Mont-Tramelan
Herkunft des Namens Mont-Tramelan
Der Ort erscheint 1647 als « la Montagne ». Anfang des 17. Jahrhunderts spricht man auch von den « Montagnes de la paroisse de Tramelan ».[1]
Gründung von Mont-Tramelan
Mont-Tramelan ist eine Streusiedlung über 1000 Metern mit den Weilern Les Fontaines, La Paule und Les Places. Um 1570 nimmt der Fürstbischof von Basel hier, in diesem Teil seiner Vogtei Erguel, Täufer aus dem Emmental auf. Anfang des 17. Jahrhunderts gründen Neuenburger Familien die Gemeinschaft der Montagnes, die der Bischof 1685 anerkennt. Kirchlich gehörten die Montagnes stets zu Tramelan, das 1530 die Reformation annahm. Mit der Industrialisierung verliessen die französischsprachigen Familien ihre Höfe für Uhrmacherei, Handwerk und Handel. Im Jahr 2000 sind 70,7 % der Einwohner deutschsprachig. Die Landwirtschaft bleibt die wichtigste Erwerbsquelle.[1]
Geschichte von Mont-Tramelan
Um 1570. Der Fürstbischof von Basel gewährt Täufern aus dem Emmental in diesem Teil des Erguel Zuflucht.[1]
Anfang 17. Jahrhundert. Neuenburger Familien gründen die Gemeinschaft der Montagnes de la paroisse de Tramelan.[1]
1647. Der Ort wird als « la Montagne » bezeichnet.[1]
1685. Der Bischof anerkennt die Gemeinschaft (1686 nach einer anderen Quelle).[1][2]
1798-1814. Unter französischer Herrschaft bildet Mont-Tramelan eine Gemeinde.[1]
1815. Die Gemeinde kommt zum Kanton Bern.[1]
1897. Die ehemalige private Täuferschule wird eine öffentliche Schule mit deutscher Unterrichtssprache.[1]
1938. Das Syndicat des eaux des Franches-Montagnes beginnt, die meisten Höfe von einem Pumpwerk in Cortébert aus mit Wasser zu versorgen.[1]
1942. Deutsch wird Amtssprache der Gemeinde. Dieser Entscheid verstösst gegen das Territorialitätsprinzip und verschärft die Jurafrage.[1]
1953. Ein neues Schulhaus wird gebaut.[1]
Bevölkerung von Mont-Tramelan
Quellen und Referenzen: [1][3]
| 1726 | 195 |
| 1850 | 169 |
| 1900 | 149 |
| 1950 | 134 |
| 2000 | 116 |
| 2025 | 114 |
Historische Orte in Mont-Tramelan
Weiler. Les Fontaines, La Paule und Les Places bilden die Streusiedlung der Gemeinde über 1000 Metern.[1]
Schulhaus. 1953 erbaut.[1]
Quellen
- Historisches Lexikon der Schweiz / Dictionnaire historique de la Suisse, « Mont-Tramelan » (Christine Gagnebin-Diacon), version du 21.05.2008 (texte allemand)
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Tramelan » (Christine Gagnebin-Diacon), version du 30.05.2012
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, population résidante permanente au 31.12.2025
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