Kleinbösingen

Kanton Freiburg · Bezirk: Lac · 698 Einwohner (31.12.2025)

Herkunft des Namens Kleinbösingen

Das Dorf erscheint 1264 als « Balsingen lo pitet », dann 1264-1265 als « Besingen ». Man findet « Zänerbösingen » 1584 und « Welschbösingen » im 18. Jahrhundert. Der Name ist nicht gedeutet.[1]

Gründung von Kleinbösingen

Kleinbösingen liegt am linken Ufer der Saane, am Ende des Schiffenensees, zwischen Murten (Morat) und Freiburg. Das Dorf gehörte stets zur Pfarrei Gurmels (Cormondes).[1]

Geschichte von Kleinbösingen

1264. Das Dorf erscheint in den Schriftquellen als « Balsingen lo pitet ».[1]

Mittelalter. Die Johanniterkomturei Freiburg besitzt in Kleinbösingen ein Lehen und bezieht dort Zinsen.[1]

Bis 1798. Kleinbösingen gehört zur Alten Landschaft Freiburgs.[1]

1798-1803. Das Dorf wird dem Bezirk Murten zugeteilt.[1]

1803-1847. Es gehört bis 1830 zum Bezirk Freiburg, dann von 1831 bis 1847 zum Deutschen Bezirk.[1]

1848. Kleinbösingen kommt zum Seebezirk.[1]

1883-1982. Kleinbösingen und Liebistorf haben eine gemeinsame Verwaltung.[1]

1940er Jahre. Die Saane wird beim Dorf kanalisiert.[2]

1960. Der Bau der Staumauer Schiffenen beendet die natürliche Dynamik des Flusses.[2]

1960er Jahre. Im alten Saanebett, im Auried, wird Kies abgebaut. Der Abbau schafft wieder auenähnliche Verhältnisse.[2]

1981. Pro Natura kauft das Auried der Gemeinde ab (oder 1980), mit dem Erlös des Schoggitalers, und richtet ein 15 ha grosses Naturschutzgebiet ein.[1][2]

1980er Jahre. Die neuen Quartiere Bergacher und Grueneburg entstehen. Der Dorfkern bewahrt seinen bäuerlichen Charakter.[1]

1997. Im Schutzgebiet beginnen Highlandrinder zu weiden. Im selben Jahr siedelt sich der Kiebitz als Brutvogel an.[2]

Bevölkerung von Kleinbösingen

Quellen und Referenzen: [1][3]

Bevölkerung von Kleinbösingen
1811100
1850299
1900256
1950267
2000506
2025698

Historische Orte in Kleinbösingen

Naturschutzgebiet Auried. Ehemalige Kiesgrube von rund 15 ha an der Saane, im Besitz von Pro Natura. Man beobachtet hier Kiebitz, Zwergdommel, Drosselrohrsänger und Nachtigall. Der bedrohte Kammmolch lebt hier mit Gelbbauchunke und Laubfrosch, von dem im Frühling über 200 Rufer zu hören sind.[1][2]

Dorfkern. Der Dorfkern hat seinen bäuerlichen Charakter unversehrt bewahrt.[1]

Überreste in Kleinbösingen

Hallstattzeitliches Gräberfeld. Auf dem Gemeindegebiet wurde ein Gräberfeld der Hallstattzeit festgestellt.[1]

Römischer Gutshof. Das Gebiet lieferte auch die Reste eines gallorömischen Gutshofs.[1]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Kleinbösingen » (Eveline Seewer, version du 20.08.2007)
  2. Pro Natura Fribourg, « Auried », petit guide naturaliste d'une réserve de Pro Natura
  3. Service de la statistique du canton de Fribourg (SStat), « Population des communes, de 1900 à 2025 » (T01-02-03), population résidante permanente au 31.12.2025

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