Séprais

Kanton Jura · Bezirk: Delémont · 63 Einwohner (2010, Ortschaft Séprais); die Gemeinde Boécourt zählt 953 Einwohner (31.12.2025)
Gehört zur Gemeinde Boécourt
Ansicht von Séprais
Foto: Zwantzig, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Herkunft des Namens Séprais

Der Name erscheint 1260 als « Cesprais », dann 1264 als « Pratum ». Seine Herkunft ist nicht geklärt.[1]

Gründung von Séprais

Séprais ist ein Weiler der Gemeinde Boécourt aus zwei Gruppen von Höfen am Fuss des Rangierspasses. Wer ihn gegründet hat, ist nicht bekannt. Seine Geschichte ist mit dem Eisen verbunden: In Les Boulies arbeitete schon in merowingischer Zeit eine Verhüttungswerkstatt, und das siderolithische Erzvorkommen südlich des Dorfes wurde vom Frühmittelalter bis ins 19. Jahrhundert abgebaut. Zusammen mit Boécourt bildete Séprais die Burgergemeinde Boécourt-Séprais.[1][2]

Geschichte von Séprais

merowingische Zeit. In Les Boulies ist eine Eisenverhüttungswerkstatt mit zwei Rennöfen in Betrieb.[1]

Frühmittelalter-19. Jahrhundert. Abbau des siderolithischen Erzvorkommens (Bohnerz in rotem Ton) südlich des Dorfes.[1]

1260. Erste Erwähnung: « Cesprais ».[1]

1264. Erwähnung in der Form « Pratum ».[1]

17. Jahrhundert-Mitte 19. Jahrhundert. Die Eisenerzgruben der Konzession Rayon de Séprais versorgen die Hochöfen des Delsberger Tals. Der Fluss Rouge Eau und der Weiler Les Lavoirs erinnern daran.[1]

1758. Weisungen an die Gemeinden, darunter Séprais, für eine neue Strasse Séprais-Bassecourt zur Versorgung der Schmieden.[3]

1794. Französische Zeit: provisorische Vereinigung von Boécourt, Séprais und Montavon zu einer einzigen Munizipalität, deren Sitz nach Einspruch in Séprais festgelegt wird.[3]

1854. Montavon trennt sich von der Burgergemeinde Boécourt-Séprais.[2]

1907. Die Berner Regierung verpflichtet die Gemeinde Boécourt, eine Wasserleitung für Montavon und Séprais zu bauen. Im selben Jahr beschliesst Boécourt die elektrische Beleuchtung von Boécourt, Séprais und Montavon.[3]

1968. Bau einer neuen Strasse Séprais-Montavon.[3]

1969. Einweihung des Wassernetzes Séprais-Montavon-Les Rangiers.[3]

1993. Gründung der Balade de Séprais, einer ständigen Freiluftausstellung zeitgenössischer Skulpturen.[1]

Bevölkerung von Séprais

Quellen und Referenzen: [1]

Bevölkerung von Séprais
1888142
1910130
1960104
201063

Historische Orte in Séprais

La Balade de Séprais. Ständige Freiluftausstellung zeitgenössischer Skulpturen, 1993 gegründet.[1]

Rouge Eau und Weiler Les Lavoirs. Der Fluss Rouge Eau und der Weiler Les Lavoirs erinnern an den Abbau der Eisenerzgruben, welche die Hochöfen des Delsberger Tals versorgten.[1]

Überreste in Séprais

Rennöfen von Les Boulies. Eisenverhüttungswerkstatt mit zwei Rennöfen aus merowingischer Zeit.[1]

Siderolithisches Erzvorkommen. Eisenerzvorkommen (Bohnerz in rotem Ton) südlich des Dorfes, vom Frühmittelalter bis ins 19. Jahrhundert abgebaut.[1]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Séprais » (François Kohler)
  2. Dictionnaire historique de la Suisse, « Montavon » (François Kohler)
  3. Chronologie jurassienne, « Montavon (Boécourt) » (entrées concernant Séprais)
  4. Statistique Jura, tableau JU-T.01.01.03, population résidante permanente au 31 décembre 2025
  5. geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Séprais »

Weitere Dörfer in der Nähe von Séprais

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