Château de Tournay
Herkunft des Namens Château de Tournay
Die Herkunft des Namens ist nicht geklärt.
Gründung von Château de Tournay
Das Château de Tournay liegt in Pregny-Chambésy auf Genfer Gebiet (Route de Pregny). Ende des 13. Jahrhunderts ist der Kern von Pregny Lehen der d'Anières, ein Jahrhundert später durch Heirat der Genthod. Das heutige Schloss ist eines der beiden befestigten Häuser, die an diese Geschichte erinnern. Ursprünglich ist es ein von Gräben umgebenes befestigtes Haus des 15. Jahrhunderts. Die de Brosses erwerben es 1583 (oder 1573). Genfer Truppen stecken es 1590 in Brand und plündern es. Nach 1601 wird es wieder aufgebaut. 1758 erhält Voltaire es durch eine Pacht auf Lebenszeit, verbunden mit dem Grafentitel. 1794 als Emigrantengut verkauft, geht es an die Panissod, die es bis 1915 behalten. In diesem Jahr kauft es Alfred Baur, Kaufmann und Sammler asiatischer Kunst, und gibt ihm ungefähr sein heutiges Aussehen.[1][2][3]
Geschichte von Château de Tournay
Ende 13. Jahrhundert. Der Kern von Pregny ist Lehen der Familie d'Anières, zu deren befestigten Häusern das heutige Château de Tournay gehört.[2]
14. Jahrhundert. Durch Heirat geht das Lehen an die Familie der Genthod über.[2]
15. Jahrhundert. Das Schloss ist ein von Gräben umgebenes befestigtes Haus.[1][2]
1583. Die Familie de Brosses erwirbt das Schloss 1583 (oder 1573).[1][3]
1590. Genfer Truppen brennen das Schloss nieder und plündern es. Es entgeht der Zerstörung erst, nachdem der Schlossherr eingewilligt hat, die Gräben aufzufüllen, und Ende des 16. Jahrhunderts wird sein Wehrcharakter verringert.[1][2][3]
1601. Das Schloss wird nach diesem Datum wieder aufgebaut.[1]
1758. Voltaire erhält Tournay durch eine Pacht auf Lebenszeit, verbunden mit dem Grafentitel. Er lässt grosse Arbeiten ausführen und richtet ein Theater ein, was ihm Streit mit den Genfer Behörden einbringt. Er nannte den Bau das « vieux vilain château ».[1][2][3][4]
1778. Nach Voltaires Tod fällt das Schloss an die Familie de Brosses zurück.
1782. Während der Genfer Unruhen dient das Schloss dem Komitee der Négatifs als Hauptquartier.[1]
1794. In der Revolution als Emigrantengut beschlagnahmt, wird das Gut aufgeteilt und verkauft. Danach geht es an die Familie Panissod.[1]
1915. Alfred Baur kauft das Schloss und lässt es restaurieren. Neue Gräben werden ausgehoben (1915-1925), und in der Nähe wird für ihn eine klassizistische Villa gebaut (1915-1918).[1][2][3]
1958. Das Schloss wird durch Beschluss des Staatsrats vom 21. Oktober unter Denkmalschutz gestellt.[1][3]
2009. Die Fondation Baur, bis dahin Eigentümerin des Schlosses, trennt sich davon. Das Gut gelangt in Privatbesitz, und das Schloss wird 2009-2011 restauriert.[1][2]
Historische Orte in Château de Tournay
Château de Tournay. Von Gräben umgebenes befestigtes Haus des 15. Jahrhunderts, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter Voltaire umgebaut, dann 1915-1925, um ihm ein mittelalterliches Aussehen zurückzugeben; seit 1958 geschützt.[1][2][3]
Villa Baur. Zweigeschossiger Wohnsitz mit klassizistischen Zügen, 1915-1918 für Alfred Baur nahe dem Schloss erbaut.[2]
Überreste in Château de Tournay
Gräben. Die im 19. Jahrhundert aufgefüllten Gräben des befestigten Hauses werden bei der von Alfred Baur veranlassten Restaurierung (1915-1925) neu ausgehoben.[2][3]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Tournay » (François Burgy), version du 30.05.2012
- Office fédéral de la culture, Inventaire fédéral des sites construits d'importance nationale à protéger en Suisse (ISOS), « Pregny » (2e version, juillet 2019)
- République et canton de Genève, Office du patrimoine et des sites, recensement « Château de Tournay » (route de Pregny 37, fiche 2009-19764)
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Voltaire » (Roger Francillon), version du 11.04.2013
- geo.admin.ch, service de recherche de swisstopo (route de Pregny 37, Chambésy, coordonnées)
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