Buix
Herkunft des Namens Buix
Das Dorf wird 1136 erstmals als « Bus » erwähnt. Der frühere deutsche Name lautete « Buchs ». Was der Name bedeutet, weiss man noch nicht. Die Einwohner sollen den Übernamen « Gravalons » tragen, das heisst Hornissen im Patois der Ajoie.[1]
Gründung von Buix
Man weiss nicht, wer das Dorf wann gegründet hat. Das Gebiet war schon in römischer Zeit besiedelt, wie ein im 19. Jahrhundert entdeckter grosser Gutshof (Villa) zeigt. Im Mittelalter gehörte Buix zur Vogtei Ajoie, die Ende des 13. Jahrhunderts an das Fürstbistum Basel kam. Ein Adelsgeschlecht « de Buix » ist ab 1170 belegt. Bis zum Ende des Ancien Régime gehörte das Dorf zur Meierei Bure. Die ehemalige Gemeinde umfasste das Dorf Buix und den Weiler Le Maira an der französischen Grenze. Sie gehört heute zur Gemeinde Basse-Allaine (Fusion vom 1. Januar 2009).[1]
Geschichte von Buix
Römerzeit. Ein grosser römischer Gutshof (Villa) liegt auf dem Gebiet.[1]
1136. Ersterwähnung: « Bus ».[1]
1157. Erwähnung der Kirche Saint-Maurice, die der Abtei Baume-les-Messieurs in der Freigrafschaft Burgund untersteht.[1]
1170. Erster Beleg eines Adelsgeschlechts « de Buix ».[1]
1244. Eine Schenkung an das Kloster Bellelay ist das älteste Zeugnis französischer Sprache aus der Westschweiz.[1]
Ende 13. Jahrhundert. Die Vogtei Ajoie, zu der Buix gehört, kommt an das Fürstbistum Basel.[1]
um 1392. Neben Bellelay besitzen auch die Abtei Lucelle und das Stift Saint-Ursanne Leihegüter in Buix.[1]
1779. Die Pfarrei wechselt vom Bistum Besançon zum Bistum Basel.[1]
1792-1815. Buix gehört zu den französischen Departementen Mont-Terrible, dann Haut-Rhin.[1]
1815-1978. Buix gehört zum bernischen Oberamt, dann Amtsbezirk Porrentruy.[1]
19. Jahrhundert. Auguste Quiquerez entdeckt den römischen Gutshof.[1]
1852. Buix wird gemischte Gemeinde.[1]
1872. Inbetriebnahme des Bahnhofs an der Linie Porrentruy-Delle.[1]
Anfang 20. Jahrhundert. Herstellung von Edelsteinen für die Uhrenindustrie.[1]
1950. Ab diesem Zeitpunkt arbeitet die Mehrheit der Erwerbstätigen auswärts, vor allem in Boncourt.[1]
1988. In Buix werden erstmals im Kanton Jura wieder Reben gepflanzt.[1]
1993. Untersuchung des römischen Gutshofs, wobei auch mittelalterliches Mauerwerk zum Vorschein kommt.[1]
2009. Am 1. Januar fusioniert Buix mit Courtemaîche und Montignez zur Gemeinde Basse-Allaine.[1]
Bevölkerung von Buix
Quellen und Referenzen: [1]
| 1770 | 207 |
| 1818 | 296 |
| 1850 | 453 |
| 1900 | 561 |
| 1950 | 628 |
| 2000 | 456 |
| 2008 | 458 |
Historische Orte in Buix
Kirche Saint-Maurice. 1157 erwähnt, unterstand sie der Abtei Baume-les-Messieurs in der Freigrafschaft Burgund. Die Pfarrei gehörte bis 1779 zum Bistum Besançon, danach zum Bistum Basel.[1]
Weiler Le Maira. Weiler der ehemaligen Gemeinde Buix an der französischen Grenze.[1]
Reben von Buix. 1988 wurden in Buix erstmals im Kanton Jura wieder Reben gepflanzt.[1]
Überreste in Buix
Römischer Gutshof. Grosser römischer Gutshof, im 19. Jahrhundert von Auguste Quiquerez entdeckt. Er wurde 1993 untersucht; dabei kam auch mittelalterliches Mauerwerk zum Vorschein.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Buix » (Dominique Prongué), version du 28.05.2020 (version allemande consultée)
- geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Buix »
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