Oron

Fusion 2012 Kanton Waadt · Bezirk: Lavaux-Oron · 6'451 Einwohner (31.12.2025)

Herkunft des Namens Oron

Zwei der zehn 2012 vereinten Gemeinden trugen diesen Namen bereits, Oron-la-Ville und Oron-le-Châtel. Der mit Essertes geschlossene Vertrag behielt ihn unverändert: «Le nom de la nouvelle commune est Oron».[1][3]

Gründung von Oron

Die Gemeinde entsteht in zwei Schritten. Bussigny-sur-Oron, Châtillens, Chesalles-sur-Oron, Ecoteaux, Les Tavernes, Les Thioleyres, Oron-la-Ville, Oron-le-Châtel, Palézieux und Vuibroye bilden am 1. Januar 2012 die Gemeinde Oron, nach einer Abstimmung mit 77,9 % Ja. Am 1. Januar 2022 kommt Essertes dazu. Das Wappen der vergrösserten Gemeinde lautet: «De gueules au lion accompagné de dix billettes mises en orle, le tout d'or». Die elf Ortschaften liegen auf Höhen zwischen 625 Metern (Châtillens) und 788 Metern (Chesalles-sur-Oron). Palézieux ist mit 577 Hektaren die grösste. Das Schloss Oron, seit dem späten 12. Jahrhundert Sitz der Herrschaft, wird unter Bern von 1557 bis 1798 Mittelpunkt einer Vogtei, zu der unter anderem Châtillens und Essertes gehörten. Die Zisterzienserabtei Haut-Crêt in Les Tavernes besass Land in Châtillens und Essertes.[1][2][3][6][7][9]

Geschichte von Oron

Römerzeit. Unter dem Namen «Viromagus» oder «Uromagus» ist Oron eine Station der Römerstrasse von Vevey nach Avenches.[3]

1018. Rudolf III., König von Burgund, schenkt der Abtei Saint-Maurice Ländereien in Oron.[3]

1134. Ein Bischof von Lausanne gründet die Zisterzienserabtei Haut-Crêt auf dem Gebiet der heutigen Tavernes.[7][9]

1134. Palézieux erscheint schriftlich in der Form «Pallexiu».[10]

1141. Châtillens, «Castellens», wird zum ersten Mal genannt. Oron wird als Pfarrei erwähnt.[3][9]

1180. In Essertes besteht eine Grangie der Abtei Haut-Crêt. Um sie herum entsteht das Dorf.[3]

1344. Am 9. Mai gründen die Herren von Billens in Palézieux ein von Mauern und Gräben umgebenes Städtchen.[10]

1536. Die Abtei Haut-Crêt wird säkularisiert.[9]

1803. Oron-la-Ville trennt sich von Oron-le-Châtel und wird bis 2006 Hauptort des Bezirks Oron.[3]

1814. Essertes, Châtillens und Les Tavernes trennen sich und bilden je eine eigene Gemeinde.[3][9]

2010. Sonntag, 28. November: Die zehn Gemeinden nehmen die Fusion mit 77,9 % Ja an.[1]

2012. Am 1. Januar wird Oron eine einzige Gemeinde.[1][2][3]

2019. Im Januar beschliesst der Rat von Essertes, ein Fusionsverfahren mit Oron einzuleiten.[3]

2020. Am 28. September genehmigen die Räte beider Gemeinden den Fusionsvertrag.[3]

2020. Bei der Abstimmung vom 29. November sagt Essertes mit 143 zu 50 Stimmen Ja, Oron mit 1'322 zu 152 Stimmen.[3]

2022. Am 1. Januar schliesst sich Essertes der Gemeinde Oron an.[2][3]

Bevölkerung von Oron

Quellen und Referenzen: [3][4][6]

Bevölkerung von Oron
20196'049 (Oron und Essertes zusammen)
20246'345
20256'451

Historische Orte in Oron

Verwaltungssitz. Der Verwaltungssitz der Gemeinde befindet sich in der Ortschaft Palézieux.[3]

Schloss Oron. In Oron-le-Châtel. Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, sah es 43 bernische Landvögte. Ein Verein kaufte es 1936 für 140'000 Franken samt Mobiliar und Bibliothek. Schloss und Bibliothek sind Kulturgüter von nationaler Bedeutung.[5][8]

Abtei Haut-Crêt. In Les Tavernes. Der genaue Standort der Abtei an der Broye bei der ehemaligen Mühle wurde 2006 bei Bauarbeiten gefunden. Die Stätte ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.[5][7]

Kirche von Châtillens. Die Kirche romanischen Ursprungs ist dem heiligen Mauritius, den Unschuldigen Kindern und dem heiligen Pankratius geweiht. Die Decke stammt von 1606, die Kanzel mit Einlegearbeiten von 1621 und die Glasfenster von Louis Rivier von 1913.[5][9]

Burg Palézieux. Von der Burg der Herren von Palézieux, die im 13. Jahrhundert den Ort beherrschten, bleiben Ruinen. Im Dorf wurde die Kirche 1828 vollständig neu gebaut und dient als reformierte Pfarrkirche.[5][10]

Menhir von Essertes. Der jungsteinzeitliche Menhir, 1996 wieder aufgerichtet, ist 5,6 Meter hoch. Er ist der grösste bekannte der Schweiz.[3]

Quellen

  1. État de Vaud, communiqué « 17 communes plébiscitent leur fusion » (28 novembre 2010)
  2. État de Vaud, « Fusions de communes en chiffres (2025) »
  3. État de Vaud, Conseil d'État, exposé des motifs et projet de décret sur la fusion des communes d'Essertes et d'Oron, 21_LEG_4 (février 2021)
  4. Statistique Vaud, « Population résidante permanente au 31 décembre 2025 »
  5. Office fédéral de la protection de la population, Inventaire PBC, liste cantonale VD (état au 1.1.2026)
  6. Commune d'Oron, « Villages »
  7. Commune d'Oron, « Les Tavernes »
  8. Commune d'Oron, « Oron-le-Châtel »
  9. Commune d'Oron, « Châtillens »
  10. Commune d'Oron, « Palézieux »

Ortschaften der Gemeinde mit eigener Seite

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