St. Ursen
Herkunft des Namens St. Ursen
Französisch Saint-Ours. Der 1651 als «ex sancto Urso» belegte Name stammt von der St. Urs-Kapelle. Der Weiler um sie hiess vorher Remiswil.[1]
Gründung von St. Ursen
St. Ursen umfasst das gleichnamige Dorf und mehrere Weiler. Hier wurden ein hallstattzeitlicher Grabhügel und grosse frühmittelalterliche Friedhöfe gefunden. Als Ennet-dem-Bach-Schrot gehörte es politisch und kirchlich zur Pfarrgemeinde Tafers. Bis Ende des 19. Jahrhunderts bestand der untere Gemeindeteil vorwiegend aus Herrschaftsgütern.[1]
Geschichte von St. Ursen
Époque de Hallstatt. In der Schürmatt wird ein Grabhügel aufgeschüttet.[1]
1424. Die St. Urs-Kapelle wird erstmals erwähnt.[1]
Fin du XVe siècle. Die heutige Kapelle wird gebaut und später umgestaltet.[1]
1651. Der Ort wird «ex sancto Urso» genannt.[1]
1831. Der ehemalige Schrot von Tafers wird eine selbstständige politische Gemeinde.[1]
1895. Teile der Gemeinde gehören bis 1902 zur Pfarrei Giffers.[2]
1898. Die neue Kirche wird geweiht.[1]
1901. St. Ursen wird eine eigene Pfarrei.[1]
1906. Bei St. Ursen werden über 150 frühmittelalterliche Gräber entdeckt.[1]
1934. Die Kirche wird erweitert.[1]
1968. In Wolperwil kommen weitere Gräber zum Vorschein.[1]
Fin du XXe siècle. Durch ein neues Quartier wachsen die Weiler Engertswil und St. Ursen zu einem Zentrum zusammen.[1]
2000. 9 % der Bevölkerung sind französischsprachig.[1]
2005. Der primäre Sektor stellt noch 47 % der Arbeitsplätze. Am stärksten vertreten ist das Transportgewerbe.[1]
Bevölkerung von St. Ursen
Quellen und Referenzen: [1][3]
| 1811 | 668 |
| 1831 | 751 |
| 1850 | 685 |
| 1900 | 982 |
| 1950 | 1'139 |
| 2000 | 1'162 |
| 2025 | 1'389 |
Historische Orte in St. Ursen
St. Urs-Kapelle. Die seit 1424 erwähnte Kapelle stammt in ihrer heutigen Form vom Ende des 15. Jahrhunderts und wurde später umgestaltet. Sie gab dem Dorf den Namen.[1]
Pfarrkirche. 1898 geweiht, drei Jahre vor der Gründung der Pfarrei, und 1934 erweitert.[1]
Überreste in St. Ursen
Grabhügel in der Schürmatt. Grabhügel aus der Hallstattzeit.[1]
Frühmittelalterliche Friedhöfe. 1906 wurden beim Dorf über 150 Gräber gefunden, 1968 weitere in Wolperwil. Beim erstgenannten Friedhof wird ein kleines Heiligtum vermutet.[1]
Burgen Tasberg und Hattenberg. In Tasberg und Hattenberg, zwei Orten der Gemeinde, standen einst Burgen.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « St. Ursen (FR) » (Peter F. Kopp, version allemande du 06.01.2012)
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Giffers » (Jean-François Steiert, version allemande du 08.09.2005)
- Service de la statistique du canton de Fribourg (SStat), « Population des communes, de 1900 à 2025 » (T01-02-03), population résidante permanente au 31.12.2025
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