Siviriez
Herkunft des Namens Siviriez
Das Dorf wird 1147 als « Sivrie » erwähnt. Im Freiburger Patois heisst es « Cheveri ». Die Bedeutung des Namens bleibt dunkel.[1][5]
Gründung von Siviriez
Siviriez entstand im oberen Glanetal um eine Pfarrkirche, deren Pfarrer seit dem 12. Jahrhundert bezeugt ist. Die Pfarrei umfasste stets Chavannes-les-Forts, Prez-vers-Siviriez, Le Saulgy und Villaranon. 1262 erwirbt Graf Peter II. von Savoyen von Rodolphe d'Ecublens Land im Dorf und gliedert es der Grafschaft Romont an. Siviriez bleibt ein Dorf der Viehzucht und des Futterbaus, seit 1862 mit Bahnanschluss. Die heutige Gemeinde entstand aus zwei Fusionen, 1978 und 2004, und behält den Namen und den Verwaltungssitz von Siviriez.[1][3][4]
Geschichte von Siviriez
1147. Das Dorf erscheint als « Sivrie ».[1]
12. Jahrhundert. In Siviriez ist ein Pfarrer bezeugt.[1]
Um 1200. Die Pfarrkirche Saint-Sulpice wird erwähnt.[1]
1262. Peter II. von Savoyen erwirbt von Rodolphe d'Ecublens Land in Siviriez und gliedert es der Grafschaft Romont ein.[1]
1536. Siviriez kommt an Freiburg und zur Vogtei Romont.[1]
1798-1848. Das Dorf gehört zum Bezirk Romont.[1]
1804-1807. Die Kirche wird neu gebaut. Sie wird am 1. September 1811 geweiht.[1][2]
1862. Der Bahnhof an der Linie Bern-Freiburg-Lausanne wird eröffnet.[1]
1889. Eine Erziehungsanstalt für Kinder, Saint-Nicolas, lässt sich in Drognens nieder.[1]
1932-1933. Der Architekt Fernand Dumas aus Romont erweitert die Kirche um zwei Querschiffe, einen grossen Chor und ein Gewölbe.[1][2]
1934. Gaston Faravel malt den Kreuzweg und schmückt das Innere der Kirche aus, eine Arbeit, die Théodore Stravinski vollendet.[2]
1953. Fünf neue Glocken werden aufgehängt. Die kleine Agonie-Glocke aus der alten Kirche oberhalb von Drognens bleibt erhalten.[2]
1972. In Drognens wird ein Waffenplatz eingerichtet.[1]
1978. Le Saulgy und Villaranon kommen zu Siviriez, gemäss einem Dekret vom 10. Mai 1977. Das Wappen der neuen Gemeinde vereint die der drei Dörfer.[1][4][8]
1995. Am 29. Oktober wird Marguerite Bays, Bürgerin von Siviriez, von Johannes Paul II. seliggesprochen.[3][6]
1998. Am 12. Dezember wird in Siviriez die interkommunale Turnhalle eingeweiht.[4]
2003. Am 16. Mai stimmen Chavannes-les-Forts, Prez-vers-Siviriez und Villaraboud der Fusion zu, Siviriez lehnt sie aber mit 74 zu 72 Stimmen ab. Am 3. Juli nimmt eine neue Versammlung sie mit 220 zu 52 Stimmen an, und der Grosse Rat beschliesst sie am 6. November.[4][8]
2004. Die neue Gemeinde Siviriez vereint vier Gemeinden. Michel Mauron ist ihr erster Ammann bis 2016.[1][4]
2007. Am 1. Januar fusionieren die Pfarreien Siviriez und Villaraboud.[2][7]
2019. Am 13. Oktober spricht Papst Franziskus Marguerite Bays heilig.[3][6]
Bevölkerung von Siviriez
Quellen und Referenzen: [1][9]
| 1811 | 384 |
| 1850 | 484 |
| 1900 | 738 |
| 1950 | 1'017 |
| 2000 | 965 |
| 2025 | 2'711 |
Historische Orte in Siviriez
Kirche Saint-Sulpice. Um 1200 erwähnt, 1804-1807 neu gebaut und 1932-1933 von Fernand Dumas erweitert. Sie besitzt Glasfenster von Alexandre Cingria im Querschiff, acht Schifffenster von 1948 und fünf Chorfenster von Samuel Burri (1988).[1][2][3]
Kapelle Sainte-Marguerite-Bays. In der Kirche birgt sie ein Reliquiar mit den Gebeinen der Heiligen. Der Künstler Jean-Jacques Hofstetter hat sie 2000 erneuert.[2]
Drognens. Hier befindet sich ab 1889 die Anstalt Saint-Nicolas, seit 1972 ein Waffenplatz.[1]
Gemeindeverwaltung. Der Sitz der Gemeinde befindet sich in Siviriez, Route de l'Eglise 10.[5]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Siviriez » (Marianne Rolle, version du 22.12.2010)
- Unité pastorale Sainte Marguerite Bays, « Église de Siviriez »
- Commune de Siviriez, « Église »
- Commune de Siviriez, « Chronique spéciale pour les 20 ans de la fusion, 2004-2024 »
- Commune de Siviriez, « La commune »
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Bays, Marguerite » (Francis Python, version du 19.12.2025)
- Unité pastorale Sainte Marguerite Bays, « Paroisse de Siviriez-Villaraboud »
- État de Fribourg, Recueil systématique (RSF 141.1.2), « Liste chronologique des fusions, divisions et changements de nom des communes »
- Service de la statistique du canton de Fribourg (SStat), « Population des communes, de 1900 à 2025 » (T01-02-03), population résidante permanente au 31.12.2025
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