Schelten
Herkunft des Namens Schelten
Der Ort wird 1563 als «la Schilt» genannt. Sein offizieller französischer Name La Scheulte wurde 1914 durch die deutsche Form Schelten ersetzt.[1]
Gründung von Schelten
Schelten ist eine Streusiedlung im oberen Val Terbi, am Fuss des Scheltenpasses, an der Strasse von Delémont nach Balsthal. Es gehörte zur Propstei Moutier-Grandval, zum katholisch gebliebenen Teil Sous-les-Roches, und gehört zur Pfarrei Mervelier. Die mehrheitlich deutschsprachige Gemeinde ist die nördlichste des Kantons Bern. Sie zählt 13 verstreute Häuser und acht Landwirte. Über 2'000 Personen haben Schelten als Heimatort, ohne dort zu wohnen.[1][2]
Geschichte von Schelten
1563. Der Ort erscheint als «la Schilt». Er gehört zur Propstei Moutier-Grandval, zur katholisch gebliebenen Region Sous-les-Roches.[1]
1797-1800. La Scheulte kommt zum französischen Departement Mont-Terrible.[1]
1800-1813. Die Gemeinde gehört zum Departement Haut-Rhin.[1]
1815. La Scheulte kommt zum Kanton Bern, zuerst ins Oberamt, dann in den Amtsbezirk Moutier.[1]
1853. Die Gemeinde wird eine gemischte Gemeinde.[1]
1861. In dem zur katholischen Pfarrei Mervelier gehörenden Dorf wird die Kapelle Saint-Antoine errichtet.[1]
1914. La Scheulte heisst nun Schelten. Die Änderung, von Bern gefördert und mit der alldeutschen Bewegung verbunden, wird von der Bevölkerung gutgeheissen.[1]
1967. Sepp Stolz, aus St. Gallen für ein Jahr gekommen, beginnt an der Gesamtschule zu unterrichten, in der Primar- und Sekundarschüler zusammen lernen. Er bleibt vierzig Jahre.[2]
1974-1975. Bei den Jura-Plebisziten lehnt Schelten den Beitritt zum neuen Kanton Jura ab, anders als die übrigen Gemeinden des Val Terbi.[1]
1985-1987. Die Kapelle Saint-Antoine wird restauriert.[1]
2018. Die Schule ist geschlossen. Nur noch drei schulpflichtige Kinder leben in der Gemeinde, die 37 Einwohner in 13 verstreuten Häusern zählt.[2]
Bevölkerung von Schelten
Quellen und Referenzen: [1][3]
| 1850 | 82 |
| 1870 | 110 |
| 1900 | 91 |
| 1950 | 69 |
| 2000 | 52 |
| 2010 | 41 |
| 2020 | 39 |
| 2025 | 37 |
Historische Orte in Schelten
Kapelle Saint-Antoine. Katholische Kapelle, 1861 gebaut und 1985 bis 1987 restauriert. Das Dorf gehört zur Pfarrei Mervelier.[1]
Scheltenpass. Pass, an dessen Fuss die Gemeinde liegt, an der Strasse von Delémont nach Balsthal.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Schelten » (François Wisard), version du 14.01.2026
- SRF News, Patrick Mülhauser, « 2827 Schelten: Unterwegs in der nördlichsten Gemeinde des Kantons Bern », 05.10.2018
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, population résidante permanente au 31.12.2025
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