Wappen von Gluringen

Gluringen

Kanton Wallis · Bezirk: Goms · 161 Einwohner (2000, ehemalige Gemeinde Gluringen, letzte Zahl vor der Fusion)
Gehört zur Gemeinde Goms
Ansicht von Gluringen
Foto: Manuel Schmalstieg, CC BY 4.0, Wikimedia Commons · Wappen: Gemeinfrei

Herkunft des Namens Gluringen

Erstnennung 1203 in der Form « Gluringen ». Die Etymologie ist ungeklärt.[1]

Gründung von Gluringen

Gluringen ist ein lockeres Haufendorf an der leicht ansteigenden Nordflanke des Rhonetals im Goms. Die Siedlung entstand vermutlich aus einem alemannischen Einzelhof. Das Dorf gehört zum Viertel Grafschaft des Zenden Goms, das ein Freigericht innerhalb des Goms bildet. Die Gemeinde erhält Satzungen, und Gewalthaber (« Gewalthaber ») werden erwähnt. Zunächst zur Pfarrei Münster, dann zur Pfarrei Biel gehörig, erhält Gluringen eine Kapelle, ein Pfarrhaus und dann seine Kirche, bevor es Rektorat und Pfarrei wird. Land- und Alpwirtschaft prägen das Leben bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts; Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Dorf an die Kantonsstrasse angeschlossen. Heute ergänzt der Tourismus (Ferienlager, 400 Fremdenbetten) die Wirtschaft. Von 2004 bis 2016 bildet Gluringen mit Reckingen die Gemeinde Reckingen-Gluringen, die danach in der Gemeinde Goms aufgeht.[1][2][3]

Geschichte von Gluringen

1203. Erstnennung in der Form « Gluringen ».[1]

um 1367. Das Viertel Grafschaft, zu dem Gluringen gehört, bildet ein Freigericht innerhalb des Goms.[1]

1428-1442. Bau der Theodulskapelle.[1]

1470. Die Gemeinde erhält Satzungen, die bis 1751 mehrmals erneuert werden.[1]

1544. Erste Erwähnung von Gewalthabern.[1]

1640. Neubau der Kapelle.[1]

1670-1698. Gluringen wechselt von der Pfarrei Münster zur Pfarrei Biel (1670/1698).[1]

1700. Bau des Pfarrhauses.[1]

1736. Bau der heutigen Kirche der hl. Dreifaltigkeit.[1]

1737. Gluringen wird Rektorat.[1]

1798. Ende der Zugehörigkeit zum Viertel Grafschaft des Zenden Goms.[1]

1914. Anschluss an die Furka-Oberalp-Bahn.[1]

1920. Gluringen wird eigene Pfarrei.[1]

1947. Die Armee richtet einen Flabschiessplatz ein.[1]

2001. Gründung der Bio-Bergkäserei Goms.[1]

2004. Schliessung der Werkstätte des EMD bzw. der Ruag; am 1. Oktober fusioniert Gluringen mit Reckingen zur Gemeinde Reckingen-Gluringen.[1][2][3]

2017. Reckingen-Gluringen fusioniert mit Blitzingen, Grafschaft, Münster-Geschinen und Niederwald zur Gemeinde Goms.[1][2]

Bevölkerung von Gluringen

Quellen und Referenzen: [1]

Bevölkerung von Gluringen
181698
1850126
1900113
1950130
2000161

Historische Orte in Gluringen

Kirche der hl. Dreifaltigkeit. 1736 erbaut, Nachfolgerin einer Theodulskapelle von 1428-1442, die 1640 neu gebaut wurde; 1737 Rektorat, 1920 Pfarrei.[1]

Flabschiessplatz. 1947 von der Armee eingerichtet und vom VBS betrieben.[1][2]

Bio-Bergkäserei Goms. 2001 in Gluringen gegründete biologische Bergkäserei.[1]

Quellen

  1. Historisches Lexikon der Schweiz, « Gluringen » (Philipp Kalbermatter, version du 13.01.2017, version allemande)
  2. Dictionnaire historique de la Suisse, « Reckingen (VS) » (Robert Walpen, trad. Florence Piguet, version du 13.01.2017)
  3. Office fédéral de la statistique, Répertoire officiel des communes, mutation n° 2302 (01.10.2004)
  4. geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)

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