Champvent
Herkunft des Namens Champvent
Erste Erwähnungen: «Canvent» 1011 («inter Chanvent et Mornens»), «Canventum» 1013, «Chanvent» 1228. Der Name lässt sich nicht befriedigend erklären; er geht wahrscheinlich auf einen vorlateinischen Ursprung zurück, dessen Bedeutung unbekannt ist (zu überprüfen).
Gründung von Champvent
Keine der konsultierten Quellen nennt einen Gründer oder datiert die Entstehung des Dorfes, das seit 1011 belegt ist. Seine Kirche Notre-Dame, 1013 erwähnt, war Mittelpunkt einer Pfarrei, zu der auch Mathod, Suscévaz und Villars-sous-Champvent gehörten. Um 1225 erhielt Henri, jüngerer Sohn Ebals von Grandson, die Herrschaft Champvent und begann mit dem Bau des Schlosses (zu überprüfen); das Dorf gehörte danach zur Herrschaft Champvent, unter bernischer Herrschaft dann zur Landvogtei Yverdon. Die Gemeinde umfasst den Weiler Saint-Christophe (ab 1789 kurz eigene Gemeinde, dann mit Mathod und 1811 mit Champvent vereinigt) und die Exklave Mornens. Seit dem 1. Januar 2012 gehören auch Essert-sous-Champvent und Villars-sous-Champvent dazu, die ein eigenes Porträt haben. Die Einwohner, die Chanvannais, tragen die Übernamen Crouille-Gens, Vauriens oder Rufians.
Geschichte von Champvent
1011. Erste Erwähnung, «Canvent».
1013. Erwähnung von «Canventum» und der Kirche Notre-Dame, Sitz einer Pfarrei mit Mathod, Suscévaz und Villars-sous-Champvent.
um 1225. Henri, jüngerer Sohn Ebals von Grandson, erhält die Herrschaft Champvent und beginnt mit dem Bau des Schlosses (zu überprüfen).
1336. Das Haus Neuenburg erwirbt die Herrschaft (zu überprüfen).
1373. Marguerite de Vufflens erbt die Herrschaft, die danach durch Heirat an die burgundische Familie Vergy übergeht (zu überprüfen).
1416. Das Dorf zählt 44 Feuerstätten.
1475. Die Eidgenossen brennen das Schloss nieder, dessen Herr mit Karl dem Kühnen verbunden war (zu überprüfen).
1536. Nach der bernischen Eroberung der Waadt wird Champvent der Landvogtei Yverdon zugeteilt.
1611-1731. Das Schloss gehört der Familie von Diesbach (zu überprüfen).
1682. Bau eines neuen Pfarrhauses.
1691-1693. Neubau der Kirche.
1740. Die Gemeindeordnung wird kodifiziert; das Dorf wird von einem sechsköpfigen Rat verwaltet.
1769. Louis-Rodolphe Doxat erwirbt das Schloss, das bis 1929 im Besitz seiner Familie bleibt (zu überprüfen).
1798. Champvent gehört zum Bezirk Yverdon.
1811. Saint-Christophe, 1789 Gemeinde geworden und dann mit Mathod vereinigt, wird Champvent angeschlossen.
1834. Essert-sous-Champvent kommt zur Pfarrei.
1846. Die Pfarrei (ohne Suscévaz) wird mit jener von Montagny vereinigt und 1849 wiederhergestellt.
1890. Die Kirche erhält einen Glockenturm mit Vorhalle.
1948. Eine Güterzusammenlegung führt zur Rodung von 90% der Reben; 1989 bleiben nur noch 10 Hektaren.
2000. Der Primärsektor beschäftigt noch 49% der Erwerbstätigen, doch zwei Drittel von ihnen arbeiten ausserhalb der Gemeinde (Yverdon, Lausanne, Genf).
2008. Inkrafttreten der neuen Waadtländer Bezirke: Champvent gehört zum Bezirk Jura-Nord vaudois.
2012. Am 1. Januar Fusion mit Essert-sous-Champvent und Villars-sous-Champvent unter dem Namen Champvent.
Bevölkerung von Champvent
| 1416 | 44 Feuerstätten (Haushalte) |
| 1453 | 36 Feuerstätten (Haushalte) |
| 1550 | 37 Feuerstätten (Haushalte) |
| 1764 | 237 |
| 1850 | 421 |
| 1900 | 416 |
| 1950 | 335 |
| 1970 | 243 |
| 2000 | 299 |
| 2025 | 692 (fusionierte Gemeinde) |
Historische Orte in Champvent
Schloss Champvent. Festung mit vier Türmen über der Orbe-Ebene, um 1225 von Henri de Grandson begonnen, 1475 von den Eidgenossen niedergebrannt, dann im Besitz der Diesbach (1611-1731) und der Doxat (1769-1929) (zu überprüfen). Kulturgut von nationaler Bedeutung, in Privatbesitz.
Kirche (ehemalige Kirche Notre-Dame). Seit 1013 erwähnte Kirche, Mittelpunkt einer Pfarrei mehrerer Dörfer; 1691-1693 neu gebaut und 1890 mit einem Glockenturm mit Vorhalle versehen.
Pfarrhaus. Neues Pfarrhaus, 1682 erbaut.
Herrenhaus Saint-Christophe. Herrenhaus im Weiler Saint-Christophe, Kulturgut von nationaler Bedeutung. Der Weiler war ab 1789 kurzzeitig eine Gemeinde, bevor er 1811 mit Champvent vereinigt wurde.
Ortsbild. Das Dorf Champvent mit seiner Umgebung sowie das Gebiet von Saint-Christophe sind im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) verzeichnet.
Sagen von Champvent
Das Schloss der Königin Bertha. Eine örtliche Überlieferung schreibt den Bau des Schlosses der Königin Bertha zu; die historischen Quellen verbinden es jedoch mit den Herren von Grandson im 13. Jahrhundert (zu überprüfen).
«Bon vin, bonne terre, crouilles gens». Ein Spruch in Waadtländer Mundart lobt Wein und Boden von Champvent, bezeichnet die Einwohner aber als «crouilles gens», daher ihr Übername Crouille-Gens.
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Champvent (commune) »
- Wikipédia, « Champvent »
- Wikipedia (en), « Champvent »
- Feuille des avis officiels du canton de Vaud, « Alphabet des communes vaudoises : Champvent »
- Wikipédia, « Districts du canton de Vaud »
- Statistique Vaud, « Population résidante permanente au 31 décembre 2025 »
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