
Damphreux
Herkunft des Namens Damphreux
Das Dorf wird 1161 erstmals als « Damfriol » erwähnt. Weitere Formen sollen « Dunfriol » 1178 und « Damphriol » 1256 sein; sie sind nicht gesichert. Der Name soll « Wohnstätte des Ferréol » bedeuten, eines in Besançon gemarterten Heiligen, der mit dem heiligen Ferjeux Patron der Kirche ist. Auch diese Deutung ist unsicher.[1]
Gründung von Damphreux
Weder der Gründer noch das Gründungsdatum von Damphreux, das ab 1161 erwähnt wird, sind bekannt. Der Überlieferung nach ist die Pfarrei Damphreux die älteste der Ajoie. Sie gehörte zum Bistum Besançon und umfasste bis 1619 auch Bonfol und Vendlincourt. Das Stift Saint-Ursanne besass hier ein Allod, die Abtei Bellelay und das Stift Moutier-Grandval Lehengüter. Das Dorf gehörte bis Ende des 13. Jahrhunderts zur Grafschaft Ferrette, dann zur Vogtei Ajoie, die dem Fürstbistum Basel einverleibt wurde. Das bäuerlich gebliebene Damphreux liegt heute in der Gemeinde Damphreux-Lugnez (Fusion vom 1. Januar 2023), deren Verwaltungssitz es ist.[1]
Geschichte von Damphreux
1161. Ersterwähnung: « Damfriol ».[1]
1178. Das Stift Saint-Ursanne besitzt in Damphreux ein freies Allod.[1]
Ende 13. Jahrhundert. Damphreux, bisher Teil der Grafschaft Ferrette, geht an die Vogtei Ajoie über, die dem Fürstbistum Basel einverleibt wird.[1]
1396. Das Stift Moutier-Grandval besitzt hier Lehengüter, ebenso die Abtei Bellelay.[1]
1619. Bonfol und Vendlincourt lösen sich von der Pfarrei Damphreux.[1]
Um 1700. Die aus dem Elsass eingeführte Kartoffel soll in der Ajoie erstmals in Damphreux angebaut worden sein.
1715. Restaurierung der Kirche Saints-Ferréol-et-Ferjeux.[1]
1779. Die Pfarrei wechselt vom Bistum Besançon zum Bistum Basel.[1]
1792. Ende der Zugehörigkeit zur Meierei Cœuve.[1]
1793-1814. Das Dorf gehört zu den französischen Departementen Mont-Terrible, dann Haut-Rhin.[1]
1802. Lugnez und Beurnevésin gehören nicht mehr zur Pfarrei Damphreux.[1]
1815-1978. Damphreux gehört zum Kanton Bern (Oberamt, dann Amtsbezirk Porrentruy).[1]
1836. Damphreux wird gemischte Gemeinde.[1]
1867. Neubau der Kirche Saints-Ferréol-et-Ferjeux.[1]
1991. Güterzusammenlegung.[1]
2023. Fusion mit Lugnez am 1. Januar: Entstehung der Gemeinde Damphreux-Lugnez mit Verwaltungssitz in Damphreux.
Bevölkerung von Damphreux
Quellen und Referenzen: [1]
| 1818 | 246 |
| 1850 | 344 |
| 1900 | 294 |
| 1950 | 276 |
| 1990 | 150 |
| 2000 | 166 |
| 2010 | 168 |
| 2020 | 181 |
| 2022 | 183 |
Historische Orte in Damphreux
Kirche Saints-Ferréol-et-Ferjeux. Kirche einer Pfarrei, die der Überlieferung nach die älteste der Ajoie ist; 1715 restauriert und 1867 neu erbaut. Kulturgut von regionaler Bedeutung (eidgenössisches KGS-Inventar).[1][4]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Damphreux » (Dominique Prongué), version allemande
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Damphreux-Lugnez »
- République et Canton du Jura, Parlement, arrêté portant approbation de la fusion entre la commune mixte de Damphreux et la commune mixte de Lugnez (27 avril 2022, RSJU 190.31)
- Office fédéral de la protection de la population (OFPP), Inventaire PBC, liste cantonale du canton du Jura (état au 1.1.2026)
- geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Damphreux »
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