Autafond
Herkunft des Namens Autafond
1236 in der Form « Auta-fonz » erwähnt, hat der Name Autafond keine gesicherte Erklärung gefunden.[1]
Gründung von Autafond
Autafond besteht seit 1850 aus drei Häusergruppen: dem Weiler Autafond, Combes und Chenaleyres, vor allem Bauernhöfen. Der Ort gehörte stets zur Pfarrei Belfaux. Im Mittelalter steht der Zehnt der Kirche von Lausanne zu, und das Priorat Payerne übt hier Rechte durch einen ansässigen Meier aus. Trotz der Nähe zu Freiburg ist Autafond ländlich geblieben, ohne die neuen Quartiere der Nachbargemeinden. Heute liegt es in der Gemeinde Belfaux (Fusion von 2016).[1][2]
Geschichte von Autafond
Hallstattzeit. Auf den Höhen von Autafond entsteht ein Gräberfeld mit vier Grabhügeln (oder drei).[1][3]
1236. Der Ort wird als « Auta-fonz » genannt. Der Zehnt gehört damals der Kirche von Lausanne.[1]
1442. Autafond kommt zu den Alten Landschaften Freiburgs, ins Spitalpanner, und bleibt dort bis 1798.[1]
16. Jahrhundert. Das Gut Combes wird erwähnt. Es gehörte dem Bürgerspital von Freiburg.[2]
1538. Die Rechte des Priorats Payerne gehen an Freiburg über.[1]
1678. Die Grosse Bruderschaft von Freiburg verkauft den Zehnt gegen einen jährlichen Zins an François Carrel.[1]
1716. Der Architekt Joseph Rossier, Eigentümer des Ortes, baut das Herrenhaus von Chenaleyres und die angebaute Kapelle.[1][2]
1798. Die Gemeinde wird dem Bezirk Freiburg eingegliedert.[1]
1947. Der durch einen Brand zerstörte Bauernhof von Combes wird wieder aufgebaut.[2]
1980. Am 25. November wird die erste Ortsplanung genehmigt.[2]
1990. Etwa die Hälfte der Erwerbstätigen arbeitet noch in der Landwirtschaft.[1]
1997. Am 25. Februar schafft die Revision der Ortsplanung einen Weilerperimeter für den Ort.[2]
2016. Autafond schliesst sich am 1. Januar mit Belfaux zusammen. Die neue Gemeinde übernimmt die Hirschkuh mit der Rose aus dem Wappen von Autafond.[1][2][3]
Bevölkerung von Autafond
Quellen und Referenzen: [1][2]
| 1811 | 75 |
| 1850 | 101 |
| 1900 | 113 |
| 1950 | 92 |
| 1997 | 73 |
| 2000 | 81 |
| 2012 | 74 |
Historische Orte in Autafond
Herrenhaus Chenaleyres. 1716 vom Architekten Joseph Rossier mit einer angebauten Kapelle erbaut, bildet es mit dem Bauernhof eine U-förmige Anlage. Der Ort hiess früher « Zenaleyre ».[1][2]
Gut Combes. Seine zwei Patrizierhäuser stammen grösstenteils aus dem 18. Jahrhundert, die Stallungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Bauernhof wurde 1947 wieder aufgebaut, und der Zierteich, der als Löschwasserreserve diente, wurde 2003 ersetzt.[2]
Weiler Autafond. Das Ortsbild ist im ISOS als Ortsbild von regionaler Bedeutung verzeichnet.[2]
Grand Chemin von Freiburg nach Payerne. Ein Abschnitt dieses historischen Weges führt durch Combes. Ein Teil ist von nationaler Bedeutung.[2]
Überreste in Autafond
Grabhügel der Eisenzeit. Ein Gräberfeld der Hallstattzeit mit vier Grabhügeln (oder drei) liegt auf den Höhen von Autafond.[1][3]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Autafond » (Marianne Rolle, version du 26.09.2016)
- Commune d'Autafond, plan d'aménagement local, rapport explicatif (juin 2015)
- Commune de Belfaux, « Histoire de Belfaux »
Weitere Dörfer in der Nähe von Autafond
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