Église circulaire de Saas-Balen

Stätte Kanton Wallis · Bezirk: Visp · Unbewohnte Stätte (Gemeinde Saas-Balen)
Gehört zur Gemeinde Saas-Balen

Herkunft des Namens Église circulaire de Saas-Balen

Die Kirche ist Mariä Himmelfahrt geweiht. Wegen ihres Grundrisses heisst sie « Rundkirche »: Schiff und Chor sind zwei miteinander verschmolzene zylindrische Räume. Sie trägt auch den Namen Alte Pfarrkirche.[1][2][3]

Gründung von Église circulaire de Saas-Balen

Die Kirche steht im Dorf Saas-Balen, am Kirchweg 2. Johann Josef Andenmatten baute sie 1809 bis 1812 anstelle einer älteren Kapelle, aus der sie den Hochaltar, einen Rokokoaltar und ein Retabel übernahm. Die Wahl dieses runden Grundrisses ist nicht erklärt. Sie diente dem Gottesdienst bis zum Bau einer neuen Kirche im Jahr 1958. Im Bundesinventar der Kulturgüter ist sie in der Kategorie A eingetragen.[1][2][3]

Geschichte von Église circulaire de Saas-Balen

erste Hälfte des 18. Jahrhunderts. Für die Vorgängerkapelle entsteht ein traditionelles Retabel mit einem Gemälde der Beweinung Christi.[1]

1744. Der Hochaltar der Kapelle mit seinen Figuren und einer äusserst dramatischen Himmelfahrtsgruppe trägt diese Jahreszahl.[1]

um 1780-1790. Ein Rokokoaltar mit einer Figur des heiligen Josef ergänzt die Ausstattung.[1]

1809-1812. Johann Josef Andenmatten baut die Rundkirche, die 1812 vollendet ist.[1][2]

1958. Eine neue Kirche wird gebaut. Die Rundkirche ist nicht mehr Pfarrkirche.[1][2]

1993-1994. Der Bau wird renoviert.[1]

Historische Orte in Église circulaire de Saas-Balen

Zwei Zylinder. Der hohe Bau vereint zwei verschieden grosse zylindrische Baukörper, Schiff und Chor. Jeder trägt ein flaches Kegeldach auf Konsolen. Die Fassade hat eine Vorhalle toskanischer Ordnung und ein eingebautes Türmchen mit Zwiebelhaube.[1]

Innenraum. Eine volle Kuppel überwölbt das Schiff, der Chor ist gewölbt. Korinthische Pilaster gliedern die Wände. Die Gewölbemalereien könnten von Ignace Broccard stammen. Über dem Eingang liegt eine kleine Empore mit Balustrade, die über eine Aussentreppe erreicht wird.[1]

Altäre. Der Hochaltar von 1744, aus der Vorgängerkapelle übernommen, lehnt sich an jenen der Ringackerkapelle in Leuk an. Dazu kommen ein Rokokoaltar des heiligen Josef (um 1780-1790) und ein Retabel der Beweinung Christi (erste Hälfte des 18. Jahrhunderts).[1]

Quellen

  1. Office fédéral de la protection de la population, Inventaire suisse des biens culturels (PBC), fiche KGS 6967 « Alte Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt » (texte de la Société d'histoire de l'art en Suisse, Kunstführer durch die Schweiz)
  2. Dictionnaire historique de la Suisse, « Saas-Balen » (Paul Martone, trad. Florence Piguet, version du 09.02.2011)
  3. geo.admin.ch, Inventaire PBC, objet 6967 « Rundkirche Mariä Himmelfahrt » (catégorie, adresse et coordonnées)

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