St. Ursen

Kanton Freiburg · Bezirk: Singine · 1'389 Einwohner (31.12.2025)

Herkunft des Namens St. Ursen

Französisch Saint-Ours. Der 1651 als «ex sancto Urso» belegte Name stammt von der St. Urs-Kapelle. Der Weiler um sie hiess vorher Remiswil.[1]

Gründung von St. Ursen

St. Ursen umfasst das gleichnamige Dorf und mehrere Weiler. Hier wurden ein hallstattzeitlicher Grabhügel und grosse frühmittelalterliche Friedhöfe gefunden. Als Ennet-dem-Bach-Schrot gehörte es politisch und kirchlich zur Pfarrgemeinde Tafers. Bis Ende des 19. Jahrhunderts bestand der untere Gemeindeteil vorwiegend aus Herrschaftsgütern.[1]

Geschichte von St. Ursen

Époque de Hallstatt. In der Schürmatt wird ein Grabhügel aufgeschüttet.[1]

1424. Die St. Urs-Kapelle wird erstmals erwähnt.[1]

Fin du XVe siècle. Die heutige Kapelle wird gebaut und später umgestaltet.[1]

1651. Der Ort wird «ex sancto Urso» genannt.[1]

1831. Der ehemalige Schrot von Tafers wird eine selbstständige politische Gemeinde.[1]

1895. Teile der Gemeinde gehören bis 1902 zur Pfarrei Giffers.[2]

1898. Die neue Kirche wird geweiht.[1]

1901. St. Ursen wird eine eigene Pfarrei.[1]

1906. Bei St. Ursen werden über 150 frühmittelalterliche Gräber entdeckt.[1]

1934. Die Kirche wird erweitert.[1]

1968. In Wolperwil kommen weitere Gräber zum Vorschein.[1]

Fin du XXe siècle. Durch ein neues Quartier wachsen die Weiler Engertswil und St. Ursen zu einem Zentrum zusammen.[1]

2000. 9 % der Bevölkerung sind französischsprachig.[1]

2005. Der primäre Sektor stellt noch 47 % der Arbeitsplätze. Am stärksten vertreten ist das Transportgewerbe.[1]

Bevölkerung von St. Ursen

Quellen und Referenzen: [1][3]

Bevölkerung von St. Ursen
1811668
1831751
1850685
1900982
19501'139
20001'162
20251'389

Historische Orte in St. Ursen

St. Urs-Kapelle. Die seit 1424 erwähnte Kapelle stammt in ihrer heutigen Form vom Ende des 15. Jahrhunderts und wurde später umgestaltet. Sie gab dem Dorf den Namen.[1]

Pfarrkirche. 1898 geweiht, drei Jahre vor der Gründung der Pfarrei, und 1934 erweitert.[1]

Überreste in St. Ursen

Grabhügel in der Schürmatt. Grabhügel aus der Hallstattzeit.[1]

Frühmittelalterliche Friedhöfe. 1906 wurden beim Dorf über 150 Gräber gefunden, 1968 weitere in Wolperwil. Beim erstgenannten Friedhof wird ein kleines Heiligtum vermutet.[1]

Burgen Tasberg und Hattenberg. In Tasberg und Hattenberg, zwei Orten der Gemeinde, standen einst Burgen.[1]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « St. Ursen (FR) » (Peter F. Kopp, version allemande du 06.01.2012)
  2. Dictionnaire historique de la Suisse, « Giffers » (Jean-François Steiert, version allemande du 08.09.2005)
  3. Service de la statistique du canton de Fribourg (SStat), « Population des communes, de 1900 à 2025 » (T01-02-03), population résidante permanente au 31.12.2025

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