Étang de la Gruère

Stätte Kanton Jura · Bezirk: Franches-Montagnes · Unbewohnte Stätte (Gemeinde Saignelégier)
Gehört zur Gemeinde Saignelégier
Ansicht von Étang de la Gruère
Foto: Dietrich Michael Weidmann, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Herkunft des Namens Étang de la Gruère

Der Name soll an die « gruaux » (Hafergrütze) erinnern, in Verbindung mit der Mühle, die der Weiher antrieb.

Gründung von Étang de la Gruère

Der Étang de la Gruère ist ein künstliches Gewässer: Im 17. Jahrhundert wurde ein Damm gebaut, um das Wasser zu stauen und eine Mühle anzutreiben, die später durch eine Sägerei ersetzt wurde. Er liegt inmitten eines Hochmoors, das sich seit dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 12'000 Jahren gebildet hat. Der Weiher selbst liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Saignelégier (Kanton Jura). Das umgebende Naturschutzgebiet und die Moorlandschaft erstrecken sich auch auf Le Bémont und Montfaucon (Jura) sowie auf Tramelan (Kanton Bern). Das Schutzgebiet wurde 1943 auf Initiative der Naturalistes francs-montagnards geschaffen.[1][2][3]

Geschichte von Étang de la Gruère

Vor rund 12'000 Jahren. Nach den grossen Eiszeiten beginnt sich Torf anzusammeln. Er erreicht stellenweise 9 Meter Mächtigkeit.[1]

17. Jahrhundert. Bau eines Damms, der den Weiher entstehen lässt, um eine Mühle anzutreiben, die später durch eine Sägerei ersetzt wird.[1][2]

1943. Schaffung des Naturschutzgebiets auf Initiative der Naturalistes francs-montagnards.[1]

Um 1955. Ende des Torfabbaus.[1]

1987. Annahme der Rothenthurm-Initiative, die die Schweizer Hochmoore unter vollständigen Schutz stellt.[1]

1992. Gründung des Centre Nature Les Cerlatez, das den Schutzgebieten der Gruère und der Royes gewidmet ist.[3]

1996. Aufnahme des Étang de la Gruère (Objekt Nr. 7) in das Bundesinventar der Moorlandschaften von nationaler Bedeutung.[2]

Historische Orte in Étang de la Gruère

Étang de la Gruère. Im 17. Jahrhundert durch einen Damm angelegtes Gewässer, im Herzen eines Naturschutzgebiets von rund 120 Hektaren.[1]

Hochmoor. Hochmoor von 56 Hektaren und nationaler Bedeutung, in 12'000 Jahren entstanden. In den früher abgebauten Zonen bleiben nur noch rund 3 Meter Torf.[1]

Überreste in Étang de la Gruère

Reste der Mühle. Die Reste der ehemaligen, vom Weiher angetriebenen Mühle liegen in einer Doline.[2]

Ehemalige Torfstiche. Teilweise verlandete Abbauweiher und alte Entwässerungsgräben, heute wieder von Vegetation besiedelt, zeugen vom Torfabbau.[2]

Quellen

  1. Centre Nature Les Cerlatez, « Réserve naturelle de la Gruère »
  2. Office fédéral de l'environnement, Inventaire fédéral des sites marécageux, objet n° 7 « Etang de la Gruère » (fiche 2017)
  3. Dictionnaire historique de la Suisse, « Saignelégier » (François Kohler), version du 11.12.2020
  4. geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Etang de la Gruère »

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