Montignez
Herkunft des Namens Montignez
Das Dorf wird 731 erstmals erwähnt, in der Form « Montaniaco ». Der Name auf -acum geht auf die gallorömische Zeit zurück.[1][3]
Gründung von Montignez
Gründer und Entstehungszeit des Dorfes sind unbekannt. Mauerreste belegen eine Besiedlung in gallorömischer Zeit, und 1956 wurde im Chor der Kirche ein monolithischer Sarkophag aus merowingischer Zeit entdeckt. Das Dorf wird 731 erwähnt. Im Mittelalter teilte Montignez das Schicksal der Vogtei Ajoie, die Ende des 13. Jahrhunderts an den Bischof von Basel kam. Die Abtei Bellelay, der das benachbarte Priorat Grandgourt gehörte, besass hier bedeutende Güter. Im Ancien Régime gehörte das Dorf zum Meieramt Coeuve. Seit 1836 gemischte Gemeinde, gehört Montignez heute zur Gemeinde Basse-Allaine (Fusion vom 1. Januar 2009).[1][3]
Geschichte von Montignez
Gallorömische Zeit. Mauerreste belegen eine Besiedlung des Ortes.[3]
731. Ersterwähnung: « Montaniaco ».[1][3]
1182. Das benachbarte Kloster Grandgourt wird als Filiale der Abtei Bellelay erwähnt. Bellelay macht es 1208 zu einem Priorat und wird ein bedeutender Grundbesitzer in Montignez.[2][3]
Ende 13. Jahrhundert. Die Vogtei Ajoie, zu der Montignez gehört, kommt an den Bischof von Basel.[1][3]
1634-1640. Im Dreissigjährigen Krieg werden die Kirche und zahlreiche Häuser von Truppen in schwedischen Diensten niedergebrannt.[3]
1778. Restaurierung des spätgotischen Chors der Kirche Saint-Martin.[3]
1779. Die Pfarrei untersteht nicht mehr der Diözese Besançon.[1][3]
1793-1813. Montignez gehört zu den französischen Departementen Mont-Terrible, dann Haut-Rhin.[1]
1815-1978. Das Dorf gehört zum Kanton Bern (Amt, dann Bezirk Porrentruy).[1]
1836. Montignez wird gemischte Gemeinde.[1]
1868. Bau des Turmportals mit Spitzhelm, das das Dorf überragt.[3]
1881. Eröffnung einer Präzisionswerkzeugfabrik, Ursprung der Manufactures d'outils Dumont. Eine Uhrmacherei ergänzt diese bescheidene Industrialisierung.[1][3]
1956. Entdeckung des merowingischen Sarkophags im Chor der Kirche.[3]
1979. Montignez kommt zum neuen Kanton Jura.
2009. Am 1. Januar fusioniert Montignez mit Buix und Courtemaîche zur Gemeinde Basse-Allaine.[1][3]
Bevölkerung von Montignez
Quellen und Referenzen: [1][3]
| 1764 | 240 |
| 1818 | 245 |
| 1850 | 357 |
| 1870 | 407 |
| 1900 | 318 |
| 1950 | 356 |
| 2000 | 249 |
| 2008 | 241 (oder 243) |
Historische Orte in Montignez
Kirche Saint-Martin. Sie bewahrt einen spätgotischen Chor, 1778 restauriert, und ein Turmportal mit Spitzhelm von 1868, das das Dorf überragt. 1956 wurde in ihrem Chor ein merowingischer Sarkophag entdeckt.[3]
Fachwerkhäuser. Mehrere Fachwerkhäuser des Dorfes zeugen vom Einfluss des benachbarten Elsass und des Sundgaus.[1][3]
Maison Dumont. Haus von 1920, umgeben von einem in den 1930er-1940er Jahren angelegten Park mit Bäumen, verbunden mit der 1881 eröffneten Präzisionswerkzeugfabrik.[3]
Grandgourt. Gut und ehemaliges Priorat südwestlich des Dorfes, im 12. Jahrhundert in einer Klus der Allaine erbaut. Tochterhaus der Abtei Bellelay, die es 1208 zum Priorat machte. Kulturgut von nationaler Bedeutung.[2][5]
Überreste in Montignez
Merowingischer Sarkophag. Monolithischer Sarkophag aus merowingischer Zeit, 1956 im Chor der Kirche Saint-Martin entdeckt.[1][3]
Gallorömische Mauern. Mauerreste belegen eine Besiedlung des Ortes in gallorömischer Zeit.[3]
Quellen
- Dizionario storico della Svizzera, « Montignez » (Dominique Prongué), versione del 28.05.2020
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Grandgourt » (Dominique Prongué), version du 17.11.2016
- Inventaire fédéral des sites construits d'importance nationale à protéger en Suisse (ISOS), « Montignez », fiche n° 2405
- République et Canton du Jura, Gouvernement, message au Parlement relatif à la révision de la législation en matière de fusion de communes (30 mars 2011)
- Office fédéral de la protection de la population (OFPP), Inventaire PBC, liste cantonale du canton du Jura (état au 1.1.2026)
- geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Montignez »
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