
Varen
Herkunft des Namens Varen
Das Dorf wird 1225 erstmals in der Form « Varonam » erwähnt. Der französische Name lautet Varonne. Was der Name bedeutet, weiss man noch nicht.[1]
Gründung von Varen
Varen (Varonne) liegt am rechten Hang des Rhonetals über dem Pfynwald. Ein Grab aus der Bronzezeit belegt eine sehr frühe Anwesenheit. 1241 kaufte das Bistum Sitten der Familie de Varona Güter in Varen ab, die diese danach als Lehen verwaltete. Der Dalaturm mit seiner Zugbrücke stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im 14. Jahrhundert erwarb die Gemeinschaft nach und nach Land und Alpen, darunter 1382 die Güter des Bischofs. Sie regelte 1484 und 1493 die Nutzung der Dalawasserleite und gab sich 1543 eine erste Bauernzunft. Varen gehörte zur Pfarrei Leuk und wurde 1783 eigene Pfarrei.[1]
Geschichte von Varen
Bronzezeit. Ein Grab mit einem Walliser Dreieckdolch belegt menschliche Anwesenheit.[1]
1225. Erste Erwähnung in der Form « Varonam ».[1]
1241. Das Bistum Sitten kauft der Familie de Varona Güter in Varen ab, die diese danach als Lehen verwaltet.[1]
13. Jahrhundert. Bau des Dalaturms mit Zugbrücke.[1]
1363. Varen erwirbt einen Achtel der Alp zum Stein.[1]
1379. Erwerb des Feldes Condemina.[1]
1382. Varen erwirbt die Güter des Bischofs.[1]
1383. Erwerb der Gemeindealp Blechten.[1]
1484. Die Gemeinde regelt die Nutzung der Dalawasserleite, erneut 1493.[1]
1543. Gründung der ersten Bauernzunft.[1]
1556. Festlegung der Grenze zu Leuk.[1]
1666. Festlegung der Grenze zu Salgesch.[1]
1783. Varen löst sich von der Pfarrei Leuk und wird eigene Pfarrei.[1]
1799. Französische Truppen brennen die Pfarrkirche Mariä Sieben Schmerzen nieder.[1]
1800-1804. Wiederaufbau der Kirche, gefolgt von weiteren Arbeiten 1870-1871 und 1967-1969.[1]
1816. Letzte Erwähnung einer Bauernzunft.
1986-1990. Bau der Dalabrücke und der Verbindungsstrasse nach Leuk.[1]
2005. Der primäre Sektor stellt noch 61 % der Arbeitsplätze. Viele Einwohner arbeiten in Siders, Leuk, Leukerbad und Chippis.[1]
Bevölkerung von Varen
Quellen und Referenzen: [1][2]
| 1798 | 282 Einwohner |
| 1850 | 413 Einwohner |
| 1900 | 484 Einwohner |
| 1950 | 605 Einwohner |
| 2000 | 602 Einwohner |
| 2025 | 701 |
Historische Orte in Varen
Kirche Mariä Sieben Schmerzen. Kirche der 1783 gegründeten Pfarrei, 1799 von französischen Truppen niedergebrannt, 1800-1804 wieder aufgebaut und 1870-1871 sowie 1967-1969 umgebaut.[1]
Dalawasserleite. Bewässerungskanal, dessen Nutzung die Gemeinde 1484 und 1493 regelte.[1]
Dalabrücke. Brücke, 1986-1990 zusammen mit der Verbindungsstrasse nach Leuk gebaut.[1]
Rebberg. Der Weinbau bildet den Schwerpunkt der Wirtschaft des Dorfes.[1]
Überreste in Varen
Grab aus der Bronzezeit. Grab, in dem ein Walliser Dreieckdolch gefunden wurde.[1]
Dalaturm. Turm aus dem 13. Jahrhundert mit Zugbrücke.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse (version allemande), « Varen » (Alois Grichting, version du 21.02.2013)
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
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