Auboranges

Kanton Freiburg · Bezirk: Glâne · 280 Einwohner (2024, ehemalige Gemeinde Auboranges, letzte Zahl vor der Fusion)
Gehört zur Gemeinde Rue

Herkunft des Namens Auboranges

Auboranges erscheint 1155 in der Form « Alburengens », dann um 1175 als « Arborenges », 1273 als « Auborenges » und 1762 als « Borenges ». Der Name wäre burgundischen Ursprungs und ginge auf ein « *Albwaringos », « bei den Albwaringi », zurück, doch wurde auch eine andere germanische Herkunft vorgeschlagen.[1][2]

Gründung von Auboranges

Auboranges ist ein Dorf am linken Ufer der Broye, an der Grenze zur Waadt. Im Mittelalter fasst die Abtei Saint-Maurice hier Fuss: 1317 tritt ihr Ludwig II. von Savoyen-Waadt seine Herrschaftsrechte über das Dorf gegen jene ab, die sie in Vuadens besass, behält aber die hohe Gerichtsbarkeit. Die Abtei behält ihre Güter bis zum Ende des Ancien Régime. Bei der Reformation katholisch geblieben, wechselt das Dorf von der Pfarrei Châtillens zu jener von Promasens. Heute liegt Auboranges in der Gemeinde Rue (Fusion von 2025).[1]

Geschichte von Auboranges

Jungsteinzeit. An der heutigen Grenze zu Essertes wird vor über 6'000 Jahren ein Menhir aufgerichtet.[2][3]

1155. Auboranges wird erstmals erwähnt, als « Alburengens ».[1][2]

1317. Ludwig II. von Savoyen-Waadt tauscht seine Herrschaftsrechte über Auboranges gegen jene der Abtei Saint-Maurice in Vuadens und behält die hohe Gerichtsbarkeit.[1][2]

Reformation. Die katholisch gebliebenen Bewohner wechseln von der Pfarrei Châtillens zu jener von Promasens.[1]

1536-1798. Auboranges gehört zur Freiburger Landvogtei Rue.[1][2]

17. Jahrhundert. Bis in diese Zeit müssen die Bewohner noch an die Besoldung des Pfarrers von Châtillens beitragen.[1]

1798-1848. Das Dorf gehört zum Bezirk Rue.[1]

1990. Die Landwirtschaft stellt noch 15 der 33 Arbeitsplätze im Dorf, und 51 der 80 Erwerbstätigen arbeiten auswärts, vor allem im Kanton Waadt.[1]

1991. Der zu drei Vierteln eingegrabene Menhir wird von Archäologen erkannt.[2][3]

2023. Am 12. November nimmt Auboranges die Fusion mit Rue, Chapelle und Ecublens mit 79 % an.[4]

2025. Auboranges wird Teil der Gemeinde Rue.[1]

Bevölkerung von Auboranges

Quellen und Referenzen: [1]

Bevölkerung von Auboranges
1811119
1831124
1850137
1900151
1930193
1950176
1970121
2000237
2010264
2020292
2024280

Überreste in Auboranges

Pierre du dos à l'âne. Dieser jungsteinzeitliche Menhir, nach seiner Form benannt, ist 5,6 m hoch und wiegt 25 Tonnen. Er gilt als der grösste bekannte der Schweiz. Lange zu drei Vierteln eingegraben und für einen gewöhnlichen Stein gehalten, wurde er 1991 dank Francis Hildebrand wiederentdeckt und danach versetzt. Wer ihn aufrichtete und wozu, ist unbekannt.[2][3]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Auboranges » (Jean-François Steiert, version du 05.03.2026)
  2. Commune de Rue, « Histoire »
  3. Fribourg Région, « Le plus grand menhir de Suisse »
  4. Frapp, « Rue, Auboranges, Chapelle et Ecublens fusionneront » (12.11.2023)

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