
Geschinen
Herkunft des Namens Geschinen
Das Dorf wird 1327 erstmals in der Form « Gessinon » erwähnt. Die Bedeutung des Namens ist unbekannt.[1]
Gründung von Geschinen
Geschinen ist ein geschlossenes Haufendorf im Goms mit zahlreichen Holzbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im Mittelalter lagen die Herrschaftsrechte bei adligen Familien, vor allem den Asperlin. Die Dorfschaft kaufte sie Ende des 14. Jahrhunderts alle los. Sie regelte 1379 mit Münster die Waldnutzung, gab sich 1543 Gemeindestatuten und baute zwischen 1668 und 1714 ihr Gemeindehaus. Zur Pfarrei Münster gehörig, bildete Geschinen von 1893 bis 1947 ein eigenes Rektorat. Eine 1446 erwähnte Theodulskapelle wurde um 1500 durch eine Sebastianskapelle ersetzt, die 1750-1752 neu gebaut wurde. Das wohlhabende Bauerndorf mit stattlichen Gebäuden bezog im Jahr 2000 noch gut ein Viertel seiner Arbeitsplätze aus dem primären Sektor. Von 2004 bis 2016 bildete Geschinen mit Münster die Gemeinde Münster-Geschinen (Fusion vom 1. Oktober 2004), die 2017 in der Gemeinde Goms aufging.[1][2][5]
Geschichte von Geschinen
1327. Erstnennung in der Form « Gessinon ».[1]
1379. Münster und Geschinen regeln die Waldnutzung.[2]
Ende 14. Jahrhundert. Die Dorfschaft kauft alle Herrschaftsrechte los, die vor allem bei den Asperlin lagen.[1]
1395. Urteil im Streit zwischen Ulrichen und Geschinen, Münster und Obergesteln um das Ägenetal.[3]
1446. Erwähnung einer Theodulskapelle.[1]
um 1500. Die Theodulskapelle wird durch eine Sebastianskapelle ersetzt.[1]
1543. Erlass von Gemeindestatuten.[1]
1668-1714. Bau des Gemeindehauses.[1]
1686-1704. Errichtung des heutigen Baus der Wallfahrtskapelle St. Katharina auf dem Wiler.[1]
1750-1752. Bau der heutigen Sebastianskapelle.[1]
1893-1947. Geschinen bildet innerhalb der Pfarrei Münster ein eigenes Rektorat.[1]
2000. Der primäre Sektor stellt noch gut ein Viertel der Arbeitsplätze.[1]
2004. Am 1. Oktober fusioniert Geschinen mit Münster zur Gemeinde Münster-Geschinen.[1][2][5]
2017. Münster-Geschinen fusioniert mit Blitzingen, Grafschaft, Niederwald und Reckingen-Gluringen zur Gemeinde Goms.[1][2]
Bevölkerung von Geschinen
Quellen und Referenzen: [1]
| 1850 | 130 |
| 1900 | 88 |
| 1950 | 108 |
| 2000 | 65 |
Historische Orte in Geschinen
Wallfahrtskapelle St. Katharina. Auf dem Wiler bei Geschinen; im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt, 1686-1704 neu gebaut.[1]
Sebastianskapelle. Sie ersetzte um 1500 eine 1446 erwähnte Theodulskapelle. Der heutige Bau stammt von 1750-1752.[1]
Gemeindehaus. Zwischen 1668 und 1714 errichtet, inmitten eines Haufendorfs mit zahlreichen Holzbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert.[1]
Lawinendamm. Der Lawinendamm von Geschinen wurde mit Aushub aus dem Rückbau des 1999 aufgehobenen Militärflugplatzes Ulrichen errichtet.[3]
Quellen
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Geschinen » (Philipp Kalbermatter, version du 08.02.2017, version allemande)
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Münster (VS) » (Robert Walpen, version du 08.02.2017, version allemande)
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Ulrichen » (Alois Grichting, version du 05.01.2017, version allemande)
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Münster-Geschinen » (version du 13.01.2017)
- Office fédéral de la statistique, Répertoire officiel des communes, mutation n° 2301 (01.10.2004)
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
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