Plan-Cerisier
Herkunft des Namens Plan-Cerisier
Plan-Cerisier trägt einen Namen, der ungeklärt geblieben ist. Der Ort dient als Bezugspunkt für die benachbarte Flur Le Perrey, die als « Pérey (Plan-Cerisier) » erscheint.
Gründung von Plan-Cerisier
Plan-Cerisier ist ein Weiler der Gemeinde Martigny-Combe am Fuss des Mont Ravoire, inmitten eines Terrassenrebbergs, dessen ebener Teil im Wallis selten ist. Wie jene von Le Perrey und La Crettaz waren seine Gebäude einst Mazots, zeitweilige Unterkünfte der Leute aus Vallorcine und Salvan, die zur Rebarbeit kamen. Die Leute aus Vallorcine besassen in Les Ecottins oberhalb von Plan-Cerisier Reben und eine Gruppe von Mazots und kamen zweimal im Jahr für die Arbeiten und die Weinlese herunter. Das Mazot-Musée bewahrt die Erinnerung an dieses Kommen und Gehen.[1][2][3][7][8]
Geschichte von Plan-Cerisier
1595. Ein Hochwasser der Dranse verwüstet die untersten Hänge der Gegend von Les Bans und Plan-Cerisier.[4]
um 1750. Ein Beschluss des Burgerrats erlaubt, das Vieh über den Pfad von Béveresse bis zum Pérey (Plan-Cerisier) zur Tränke zu führen.[4]
1818. Ein neues Hochwasser der Dranse trifft das Gebiet. Zusammen mit jenem von 1595 liess es die Hänge um mehr als 100 m zurückweichen.[4]
1906. Die Bahn Martigny-Châtelard wird eröffnet. Bis dahin hatten die Leute aus Vallorcine engere wirtschaftliche Beziehungen zum Wallis, wo ihre Reben in Martigny lagen, als zu Chamonix.[2][3]
1928. Albert Claret verkauft den letzten Mazot aus Vallorcine in Les Ecottins, oberhalb von Plan-Cerisier.[2]
Historische Orte in Plan-Cerisier
Mazot-Musée. Typischer Mazot der Winzerbauweise, einst zeitweilige Unterkunft der Familien aus dem Trienttal, die ihre Reben bearbeiten kamen. Im steinernen Erdgeschoss eine einfache Einrichtung und ein Ofen aus Speckstein. Das Obergeschoss aus Bohlen zeigt Werkzeuge des Rebbaus.[5][6]
Rebberg von Plan-Cerisier. Terrassenrebberg, umgeben von Weilern mit reichem Baubestand, dessen ebener Teil im Wallis eine Seltenheit ist.[7][8]
Les Ecottins. Flurname oberhalb von Plan-Cerisier, wo die Leute aus Vallorcine Reben und eine Gruppe von Mazots besassen.[2][3]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Martigny-Combe » (Albano Hugon, version du 15.12.2009)
- Maurice Gross, « Problèmes de colonisation alpestre, I. Les Walser ont-ils colonisé la haute vallée du Trient ? » (Sion, octobre 1950, via RERO DOC)
- Henri Favre, « Une ancienne seigneurie abbatiale » (Finhaut, via RERO DOC)
- Philippe Farquet, « Le Mont Ravoire sur Martigny », Bulletin de la Murithienne (vers 1939, via RERO DOC)
- Association des musées suisses, « Mazot-Musée », Plan-Cerisier
- MySwitzerland, « Mazot-Musée Martigny-Croix »
- État du Valais, géoportail, annonce d'un cours de murs en pierres sèches à Plan-Cerisier (présentation du hameau)
- MySwitzerland Meetings, « Guided tour of Plan-Cerisier and its vineyards »
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées de Plan-Cerisier)
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