
Vendlincourt
Herkunft des Namens Vendlincourt
Das Dorf erscheint 1136 als « Uuandeleincurt ». Der alte deutsche Name lautet « Wendlinsdorf ». Was der Name bedeutet, weiss man noch nicht.[1]
Gründung von Vendlincourt
Weder der Gründer noch das Gründungsdatum von Vendlincourt, das ab 1136 erwähnt wird, sind bekannt. Das Dorf teilte das Schicksal der Vogtei Ajoie, die Ende des 13. Jahrhunderts dem Fürstbistum Basel einverleibt wurde. Im Ancien Régime unterstand es der Meierei Cœuve. Kirchlich gehörte es lange zur Pfarrei Damphreux, dann zu jener von Bonfol, bevor es 1802 eine eigene Pfarrei bildete.[1]
Geschichte von Vendlincourt
1136. Ersterwähnung: « Uuandeleincurt ».[1]
Ende 13. Jahrhundert. Das Dorf, das dem Schicksal der Vogtei Ajoie folgt, wird dem Fürstbistum Basel einverleibt.[1]
Ancien Régime. Vendlincourt untersteht der Meierei Cœuve.[1]
1619. Vendlincourt, bis dahin Teil der Pfarrei Damphreux, wechselt zur Pfarrei Bonfol.[1]
1793-1813. Unter französischer Herrschaft gehört das Dorf zum Departement Mont-Terrible, dann zum Haut-Rhin.
1802. Vendlincourt bildet eine eigene Pfarrei.[1]
1815. Zuteilung an den Kanton Bern, bis 1978.[1]
1817. Neubau der Kirche Saint-Léger.[1]
1832. Bern besetzt das Dorf für einige Tage: Die Gemeinde verweigerte die Steuern aus Solidarität mit ihrem Pfarrer, der den Eid auf die Verfassung nicht hatte leisten wollen.[1]
1836. Vendlincourt wird gemischte Gemeinde.[1]
Mitte 19. Jahrhundert. Beginn der Uhrenherstellung, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts dauert.[1]
1874-1907. Die Pfarrei ist erneut offiziell jener von Bonfol angeschlossen.[1]
1901. Eröffnung der Bahnlinie Porrentruy-Bonfol, die das Dorf bedient.[1]
1928. Gründung der Sägerei, heute grösstes Unternehmen der Gemeinde.[1]
Bevölkerung von Vendlincourt
Quellen und Referenzen: [1]
| 1818 | 494 |
| 1850 | 644 |
| 1900 | 794 |
| 1950 | 615 |
| 2000 | 617 |
| 2010 | 549 |
| 2025 | 554 |
Historische Orte in Vendlincourt
Kirche Saint-Léger. Pfarrkirche, 1817 neu erbaut; Vendlincourt bildet seit 1802 eine eigene Pfarrei.[1]
Bauernhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts. Das Dorf zählt mehrere gut erhaltene Bauernhäuser aus diesen beiden Jahrhunderten.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Vendlincourt » (Dominique Prongué), version allemande
- Statistique Jura, tableau JU-T.01.01.03, population résidante permanente au 31 décembre 2025
- geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Vendlincourt »
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