
Albinen
Herkunft des Namens Albinen
Das Dorf wird 1224 erstmals in der Form « Albignun » erwähnt, später auch « Albinnon ». Der französische Name lautete früher Arbignon. Der Name könnte von einem lateinischen Personennamen, « Albinione », abgeleitet sein; das ist nicht gesichert.[1]
Gründung von Albinen
Romanische Weiler- und Flurnamen weisen auf eine Besiedlung von Albinen (Arbignon) vor der alemannischen hin. 1291 als « communitas » bezeugt, löste sich die Gemeinschaft im 14. Jahrhundert allmählich vom bischöflichen Viztum in Leuk und wählte fortan aus ihren Reihen zwei Vorsteher, die « procuratores ». 1552 gab sie sich Statuten. In kirchlichen Belangen blieb Albinen bis zur Gründung einer Pfarrei 1737 bei der Mutterkirche Leuk. Bis 1930 war Albinen eine reine Bauerngemeinde mit einer mehrstufigen Mischwirtschaft (Ackerbau, Viehzucht und Weinbau). Zum Bergdorf gehören die Alpweiler Chermignon und Torrent sowie Ober Dorbu und Tschingere, früher zeitweise bewohnte Siedlungen und heute Feriensiedlungen.[1]
Geschichte von Albinen
Vor den Alemannen. Romanische Weiler- und Flurnamen weisen auf eine Besiedlung vor der alemannischen hin.[1]
1224. Erste Erwähnung in der Form « Albignun ».[1]
1291. Albinen ist als « communitas » bezeugt.[1]
14. Jahrhundert. Die Gemeinschaft löst sich allmählich vom bischöflichen Viztum in Leuk und wählt fortan zwei « procuratores » aus ihren Reihen.[1]
1552. Die Gemeinschaft gibt sich Statuten.[1]
1737. Gründung der Pfarrei Albinen, die bis dahin zur Mutterkirche Leuk gehört.[1]
1930. Bis zu diesem Jahr bleibt Albinen eine reine Bauerngemeinde (Ackerbau, Viehzucht und Weinbau).[1]
1956. Der Bau der Strasse Leuk-Albinen führt zu einem Rückgang der Landwirtschaft und zum Pendeln nach Leuk, Chippis (Aluminiumindustrie) und Siders.[1]
Ende der 1970er-Jahre. Eröffnung der Strasse Leukerbad-Albinen.[1]
1982. Eröffnung einer Buslinie.[1]
2000. Es bestehen noch zwei Vollerwerbsbetriebe. Der Tourismus mit dem Skigebiet Torrent und den Leitern von Albinen bremst die Abwanderung.[1]
Bevölkerung von Albinen
Quellen und Referenzen: [1][2]
| 1850 | 370 Einwohner |
| 1900 | 380 Einwohner |
| 1950 | 323 Einwohner |
| 1990 | 242 Einwohner |
| 2000 | 261 Einwohner |
| 2010 | 275 Einwohner |
| 2020 | 243 Einwohner |
| 2025 | 245 Einwohner |
Historische Orte in Albinen
Albinenleitern. Leitern, die Albinen mit Leukerbad verbinden, heute eine touristische Attraktion. Die Wanderung über sie ist nur für schwindelfreie Wanderer geeignet.[4]
Torrent und Chermignon. Alpweiler der Gemeinde; das Skigebiet Torrent trägt zum touristischen Aufschwung bei.[1]
Ober Dorbu und Tschingere. Früher zeitweise bewohnte Siedlungen, heute Feriensiedlungen.[1]
Traditionelle Häuser und Stadel. Das Dorf bewahrt zahlreiche traditionelle Walliser Bergbauernhäuser und Stadel.[4]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse (version allemande), « Albinen » (Alma Treyer, version du 30.06.2009)
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
- Valais/Wallis Promotion (valais.ch), « Über die Albinenleitern von Leukerbad nach Albinen » (échelles, village d'Albinen)
Weitere Dörfer in der Nähe von Albinen
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