Oberems

Kanton Wallis · Bezirk: Leuk · 141 Einwohner (31.12.2025, provisorische Zahl BFS)
Ansicht von Oberems
Foto: CC0, Wikimedia Commons

Herkunft des Namens Oberems

Das Dorf wird 1101 erstmals in der lateinischen Form « superiori Emesa » erwähnt, der obere Teil von Ems im Gegensatz zu Unterems. Die Form « Ober-Ems » soll in der ersten Gemeindeordnung von 1457 erscheinen. Im Oberwalliser Dialekt soll das Dorf « Oberäms » heissen. Für diesen Namen gibt es noch keine Erklärung.[1]

Gründung von Oberems

Oberems liegt auf einer Terrasse am Eingang des Turtmanntals über dem Rhonetal. Die Gemeinde umfasst die ehemaligen Gemeinden Ahorn und Bodmen, einige Weiler und die Hälfte des Turtmanntals. 1101 erwähnt, ist sie 1238 als Gemeinschaft (communitas) belegt und gab sich 1457 eine erste Bauernzunft. Spätere Statuten wurden 1548, 1558, 1642 und 1776 teilweise zusammen mit Unterems erlassen. 1728 lösten sich Oberems und Unterems von der Pfarrei Leuk (Loèche) und bildeten die Pfarrei Ems mit der Kirche in Unterems. Eine eigene Kirche erhielt Oberems erst 1951. Land- und Alpwirtschaft blieben lange die Lebensgrundlage, bis der Bau des Kraftwerks der Illsee-Turtmann AG 1922-1925 Arbeitsplätze und Steuereinnahmen brachte.[1]

Geschichte von Oberems

1101. Ersterwähnung als « superiori Emesa ».[1]

1238. Oberems wird als Gemeinschaft (communitas) erwähnt.[1]

um 1350. Erste Pestepidemie, vielleicht in diesem Jahr.

1457. Annahme einer ersten Bauernzunft. Die Ordnung vom 18. Januar soll die Form « Ober-Ems » tragen.[1]

1548. Statuten teilweise zusammen mit Unterems erlassen, ebenso 1558, 1642 und 1776.[1]

1728. Oberems und Unterems lösen sich von der Pfarrei Leuk und bilden die Pfarrei Ems mit der Pfarrkirche in Unterems.[1]

1818. Am 12. März soll eine Lawine vom Emshorn sechs Todesopfer gefordert haben.

1891. Ein Brand soll den Weiler Widenbrunnen vollständig zerstört haben.

1922-1925. Bau des Kraftwerks der Illsee-Turtmann AG, das Arbeitsplätze und Steuereinnahmen bringt.[1]

1925. Bau des Licht- und Stromnetzes.[1]

1926. Bau der öffentlichen Wasserversorgung.[1]

1951. Oberems erhält eine eigene Kirche, geweiht Mariä Himmelfahrt.[1]

1953. Eine Luftseilbahn verbindet Oberems mit Turtmann.[1]

2000. Ein grosser Teil der Erwerbstätigen arbeitet auswärts.[1]

2002. Der Staatsrat schlichtet einen alten Grenzstreit und spricht das umstrittene Gebiet im Turtmanntal je zur Hälfte Oberems und Turtmann zu.[1]

Bevölkerung von Oberems

Quellen und Referenzen: [1][2]

Bevölkerung von Oberems
1802153 Einwohner
1850166 Einwohner
1900202 Einwohner
1950150 Einwohner
2000125 Einwohner
2025141 Einwohner

Historische Orte in Oberems

Kirche Mariä Himmelfahrt. Erste eigene Kirche von Oberems, 1951 erbaut. Zuvor besuchten die Gläubigen die Pfarrkirche von Ems in Unterems.[1]

Turtmanntal. Die Gemeinde besitzt die Hälfte dieses Seitentals. Die Teilung des umstrittenen Gebiets mit Turtmann wurde 2002 geregelt.[1]

Ahorn und Bodmen. Ehemalige Gemeinden, die in Oberems aufgegangen sind und mit einigen Weilern das Gemeindegebiet bilden.[1]

Luftseilbahn Turtmann-Unterems-Oberems. 1953 eröffnet, verbindet sie das Dorf mit der Rhoneebene bei Turtmann.[1]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse (version allemande), « Oberems » (Bernard Truffer, version du 20.01.2009)
  2. Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
  3. geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)

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