Gabi

Kanton Wallis · Bezirk: Brig · Keine veröffentlichte Zahl für den Ort; die Gemeinde Simplon zählt 287 Einwohner (31.12.2025, provisorische Zahl BFS)
Gehört zur Gemeinde Simplon

Herkunft des Namens Gabi

Das Dekret Napoleons vom 7. September 1800 nennt den Ort «Algaby». Die Herkunft des Namens ist unbekannt.[1]

Gründung von Gabi

Gabi ist ein Weiler der Gemeinde Simplon auf 1'228 Metern, an der Südseite des Passes, oberhalb der Gondoschlucht. Seine bekannte Geschichte ist mit der Simplonstrasse verbunden: Das Dekret von 1800 macht Gabi zur Grenze eines Bauabschnitts, danach plant Ingenieur Nicolas Céard hier Galerien und Schutzhäuser. Heute ist Gabi Ausgangspunkt des Weges, der durch die Schlucht nach Gondo hinunterführt.[1][2][3]

Geschichte von Gabi

1736. Weiter unten, im Undru Gstei, erscheint die wohl Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Kapelle «Maria Hilf» in einer Urkunde.[2]

1800. Am 7. September nennt Napoleons Dekret über die Simplonstrasse «Algaby» als Grenze eines Bauabschnitts.[1]

1801. Nicolas Céard schlägt Galerien zwischen Schallbett und Gabi vor. Paris lehnt ab.[1]

1805. Am 9. Oktober wird die Simplonstrasse eröffnet, die durch Gabi führt.[1]

1810. Céard legt ein Projekt für Schutzhäuser zwischen Glis und Gabi vor. Neun Schutzhäuser werden gebaut.[1]

1816. Datierung der Kapelle von Gabi, zehn Jahre nach der Vollendung der Strasse.[1]

1887. Der Bischof ordnet den Abriss der Kapelle im Undru Gstei an. Ihre Grundmauern sind erhalten.[2]

nach 1960. Die Nationalstrasse übernimmt fast die ganze Linienführung, und der Durchstich bei Gabi wird ausgebaut.[1]

Historische Orte in Gabi

Kapelle von Gabi. Auf 1816 datierte Kapelle an der Simplonstrasse.[1]

Distanzsteine der Napoleonstrasse. In Gabi stehen die Distanzsteine der Simplonstrasse noch am ursprünglichen Ort.[1]

Stockalperweg nach Gondo. Von Gabi führt ein 6,3 km langer Weg durch die Schlucht hinunter nach Gondo auf 854 Metern, vorbei an der Kapellenruine im Undru Gstei.[2]

Überreste in Gabi

Kapelle «Maria Hilf» im Undru Gstei. 1736 erwähnte und 1887 auf Anordnung des Bischofs abgebrochene Kapelle. Erhalten sind die Grundmauern.[2]

Quellen

  1. Office fédéral des routes (OFROU), IVS (Inventaire des voies de communication historiques de la Suisse), « VS 1.4 Napoleonstrasse »
  2. Ecomuseum Simplon (Klaus Anderegg), dépliant « Stockalperweg Gondoschlucht »
  3. Dictionnaire historique de la Suisse, « Simplon (commune) » (Renato Arnold, version du 28.11.2011)
  4. Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
  5. geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)

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