Der Grundstein der Pfarrkirche war 1905 gesegnet worden.[1][3]

1913. Die in Freiburg beginnende Linie der elektrischen Omnibusse wird bis Magnedens verlängert.[4]

1920-1930. Mehrere Berner Familien lassen sich im Dorf nieder.[2]

1954. Magnedens und Corpataux arbeiten für Trinkwasser und Abwasser zusammen.[1]

1962. Die beiden Gemeinden arbeiten auch bei der Schule zusammen.[1]

1998. Am 29. Dezember nehmen die Versammlungen von Corpataux und Magnedens jede für sich den Fusionsvertrag an.[2]

1999. Am 1. Januar nimmt Corpataux-Magnedens mit einem siebenköpfigen Gemeinderat die Arbeit auf, davon zwei aus Magnedens. Der Grosse Rat genehmigt die Fusion am 2. Februar per Dekret.[2][5]

2016. Corpataux-Magnedens geht in der neuen Gemeinde Gibloux auf.[1][2]

Bevölkerung von Magnedens

Quellen und Referenzen: [1]

Bevölkerung von Magnedens
181182
185085
1900101
1950105
199090 (rund 80 % Französischsprachige und 17 % Deutschsprachige)

Überreste in Magnedens

Grabhügel von La Taillat. Ein Grabhügel ist in der Flur La Taillat bekannt.[1]

Johanniterkommende. Die wohl 1156, spätestens vor 1173 gegründete Kommende der Johanniter wird 1229 mit jener von Freiburg vereinigt. In der Nähe lag ein sehr kleiner See.[1][2]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Magnedens » (Eveline Seewer, version de 2007 remaniée le 22.02.2017)
  2. Commune de Gibloux, « Corpataux-Magnedens »
  3. Paroisse de Corpataux-Magnedens, « Paroisse »
  4. Magalie Goumaz, « En 1912, un omnibus électrique pour assurer la liaison entre Fribourg et Farvagny est inauguré », La Liberté, 25.07.2025 (copie TPF)
  5. État de Fribourg, « Liste chronologique des fusions, divisions et changements de nom des communes » (RSF 141.1.2), législation fribourgeoise

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