Ovronnaz
Herkunft des Namens Ovronnaz
Der Name Ovronnaz, der zunächst eine Gruppe von Maiensässen bezeichnete, ist ungeklärt.
Gründung von Ovronnaz
Ovronnaz ist der Sommer- und Winterferienort der Gemeinde Leytron auf 1'350 Metern. Vor dem Tourismus ist es eine Gruppe von Maiensässen im oberen, gebirgigen Teil der Gemeinde, der von der Salentse und ihren Zuflüssen bewässert wird und vier Sommerweiden sowie zahlreiche Maiensässe zählt. Anfang der 1930er-Jahre sind die Maiensässe von Ovronnaz und Chevalley die meistbesuchten und besitzen Hotels und Pensionen. Ab Ende der 1950er-Jahre wächst der Ort rasch, und der 1990 eröffnete Thermalkomplex macht ihn auch zum Thermalort.[1][2][3][5]
Geschichte von Ovronnaz
1926. In den Maiensässen von Ovronnaz wird eine Kapelle gebaut. Ihr Hochaltar ist der frühere Altar des heiligen Antonius, Patron der Adelsfamilie de Montheolo, der einstigen Vizedome von Leytron.[2]
Um 1933. Die Maiensässe von Ovronnaz und Chevalley gehören zu den meistbesuchten im Berggebiet von Leytron und verfügen über Hotels und Pensionen.[2]
Ende der 1950er-Jahre. Ovronnaz dehnt sich rasch aus, was für Pfarreiangehörige, Gäste und Bewohner der kleinen Kapelle Einschränkungen mit sich bringt.[3]
1968. Der Skilift Châtillon wird gebaut. Heute ist er ausser Betrieb.[6]
1971. Die Pfarrei beschliesst, die kleine Kapelle abzubrechen und durch einen Neubau zu ersetzen.[3]
1972-1973. Die neue Kapelle mit 350 Plätzen wird von Juni 1972 bis Ende 1973 gebaut. Die auf 800'000 Franken veranschlagten Arbeiten werden durch eine Sammlung unterstützt.[3]
1974. Am 11. August weiht Bischof Adam von Sitten die neue Kapelle. Im selben Jahr wird der Skilift der Tsantonnaire gebaut.[3][6]
1990. Einweihung des Thermalkomplexes mit einem Hallenbad und einem Wellnesszentrum.[5]
1993. Bau der Vierersesselbahn, die den Parkplatz mit Jorasse verbindet.[6]
1994. Bis 2000 erhalten die Bäder zwei Aussenbecken und erweiterte Bereiche für Pflege und Gastronomie.[5]
2000. Die Gemeinde Leytron beteiligt sich mit 500'000 Franken an der Kapitalerhöhung der Téléovronnaz SA, ihre letzte finanzielle Beteiligung an der Gesellschaft.[4]
2001. Inbetriebnahme der Sesselbahn Col-Express.[6]
2009. Die Sesselbahn Bougnonne nimmt den Betrieb auf. Im selben Jahr genehmigt die Urversammlung einen neuen Zonennutzungsplan für das Skigebiet.[4][6]
2012-2013. Bau eines neuen Wellnessbereichs in den Thermalbädern.[5]
2015-2016. Renovation der Kapelle in zwei Etappen geplant.[3]
2018. Im Januar beschädigen Lawinen den Skilift Tsantonnaire.[4]
Historische Orte in Ovronnaz
Kapelle von Ovronnaz. Kapelle der Pfarrei Leytron, der heiligen Maria Muttergottes geweiht und am 15. August gefeiert. Von 1972 bis 1973 anstelle der kleinen Kapelle von 1926 erbaut, bietet sie 350 Plätze und wurde ab 2015 renoviert.[3]
Bains d'Ovronnaz. Thermalkomplex, 1990 mit Hallenbad und Wellnesszentrum eröffnet, bis 2000 erweitert und 2012-2013 mit einem neuen Wellnessbereich ausgestattet.[5]
Skigebiet. Skigebiet von rund 1'400 bis 2'500 Metern, betrieben von der Téléovronnaz SA, mit unter anderem den Sesselbahnen Ovronnaz-Jorasse, Col-Express und Bougnonne.[4][6]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Leytron » (Patrick Maye), version du 24.01.2008
- G. Devayes, « Leytron vu par ses armoiries » (1933), document numérisé par RERO DOC
- Commune de Leytron, Info Leytron n° 74b, « Chapelle d'Ovronnaz » (2014)
- Commune de Leytron, Info Leytron n° 92 (2018), Téléovronnaz SA
- architectes.ch, « Panoramic Alpine Spa, Thermalp, Les Bains d'Ovronnaz »
- remontees-mecaniques.net, « Ovronnaz » (liste des remontées mécaniques de la station)
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
- geo.admin.ch, service de recherche de swisstopo (Ovronnaz)
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