Montavon

Kanton Jura · Bezirk: Delémont · 87 Einwohner (2007, Ortschaft Montavon); die Gemeinde Boécourt zählt 953 Einwohner (31.12.2025)
Gehört zur Gemeinde Boécourt

Herkunft des Namens Montavon

Das Dorf wird 1330 erstmals in der Form « Montaun » erwähnt. Der Name ist bis heute ungedeutet.[1]

Gründung von Montavon

Montavon ist ein sonnig gelegenes Dorf der Gemeinde Boécourt an der alten Strasse, welche die Ajoie mit Delémont verband. Wer es gegründet hat, ist nicht bekannt: Es ist ab 1330 erwähnt, und die « Gründung des Weilers » wird mitunter auf 1440 datiert; dieses Datum ist unsicher. Im Ancien Régime bildete es eine Meierei der Herrschaft Delémont im Fürstbistum Basel. Während der französischen Zeit (1793-1814) war es eine Munizipalität, und seit 1854 bildet es eine von Boécourt-Séprais getrennte Burgergemeinde.[1][2]

Geschichte von Montavon

1302. Erste Erwähnung der Pfarrei Saint-Martin auf dem Mont-Repais, zu der Montavon und die Sennhöfe der Gegend der Rangiers gehören.[1]

1330. Erste bekannte Erwähnung des Dorfes: « Montaun ».[1]

1440. Gründung des Weilers Montavon (Datum unsicher).[2]

1516. Fürstbischof Christoph von Utenheim erteilt Charmoille eine Schmiedekonzession, die mit Erz aus den Rangiers und aus Montavon versorgt wird.[2]

1611. Die Pfarrei Mont-Repais wird Boécourt angegliedert.[1]

1787. Flurreglement der Gemeinschaft Montavon.[2]

bis 1792. Montavon ist bis zum französischen Einmarsch eine Meierei der Herrschaft Delémont im Fürstbistum Basel.[1]

1793-1814. Französische Zeit: Montavon bildet eine Munizipalität. 1794 wird eine provisorische Vereinigung mit Boécourt und Séprais beschlossen, mit Sitz zuerst in Boécourt, dann in Séprais.[1][2]

1854. Montavon bildet eine von Boécourt-Séprais getrennte Burgergemeinde.[1]

1866. Die Burgergemeinde verlangt ihre Trennung von jener von Boécourt und richtet ein Gesuch an den bernischen Grossen Rat, eine unabhängige Gemeinde zu werden.[2]

1871. Die Burgergemeinde erwirbt den Sennhof Lieu-Gallet.[2]

1875. In Montavon wird ein Wolf erlegt.[2]

1884. Ausschreibung des Baus der Strassen Boécourt-Montavon-Develier.[2]

1898. Bau und Einweihung der Kapelle Sainte-Anne.[1][2]

1942. Weihe der Kapelle.[2]

1969. Einweihung des Wassernetzes Séprais-Montavon-Les Rangiers.[2]

1971. Eröffnung einer zentralen Schule für Boécourt, Séprais und Montavon. Die Schule von Montavon wird 1972 verkauft.[2]

1998. Restaurierung der Kapelle Sainte-Anne.[2]

Bevölkerung von Montavon

Quellen und Referenzen: [1]

Bevölkerung von Montavon
1888115
1900144
1910129
1960100
200787

Historische Orte in Montavon

Kapelle Sainte-Anne. 1898 erbaut und eingeweiht, 1942 geweiht, unter anderem 1998 restauriert.[1][2]

Alte Strasse von der Ajoie nach Delémont. Das Dorf liegt an der alten Strasse, welche die Ajoie mit Delémont verband.[1]

Sennhof Lieu-Gallet. 1871 von der Burgergemeinde Montavon erworbener Sennhof. Der Hof war 1868 durch einen Brand zerstört worden.[2]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Montavon » (François Kohler)
  2. Chronologie jurassienne, « Montavon (Boécourt) »
  3. Statistique Jura, tableau JU-T.01.01.03, population résidante permanente au 31 décembre 2025
  4. geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Montavon »

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