Geschichte der Dörfer im Bezirk Greyerz (Freiburg)

Die 60 dokumentierten Orte im Bezirk Greyerz im Kanton Freiburg. Jede Seite zeigt die Herkunft des Namens, die wichtigsten Etappen der Geschichte und die Überreste, mit Quellen.

Städte und Dörfer 51

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Albeuve

Am 20. Juli 1876 zerstört ein Brand mehr als 160 Häuser von Albeuve, dazu Kirche und Pfarrhaus. Nur fünf Häuser bleiben stehen.

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Avry-devant-Pont

1798 errichten die revolutionären Milizen der Umgebung und die Waadtländer in Avry ein Lager, das « le poste invincible » genannt wird, bevor sie gegen Freiburg ziehen.

FR · Fusion 2004

Bas-Intyamon

Die Fusion im unteren Intyamon war zu viert geplant und verliert am 5. Juni 2003 Grandvillard. Drei Monate später nehmen Estavannens und Villars-sous-Mont sie ohne Gegenstimme an.

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Botterens

Die Ansiedlung der Schokoladenfabrik Broc 1898 lässt Botterens von 119 Einwohnern im Jahr 1900 auf 213 im Jahr 1920 wachsen.

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Broc

Die Schokoladenfabrik Cailler lässt sich 1898 mit 76 Arbeitern in Broc nieder. 1930 beschäftigt sie 1'796.

FR · Stadt

Bulle

1195/1196 anerkennt der Graf von Greyerz das Alter des Markts von Bulle, zum Nachteil jenes von Gruyères. Am 2. April 1805 zerstört ein Brand fast den ganzen Ort.

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Cerniat

In Cerniat entstand 1295 die Kartause La Valsainte, das einzige Kartäuserkloster der Schweiz. Das oft von Bränden heimgesuchte Dorf verlor zu Beginn des 18. Jahrhunderts seine Pfarrbücher.

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Charmey

Um 1780 bringt das Handelshaus Pettolaz frères et neveux aus Charmey mit dem Export von Greyerzerkäse bis nach Lyon ein Kapital von 500'000 bis 600'000 Talern zusammen.

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Châtel-sur-Montsalvens

1388 befreit Graf Rudolf IV. von Greyerz die Einwohner von Châtel-sur-Montsalvens von der toten Hand. Das Dorf war zwischen dem Haus Greyerz und den Herren von Corbières geteilt.

FR · Stadt

Corbières

1731 wird Catherine Repond, genannt Catillon, im Schloss Corbières verhört. Wegen Hexerei verurteilt, ist sie die letzte Freiburgerin, die dafür hingerichtet wird.

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Crésuz

Crésuz weiht 1647 seine Kirche St. Franziskus. 1667 zerstört ein Brand das Dorf, und die Kirche wird 1670 neu gebaut.

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Echarlens

1349 überfällt der Herr von Everdes die Witwe eines Freiburger Schultheissen. Freiburg und Bern zerstören zur Vergeltung seine Burg, die gegenüber Corbières über der Saane lag.

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Enney

Fast 700 Jahre lang gehörte Enney zur Pfarrei Greyerz. Erst 1947 erhielt es eine eigene, als seine Kapelle von 1619 zur Pfarrkirche wurde.

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Epagny

Am Fuss von Greyerz kamen in Epagny 1913-1915 beim Ausheben der Fundamente des Waisenhauses Duvillard rund fünfzehn Gräber der Latènezeit ans Licht. Seit 1963 liegt der Flugplatz der Gruyère in seiner Ebene.

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Estavannens

Im Fossard d'Enbas hat Estavannens eine Nekropole mit zwei Grabhügeln der älteren Eisenzeit freigegeben. Das Dorf feiert seit 1956 Poya-Feste.

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Grandvillard

1388 kaufen die Einwohner von Grandvillard dem Grafen Rudolf IV. das Recht der toten Hand ab. Ihr Dorf bewahrt das Bannerherrenhaus, erbaut 1659 bis 1666.

FR · Stadt

Gruyères

Gruyères war bis 1555 Hauptort einer Grafschaft, bis zum Konkurs des letzten Grafen Michel. Innerhalb der Mauern zählt das Städtchen 2023 nur noch 63 Einwohner.

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Gumefens

Die Gräberfelder von Pra-Perrey und Sus-Fey lieferten latènezeitliche Kriegergräber mit Schwert und Lanze sowie Frauengräber mit Armringen aus Eisen, Bronze und Glas.

FR · Fusion 2002

Haut-Intyamon

Im Mai 2000 ziehen 56 % der Einwohner des Intyamon zwei Gemeinden einer einzigen vor. Albeuve, Lessoc, Montbovon und Neirivue bilden am 1. Januar 2002 die erste, Haut-Intyamon.

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Hauteville

Von 1137 bis 1232 bewirtschaften die Prämonstratenser von Humilimont in Hauteville einen grossen Hof mit Scheune und Kapelle. Die Kirche Saint-Étienne trat um 1620 an die Stelle dieser Kapelle.

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Im Fang

Um den Leuten von Im Fang den Weg durch den Schnee nach Jaun zu ersparen, liess Pfarrer Johann Jakob Zurkinden ihre Kirche St. Joseph bauen, geweiht am 19. März 1871.

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Jaun

1635 versucht Jaun, sich zur unabhängigen Republik zu erklären. Der Fehlschlag kostet das Dorf seine Privilegien, seine Allmenden und bis um 1800 eine Abgabe von 35 Talern im Jahr.

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La Roche

Im 13. Jahrhundert lassen sich alemannische Siedler in La Roche nieder, dem alten « Zurflüh ». Bis Ende des 17. Jahrhunderts spricht man hier Deutsch.

FR · Stadt

La Tour-de-Trême

Die Grafen von Greyerz gründeten La Tour-de-Trême gegenüber Bulle, dem Besitz des Bischofs von Lausanne. Von ihrem 1349 zerstörten Schloss steht nur noch ein viereckiger Turm.

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Le Bry

Le Bry, Weiler der einstigen Herrschaft Pont, gab von 1970 bis 2003 einer Gemeinde den Namen, bevor der Greyerzersee es zum Hafen für die Überfahrt zur Île d'Ogoz machte.

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Le Pâquier

1539 schliessen sich die Gemeindegenossen von Le Pâquier, Les Chavonnes und Les Carrets zu einer Landgemeinde zusammen. Erst 1827 trennen sie sich von La Tour-de-Trême.

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Le Pâquier-Montbarry

Beim Bad Montbarry, seit dem späten 18. Jahrhundert betrieben, wird 1892 ein Grand Hôtel Kurhaus erwähnt. Die Schwestern der Retraite chrétienne kaufen das Bad 1928, und 1936 lassen sich Karmelitinnen in Le Pâquier nieder.

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Les Sciernes-d'Albeuve

Am Fuss der Dent de Lys bewahrt der Weiler Les Sciernes-d'Albeuve eine Heiliggeistkapelle von 1635 und den Rosaire, ein Präventorium von 1930, von Guido Meyer als siebenstöckige Pyramide entworfen.

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Lessoc

Die gedeckte Brücke von Lessoc trägt die Jahreszahl 1667, eingeschnitzt in einen Eichenbalken. Auf dem Platz steht der achteckige Brunnen von 1796, ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.

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Marsens

Marsens verdankt seinen Namen dem Mars: Auf seinem Gebiet stand ein gallorömischer Tempel des Mars Caturix, der um 260 zerfiel.

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Maules

Schon 930 überlässt die Abtei Saint-Maurice einem gewissen Turimbert Land in Maules, damals « Molas » genannt. Seine Torfmoore, bis um 1982 abgebaut, sind seit 1991 geschützt.

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Moléson-sur-Gruyères

Vom Architekten William Dunkel für 3'000 Betten erträumt, eröffnete die Station Moléson-sur-Gruyères 1963 ihre Bahnen, wurde 1976 von 90 % ihrer Schulden bei den Gläubigern befreit und lebte mit den Chalets der Brüder Micheloud wieder auf.

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Montbovon

Am Fuss des Jamanpasses zogen die Käsekarawanen auf dem Weg zum Genfersee durch Montbovon. Sein 1896 gegründetes Elektrizitätswerk zog eine Karbidfabrik, eine Gerberei und eine Giesserei an.

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Morlon

1948 versinkt der untere Teil von Morlon im neuen Greyerzersee. Schon 1655, 1845, 1891 und 1900 hatten Brände das Dorf verwüstet.

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Neirivue

Neirivue brannte dreimal, 1791, 1812 und am 19. Juli 1904. An diesem Tag zerstörte das Feuer fast das ganze Dorf, und die Kirche musste neu gebaut werden.

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Pont-en-Ogoz

Der Name der Gemeinde geht auf ein befestigtes Städtchen des 13. Jahrhunderts zurück, das im 16. Jahrhundert verlassen wurde. Seit dem Aufstau des Greyerzersees 1948 bilden seine Ruinen die Insel Ogoz.

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Pont-la-Ville

Die 1544 aus Stein über die Saane gebaute Brücke von Thusy verschwand 1948 in den Fluten. Von der 1148 erwähnten alten Kirche ist nur der Chor am Seeufer geblieben.

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Pringy

Pringy, ein Dorf der Gemeinde Gruyères, eröffnete 1969 eine der ersten Schaukäsereien der Schweiz. Seit 2000 empfängt hier La Maison du Gruyère die Besucher.

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Riaz

1253, im Krieg gegen Savoyen, brennen die Freiburger Riaz nieder, ein Besitz der Bischöfe von Lausanne. Seit 1886 beherbergt das Dorf das Bezirksspital.

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Romanens

Ein burgundisches Gräberfeld in Romanens lieferte tauschierte Gürtelschnallen. Traditionell lebte das Dorf von Ziegeln, Strohflechterei und Küferei.

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Rueyres-Treyfayes

Im 15. Jahrhundert bildet dieses Dorf am Gibloux eine eigene kleine Herrschaft, die nacheinander den Esseiva, ab 1585 den von der Weid und dann den Gottrau gehört.

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Sâles

1177 zählt Papst Alexander III. die « Cella de Sale » zu den Besitzungen des Hospizes auf dem Grossen St. Bernhard. Seit 1977 baut Bumotec SA hier Werkzeugmaschinen.

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Sorens

In Les Gauderons kam ein beheiztes, mit Wandmalereien geschmücktes römisches Gebäude aus der Zeit von 160 bis 220 n. Chr. zum Vorschein. Sorens wurde erst 1861 Pfarrei.

FR · Fusion 2014

Val-de-Charmey

Im Mai 2010 lehnen Crésuz und Châtel-sur-Montsalvens eine Fusion zu viert ab. Cerniat und Charmey schliessen sich zu zweit zusammen und werden am 1. Januar 2014 zu Val-de-Charmey.

FR · Stadt

Vaulruz

1322 befreit Ludwig II. von Savoyen Vaulruz von der toten Hand und verleiht ihm die Freiheiten von Moudon. Im Wettbewerb mit Romont und Bulle bleibt der Ort dennoch ein Dorf.

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Villarbeney

Fast ein Jahrhundert lang, von 1887 bis 1982, teilen Villarbeney und Botterens einen gemeinsamen Gemeinderat, bevor sie 2006 endgültig fusionieren.

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Villars-d'Avry

Am Fuss des Gibloux zählte Villars-d'Avry 1960 nur noch 33 Einwohner. Seine Kapelle der Heimsuchung wurde 1793 geweiht.

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Villars-sous-Mont

In Villars-sous-Mont markiert die 1701 erbaute Kapelle de la Dâda den Standort der alten Pfarrkirche von Grandvillard.

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Villarvolard

Catherine Repond, genannt Catillon, Bettlerin aus Villarvolard, wird 1731 in Freiburg als Hexe hingerichtet. Der Freiburger Grosse Rat rehabilitiert sie 2009 moralisch.

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Vuadens

516 schenkt der Burgunderkönig Sigismund Vuadens der Abtei Saint-Maurice. Von 1914 bis 1991 stellt die Fabrik Guigoz hier Milchpulver her.

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Vuippens

Vuippens, Mitte des 13. Jahrhunderts von Ulrich de Vuippens gegründet und eine der zehn «Städte» des Greyerzerlandes, wird 1349 im Krieg von Everdes von Freiburg mit Hilfe Berns niedergebrannt.

Stätten 9

FR · Stätte

Abbaye d'Humilimont

Um 1136-1141 von Wilhelm II. von Corbières gegründet, wurde die Prämonstratenserabtei Humilimont 1580 aufgehoben und ihr Besitz dem Jesuitenkollegium in Freiburg übergeben.

FR · Stätte

Chartreuse de la Part-Dieu

1307 von Gräfin Guillemette de Grandson als Grabstätte der Grafen von Gruyère gestiftet, beherbergte die Part-Dieu bis 1848 Kartäuser.

FR · Stätte

Chartreuse de la Valsainte

1295 von den Herren von Corbières gegründet, 1778 aufgehoben und 1863 bis 1868 neu gebaut, ist die Valsainte die einzige noch bestehende Kartause der Schweiz.

FR · Stätte

Château de Gruyères

1244 erstmals erwähnt und bis 1554 Sitz der Grafen, beherbergte das Schloss Gruyères danach die Landvögte und mit den Brüdern Bovy die erste Künstlerkolonie der Schweiz.

FR · Stätte

Château de Montsalvens

1274 von Peter II. von Gruyère zum Schutz des Eingangs ins Jauntal befestigt, wurde die Burg Montsalvens 1407 bei einem Berner Raubzug zerstört.

FR · Stätte

Château de Vuippens

1777-1780 auf den Fundamenten des Bergfrieds der Herren von Vuippens erbaut, gilt das Landvogteischloss als letzter Herrschaftssitz, der unter dem Ancien Régime entstand.

FR · Stätte

Gorges de la Jogne

Unterhalb der 1921 eingeweihten Staumauer von Montsalvens, die als erste doppelt gekrümmte Bogenmauer Europas gilt, fliesst die Jogne durch ihre Schlucht bis zum Kraftwerk von Broc.

FR · Stätte

Île d'Ogoz

Im Mittelalter Burg der Herren von Pont, Städtchen und Kapelle: Der Hügel von Ogoz wurde 1948 zur Insel, als der Greyerzersee die Saaneschlaufe um ihn herum überflutete.

FR · Stätte

Lac de la Gruyère

Der Greyerzersee entstand im Frühjahr 1948 durch den Aufstau der Staumauer von Rossens. Er fasst bis zu 200 Millionen m³ Saanewasser und machte das alte Städtchen Pont zur Insel.