Wappen von Saas-Fee

Saas-Fee

Kanton Wallis · Bezirk: Visp · 1'637 Einwohner (31.12.2025, provisorische Zahl BFS)
Ansicht von Saas-Fee
Foto: Public domain, Wikimedia Commons · Wappen: Gemeinfrei

Herkunft des Namens Saas-Fee

Der Name erscheint 1304 als « Vee ». Der alte französische Name des Ortes ist « Fée ». Woher kommt der Name? Das ist noch offen.[1]

Gründung von Saas-Fee

Pollen- und Holzkohlefunde in einem Moor lassen vermuten, dass Menschen die Gegend bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. aufsuchten. Das Dorf gehört danach zur Grossgemeinde Saas, die zum Meiertum Visp zählt. Um 1300 kaufen die Talbewohner den Blandrate, Grafen von Visp, die Alpen zwischen dem Martiswald und Mattmark ab. Als sich die Grossgemeinde in vier Viertel teilt, regelt der Viertel Saas-Fee mit eigenen Statuten (Bauernzünften) das Dorfleben und die Nutzung von Wäldern, Weiden, Alpen und Jagd. Kirchlich gehört Saas-Fee lange zur Pfarrei Saas mit der Kirche in Saas-Grund. Man lebt weitgehend autark von Viehzucht und Ackerbau, bis Alpinismus und Wintersport das Dorf zu einem grossen Ferienort machen.[1][2]

Geschichte von Saas-Fee

4. Jahrtausend v. Chr.. Pollen- und Holzkohlefunde in einem Moor deuten auf menschliche Präsenz in der Gegend hin.[1]

1291. Die Bewohner des Matter- und des Saastals schliessen mit jenen des Valle Anzasca den sogenannten Monte-Rosa-Frieden, um den Handel über die Pässe zu sichern.[2]

um 1300. Die Talbewohner kaufen den Blandrate, Grafen von Visp, die Alpen zwischen dem Martiswald und Mattmark mit den daran haftenden Herrschaftsrechten ab.[2]

1304. Ersterwähnung als « Vee ».[1]

1392. Die Grossgemeinde Saas teilt sich in vier Viertel: Saas-Balen, Saas-Grund, Saas-Almagell und Saas-Fee.[1][2]

um 1400. Durch Abtrennung von Visp entsteht die Pfarrei Saas mit ihrer Kirche in Saas-Grund.[2]

1456-1763. Der Viertel Saas-Fee regelt das Dorfleben und die Nutzung von Wäldern, Weiden, Alpen und Jagd in Bauernzünften von 1456, 1516, 1538, 1596 und 1763.[1]

1715. Saas-Fee wird Rektorat mit eigenem Seelsorger.[1]

19. Jahrhundert. Ab Anfang des Jahrhunderts besuchen erste Naturforscher das Gletscherdorf.[1]

1854. Erstbesteigung des Strahlhorns.[1]

1880. Eröffnung des ersten Hotels in Saas-Fee.[1]

1893. Saas-Fee trennt sich von der Pfarrei Saas und bildet eine eigene Pfarrei.[1][2]

1894. Bau der ersten Pfarrkirche.[1]

1948. Inbetriebnahme des ersten Skilifts.[1]

1951. Eröffnung der Strasse von Saas-Grund nach Saas-Fee. Danach überholt der Wintertourismus den Sommertourismus.[1]

1963. Die Herz-Jesu-Kirche ersetzt die erste Pfarrkirche.[1]

2000. Das Dorf verzeichnet rund 804'500 Übernachtungen, gegenüber 66'000 im Jahr 1950 und 538'300 im Jahr 1970.[1]

2007. Der bisher ohne Bindestrich geschriebene amtliche Gemeindename soll ab dem 1. Januar Saas-Fee lauten.

2008. Der Ferienort zählt 11'814 Gästebetten.[1]

Bevölkerung von Saas-Fee

Quellen und Referenzen: [1][3]

Bevölkerung von Saas-Fee
1850233 Einwohner
1900280 Einwohner
1950504 Einwohner
20001'454 Einwohner
20101'758 Einwohner
20251'637 Einwohner

Historische Orte in Saas-Fee

Herz-Jesu-Kirche. Pfarrkirche, 1963 als Ersatz für die erste Kirche der Pfarrei erbaut, die 1894 kurz nach der Trennung von der Pfarrei Saas errichtet worden war.[1]

Autofreies Dorf. Trotz des touristischen Aufschwungs nach der Eröffnung der Strasse 1951 sind die Gassen des Dorfes autofrei geblieben.[1]

Skigebiete. Seit dem ersten Skilift von 1948 wurden die Skigebiete in den 1950er und 1960er Jahren mit Ski-, Sessel-, Gondel- und Luftseilbahnen erschlossen.[1]

Quellen

  1. Historisches Lexikon der Schweiz, « Saas-Fee » (Paul Martone, version du 10.02.2020 ; version allemande, la version française n'a pas pu être lue)
  2. Dictionnaire historique de la Suisse, « Vallée de Saas » (Paul Martone, trad. Laurent Auberson, version du 06.01.2012)
  3. Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
  4. geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)

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