Bretonnières
Herkunft des Namens Bretonnières
Erste Erwähnung 1154 in der Form «Bretoneres». Die Gemeinde verweist zudem auf eine Schreibweise «Bréthonières» in alten Handschriften. Keine der konsultierten Quellen erklärt die Herkunft des Namens; sie ist noch zu klären (zu überprüfen).
Gründung von Bretonnières
Das Gebiet von Bretonnières wurde vor dem Mittelalter aufgesucht: ein Megalith, schwer datierbare «Befestigungen» und eine Römerstrasse sind die einzigen bekannten archäologischen Überreste. Das Dorf erscheint im 12. Jahrhundert in den Texten. Im Mittelalter hing es vom Kloster Romainmôtier ab, das dort einen örtlichen Meier (mayor) ernannte, und bildete eine Pfarrei, die ab 1228 bezeugt ist. Keine der konsultierten Quellen nennt einen Gründer. Am Jurafuss gelegen und von der Strasse über den Jougnepass, später von der Eisenbahnlinie Lausanne-Vallorbe durchquert, blieb Bretonnières ein ländliches Dorf, bis ins 19. Jahrhundert dem Getreidebau, danach der Viehzucht gewidmet. Die Einwohner tragen den Übernamen «Caque-Lentilles» (in der Mundart «lè Caca-Leintelye»), in Erinnerung an den Anbau von Linsen.
Geschichte von Bretonnières
Antike. Eine Römerstrasse durchquert das Gebiet; ein Megalith und schwer datierbare «Befestigungen» sind ebenfalls nachgewiesen.
11.-12. Jahrhundert. Bau der Kirche, deren älteste Teile aus dieser Zeit stammen.
1154. Erste Erwähnung des Dorfes in der Form «Bretoneres».
Mittelalter. Das Dorf hängt vom Kloster Romainmôtier ab, das dort einen örtlichen Meier ernennt.
1228. Erste Erwähnung der Pfarrei Bretonnières.
15. Jahrhundert. Nach einem Brand wird die Kirche wiederhergestellt und um einen gotischen Chor erweitert (zu überprüfen).
1529. Bretonnières zählt 16 Feuerstätten.
1536. Bernische Eroberung der Waadt: Bretonnières gehört zur Landvogtei Romainmôtier. Mit der Reformation wird die Pfarrei eine Filiale von Romainmôtier.
1742. Die Kirche erhält rechteckige Fenster, dem reformierten Gottesdienst angepasst (zu überprüfen).
1798. Während der Helvetischen Republik gehört Bretonnières zum Kanton Léman und wird dem Bezirk Orbe zugeteilt, ab 1803 dann dem Kanton Waadt.
1800-1850. Eine Weizensorte namens «le Bretonnières» wird im Dorf gezüchtet und angebaut.
1870. Eröffnung der Eisenbahnlinie Lausanne-Vallorbe, die das Gebiet durchquert; das Dorf bleibt dennoch ländlich und geht allmählich vom Getreidebau zur Viehzucht über.
1907. Restaurierung der Kirche.
1930. Annahme des Gemeindewappens: zwei Weizenähren auf silbernem und rotem Grund, Farben, die an Romainmôtier erinnern.
2006. Auflösung des Bezirks Orbe: Bretonnières kommt zum Bezirk Jura-Nord vaudois.
2016. Eröffnung von «La Boutique», einem Selbstbedienungsladen mit regionalen Produkten, nachdem innerhalb von vierzig Jahren Schmiede, Wagnerei, Schuhmacher, Lebensmittelladen, Genossenschaftsbank und Post verschwunden waren.
Bevölkerung von Bretonnières
| 1529 | 16 Feuerstätten (Haushalte) |
| 1764 | 161 |
| 1798 | 168 |
| 1850 | 231 |
| 1900 | 252 |
| 1920 | 281 |
| 1950 | 219 |
| 1990 | 171 |
| 2000 | 200 |
| 2022 | 264 |
| 2025 | 265 |
Historische Orte in Bretonnières
Kirche von Bretonnières. Kirche aus gelbem Stein, deren älteste Teile aus dem 11.-12. Jahrhundert stammen, eine der ersten Kultstätten aus Stein im Kanton. Nach einem Brand im 15. Jahrhundert um einen gotischen Chor erweitert, 1742 mit rechteckigen Fenstern versehen (zu überprüfen) und 1907 restauriert, trägt sie einen barocken Zwiebelturm, der als einzigartig im Kanton gilt. Sie bewahrt wahrscheinlich den ältesten reformierten Abendmahlstisch sowie einen Abendmahlskelch aus dem 16. Jahrhundert und einen weiteren aus den 1600er-Jahren. Nach einer örtlichen Überlieferung sollen die Einwohner erreicht haben, ihre Kirche zu behalten, als man den Gottesdienst in Romainmôtier zusammenlegen wollte (zu überprüfen).
Dorfkern. Das Dorf bewahrt einige Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert; die Gemeindeherberge besteht weiterhin.
Überreste in Bretonnières
Megalith, «Befestigungen» und Römerstrasse. Ein Megalith, schwer datierbare «Befestigungen» und der Verlauf einer Römerstrasse sind die einzigen bekannten archäologischen Überreste auf dem Gemeindegebiet.
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Bretonnières » (version italienne)
- Commune de Bretonnières, « Présentation »
- Feuille des avis officiels du canton de Vaud, « Alphabet des communes vaudoises : Bretonnières »
- Archives culturelles de la Vallée de Joux, « L'église de Bretonnières »
- Wikipédia, « Bretonnières »
- Wikipedia (de), « Bretonnières »
- Statistique Vaud, « Population résidante permanente au 31 décembre 2025 »
Weitere Dörfer in der Nähe von Bretonnières
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