Gorges de la Jogne

Stätte Kanton Freiburg · Bezirk: Gruyère · Unbewohnte Stätte (Gemeinde Broc)
Gehört zur Gemeinde Broc

Herkunft des Namens Gorges de la Jogne

Die Schlucht trägt den Namen der Jogne, des Flusses, der sie am Grund des gleichnamigen Tals zwischen Broc und Châtel-sur-Montsalvens durchfliesst.[1][6]

Gründung von Gorges de la Jogne

Die Schlucht öffnet sich zwischen Broc und Châtel-sur-Montsalvens, am Fuss der Staumauer von Montsalvens, die das Tal der Jogne abschliesst. Der Weg durch die Schlucht verbindet Broc mit dem Lac de Montsalvens: rund eine Stunde Fussmarsch vom Kraftwerk Broc bis zur Staumauer, die seine Turbinen speist. Polierte Steinstufen führen in die Enge hinab. Der Weg führt über Holzbrücken, durch Tunnel und Felsgalerien, enge Spalten und an einer Kletterwand vorbei. Die Schlucht ist jeden Winter geschlossen und seit 2025 nach Stein- und Baumschlag gesperrt.[1][2][5][6][8]

Geschichte von Gorges de la Jogne

1918. Die Freiburgischen Elektrizitätswerke beginnen mit dem Bau der Staumauer von Montsalvens am oberen Ende der Schlucht.[2][4]

1921. Nach drei Jahren Bauzeit wird die Staumauer eingeweiht (nach einer anderen Quelle 1920-1921 vollendet). Ihr 70 Hektar grosser See speist fortan das im selben Jahr eingeweihte Kraftwerk Broc.[1][2][3][6]

1990. Das Informationszentrum Electrobroc öffnet im Kraftwerk Broc, am Ausgangspunkt des Schluchtwegs.[8][9]

2025. Am 20. Mai beschliessen Broc, Val-de-Charmey, Châtel-sur-Montsalvens und Crésuz, die Schlucht das ganze Jahr und dann bis auf Weiteres geschlossen zu halten: Geröll und umgestürzte Bäume haben den Weg versperrt und gefährden die Wanderer.[1][5]

Historische Orte in Gorges de la Jogne

Staumauer von Montsalvens. Sie ist 52 m hoch, an der Krone 110 m lang und erforderte 26'000 m³ Beton. Sie gilt als erste Bogenmauer Europas mit horizontaler und vertikaler Krümmung, berechnet vom Ingenieur Alfred Stucky (oder Heinrich Eduard Gruner). Die Fallhöhe beträgt je nach Seestand 96 bis 122 m, und das von ihr gespeiste Kraftwerk versorgt über 13'000 Haushalte. Ihre Nordhälfte liegt in Châtel-sur-Montsalvens, ihre Südhälfte in Broc, und sie ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft.[1][2][3][4][7]

Schluchtweg. Der familientaugliche Weg, in beiden Richtungen begehbar, führt von der Staumauer zwischen bemoosten Felsen nach Broc hinunter. Er ist bis auf Weiteres gesperrt. Als Umweg dient der Sentier des patrimoines de la Jogne von Charmey nach Broc über Châtel-sur-Montsalvens.[1][5][8]

Kraftwerk Broc und Electrobroc. Das Wasserkraftwerk Broc am Ende der Schlucht ist noch in Betrieb. Es beherbergt das Informationszentrum der Groupe E mit Führungen und einem Aussenrundgang mit zehn Tafeln.[8][9]

Lac de Montsalvens. Der 70 Hektar grosse Stausee hinter der Mauer erstreckt sich oberhalb der Schlucht am Grund des Jogne-Tals.[2][6]

Quellen

  1. Suisse Tourisme (MySwitzerland), « Gorges de la Jogne »
  2. Parc naturel régional Gruyère Pays-d'Enhaut, Signalétique patrimoniale de la Jogne, « Montsalvens Dam »
  3. Parc naturel régional Gruyère Pays-d'Enhaut, Signalétique patrimoniale de la Jogne, « Hydroelectric know-how »
  4. Réseau des parcs suisses (parks.swiss), « Barrage de Montsalvens »
  5. Région de Fribourg, « Gorges de la Jogne fermées : le sentier des patrimoines comme alternative » (20.05.2025)
  6. Dictionnaire historique de la Suisse, « Châtel-sur-Montsalvens » (Patrice Borcard), version du 14.07.2005
  7. Office fédéral de la protection de la population, « Révision Inventaire PBC 2021 : Liste cantonale Canton de FR » (état au 1.1.2026)
  8. Région de Fribourg, « Electrobroc »
  9. Association des musées suisses (museums.ch), « Electrobroc »

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