Lovens
Herkunft des Namens Lovens
Der Name Lovens soll germanischen Ursprungs sein und auf einen Personennamen wie Lauba oder Lobo zurückgehen. Man hat ihn auch mit dem lateinischen lupus, dem Wolf, in Verbindung gebracht, wie den von La Louvière in Belgien.[1]
Gründung von Lovens
Lovens gehört im Mittelalter zur Herrschaft Montagny, einer Vasallin Savoyens, bevor es an Freiburg kommt. Das Dorf gehört zur Pfarrei Onnens. Ein Teil des Waldes von La Brillaz liegt auf seinem Gebiet, und der Ton aus dem Moor von Nex belieferte lange die benachbarte Ziegelei von Lentigny. Lovens liegt heute in der Gemeinde La Brillaz (Fusion von 2001).[1][2][3]
Geschichte von Lovens
1442. Lovens gehört zur Herrschaft Montagny, einer Vasallin Savoyens.[1]
1477. In den Burgunderkriegen (1474-1477) an Freiburg gekommen, wird das Dorf Teil der in diesem Jahr geschaffenen Freiburger Vogtei Montagny.[1]
1848. Der Saanebezirk vereint Lovens, Onnens und Lentigny. Lovens hat damals wie Onnens eine eigene Schule.[1][4]
1860. Die Schule von Lovens zählt 15 Knaben und 13 Mädchen. Ihr Lokal wird als « sehr gut » beurteilt, ihr Lehrer in die erste Kategorie eingestuft.[1]
1905. Da der Ton in Lentigny zur Neige geht, verbindet eine Seilbahn Lovens mit der Ziegelei, um den Ton aus dem Moor von Nex heranzuführen.[1][4]
1947. Die Bürger von Lovens verlangen eine direkte Strasse nach Onnens. Auf 90'000 Franken geschätzt, erscheint sie den Leuten von Onnens unbezahlbar.[1]
1950. Lovens verlässt den Schulkreis und weiht eine eigene Schule mit rund 25 Schülern ein.[1]
1963. Als zu wenig rentabel beurteilt, schliesst die Schule, und die Kinder gehen wieder nach Onnens.[1]
2001. Am 1. Januar bilden Lovens, Lentigny und Onnens die Gemeinde La Brillaz, aufgrund eines Dekrets vom 16. November 2000.[5]
Historische Orte in Lovens
Wald von La Brillaz. Grösstenteils auf dem Gebiet von Prez und zum Teil auf dem von Lovens gelegen, gab er wie die gleichnamige Kapelle der heutigen Gemeinde ihren Namen.[2]
Moor von Nex. Von hier kam ab 1905 der Ton für die Ziegelei von Lentigny, mit einer Seilbahn befördert.[1]
Quellen
- Commune de La Brillaz, « Historique » (Jean-Marie Barras et Christine Barras, octobre 2023)
- Commune de La Brillaz, « Histoire »
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Onnens (FR) » (Marianne Rolle, version du 02.12.2010)
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Lentigny » (Marianne Rolle, version du 15.05.2006)
- État de Fribourg, « Liste chronologique des fusions, divisions et changements de nom des communes » (RSF 141.1.2), législation fribourgeoise
- Service de la statistique du canton de Fribourg (SStat), « Population des communes, de 1900 à 2025 » (T01-02-03)
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