Wappen von Chêne-Bougeries

Chêne-Bougeries

Stadt Kanton Genf · 14'906 Einwohner (31.12.2025)
Ansicht von Chêne-Bougeries
Foto: MHM55, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons · Wappen: Gemeinfrei

Herkunft des Namens Chêne-Bougeries

Das Siechenhaus « Quercus » wird ab 1270 erwähnt. Die Form « Chêne-les-Bougeries » erscheint 1801. Die Etymologie des Namens ist noch nicht geklärt.[1]

Gründung von Chêne-Bougeries

Wer den Ort gegründet hat, ist nicht bekannt. Auf seinem Gebiet wurden jedoch Überreste eines römischen Aquädukts gefunden. Im Mittelalter besitzt das Siechenhaus « Quercus » in Grange-Falquet Ländereien in der Gegend, deren sich die Berner bemächtigen und die sie zu Lehen geben. Der Weiler Chêne bleibt danach genferisch. Die Gemeinde selbst entsteht durch eine Grenze: Im Vertrag von Turin fällt das linke Ufer der Seymaz an Savoyen, das rechte bleibt genferisch und protestantisch, und Chêne wird zwischen Chêne-Bougeries und Chêne-Bourg geteilt. Genfer Familien (Naville, Des Arts, Candolle) auf grossen Gütern lassen danach die Landwirtschaft aufblühen.[1]

Geschichte von Chêne-Bougeries

1270. Erste Erwähnung des Siechenhauses « Quercus » in Grange-Falquet, das Ländereien in der Gegend besitzt.[1]

1536. Die Berner bemächtigen sich, zugleich mit dem Chablais und dem Faucigny, der Ländereien des Siechenhauses und geben sie zu Lehen.[1]

1543. Der Weiler Chêne zählt 4 Feuerstätten.[1]

1564. Der Weiler Chêne bleibt mit einem Teil des benachbarten Gebiets auf Genfer Boden.[1]

1754. Im Vertrag von Turin fällt das linke Ufer der Seymaz an Savoyen, das rechte bleibt genferisch und protestantisch. Chêne wird zwischen Chêne-Bougeries und Chêne-Bourg geteilt.[1][3]

1755. Jean-Louis Calandrini legt dem Rat Pläne und Kostenvoranschlag eines neuen Temple mit ovalem Grundriss vor.[2]

1758. Einweihung des ovalen Temple am 7. Mai, gebaut, weil der Temple von Chêne nun in Savoyen lag.[1][2][3]

1798. Bei der Annexion von Genève durch Frankreich wird die Gemeinde mit Thônex vereint.[1]

1801. Chêne-Bougeries wird eine eigenständige Gemeinde. Der Name ist in diesem Jahr in der Form « Chêne-les-Bougeries » bezeugt.[1]

1816. Die Gemeinde bleibt eigenständig.[1]

1821. Jean-Charles Léonard Sismondi erbt die Villa, die heute seinen Namen trägt, und macht sie später zu seinem Hauptwohnsitz.[3]

1918. Die Petite Plaine des Bougeries erhält den Namen Place du Colonel-Audéoud.[3]

1940er Jahre. Ab Mitte des Jahrzehnts ist die landwirtschaftliche Ausrichtung fast verschwunden.[1]

1960. Beginn einer starken Entwicklung: Die Weiden weichen Villen und Grosssiedlungen wie La Gradelle und La Montagne.[1]

Bevölkerung von Chêne-Bougeries

Quellen und Referenzen: [1][4]

Bevölkerung von Chêne-Bougeries
15434 Feuerstätten (Haushalte), Weiler Chêne
1815728
18501'041
19002'131
19504'339
20009'759
201010'007
202011'973
202514'906

Historische Orte in Chêne-Bougeries

Temple von Chêne-Bougeries. Temple mit ovalem Grundriss, nach Plänen von Jean-Louis Calandrini von März 1756 bis Anfang 1758 erbaut und am 7. Mai 1758 eingeweiht, nachdem der Vertrag von Turin von 1754 den alten Temple von Chêne bei Savoyen belassen hatte.[1][2][3]

Grange-Falquet. Ort, an dem sich das ab 1270 erwähnte Siechenhaus « Quercus » befand.[1]

Villa Sismondi. Villa, die Jean-Charles Léonard Sismondi (1773-1842) 1821 erbte und später zu seinem Hauptwohnsitz machte.[3]

Place du Colonel-Audéoud. Ehemalige Petite Plaine des Bougeries, 1918 zum Gedenken an den 1917 im Dienst verstorbenen Oberst Alfred Audéoud umbenannt.[3]

Quartiere der Gemeinde. Grange-Canal, Malagnou, Le Vallon, La Pommière und Conches, dazu die Grosssiedlungen La Gradelle und La Montagne.[1]

Überreste in Chêne-Bougeries

Römischer Aquädukt. Überreste eines römischen Aquädukts.[1]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Chêne-Bougeries » (Christiane Genequand)
  2. Commune de Chêne-Bougeries, « Le temple : l'histoire du Temple de Chêne-Bougeries, de ses bancs, de son orgue et de sa cloche »
  3. Commune de Chêne-Bougeries, dépliant « Chêne-Bougeries, ça marche ! » (parcours patrimoine)
  4. Office cantonal de la statistique (OCSTAT), Mémento statistique du canton de Genève 2026, tableau Population résidante par commune, en 2025

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