Valeyres-sous-Ursins

Kanton Waadt · Bezirk: Jura-Nord vaudois · 225 Einwohner (31.12.2025, Gemeinde)

Herkunft des Namens Valeyres-sous-Ursins

Erste Erwähnungen um 1141 in der Form «de Valeriis», dann zwischen 1151 und 1200 «de Ualeres». Später finden sich «Valeres» (1220) und «Valleyres sous Ursins» im 17. Jahrhundert (zu überprüfen). Der Name soll vom römischen Gentilnamen Valerius stammen und die einem Valerius gehörenden Güter bezeichnen (zu überprüfen). Der Zusatz «sous-Ursins» unterscheidet das Dorf von den anderen Waadtländer Valeyres.

Gründung von Valeyres-sous-Ursins

Am Ort fanden sich Überreste eines Refugiums unbestimmter Zeitstellung und Spuren römischer Besiedlung. Keine der konsultierten Quellen nennt einen Gründer des Dorfes. Im Mittelalter gehörte Valeyres zur Herrschaft Belmont; es werden Herren «de Valeres» als Vasallen der Burgen Belmont und Grandson genannt, und der Name eines 1404 erwähnten Henri de Valeres soll den noch heute im Dorf vertretenen Familiennamen Henry begründet haben (zu überprüfen). Das Dorf gehörte zur Pfarrei Ursins, nach der Reformation zu jener von Gressy. Unter Bern war es Teil der Kastlanei und der Vogtei Yverdon. Die Einwohner tragen den Spitznamen «les Mollards»; die Erklärung dieses Übernamens variiert je nach Quelle (Scherenschleifer im Patois oder Anspielung auf eine befestigte Höhensiedlung) (zu überprüfen).

Geschichte von Valeyres-sous-Ursins

unbestimmte Zeit. Anlage eines befestigten Refugiums auf dem Gemeindegebiet.

Römerzeit. Spuren einer Besiedlung des Ortes.

um 1141. Erste Erwähnung, «de Valeriis».

1151-1200. Das Dorf erscheint in der Form «de Ualeres».

Mittelalter. Valeyres gehört zur Herrschaft Belmont und zur Pfarrei Ursins.

1317. Der Zehnt des Dorfes wird den Kartäusern von La Lance übertragen.

1334. Erstes Zeugnis der Mühle von Gressy oder vom Buron, die bis ins 20. Jahrhundert in Betrieb bleibt.

1404. Erwähnung von Henri de Valeres, dessen Name den Familiennamen Henry ergeben haben soll (zu überprüfen).

1415. Sechs benachbarte Gemeinschaften beschliessen gemeinsam den Bau eines Siechenhauses (Leprosorium) auf dem Gebiet von Valeyres.

1536-1798. Unter bernischer Herrschaft gehört Valeyres zur Kastlanei und Vogtei Yverdon; nach der Reformation gehört es zur Pfarrei Gressy.

1550. Das Dorf zählt 11 Feuerstätten, Sermuz eingeschlossen.

1734. Anfertigung eines silbernen Abendmahlsbechers durch den Goldschmied François-Louis Pillivuit aus Yverdon (zu überprüfen).

1798-2006. Das Dorf gehört zum Bezirk Yverdon.

1852. Bau des Schulhauses.

1880. Eröffnung einer Käserei, die bis 1992 in Betrieb ist.

1928. Annahme des Wappens: in Grün zwei silberne Wellenbalken, überdeckt von einem goldenen Kelch.

1967. Schliessung der Gemeindeschule.

1972. Annahme eines Zonenplans.

1992. Schliessung der Käserei.

2008. Mit der Bezirksreform kommt die Gemeinde zum Bezirk Jura-Nord vaudois.

Bevölkerung von Valeyres-sous-Ursins

Bevölkerung von Valeyres-sous-Ursins
155011 Feuerstätten (Haushalte), mit Sermuz
176430 Feuerstätten (Haushalte) (zu überprüfen)
1850227
1900189
1950163
2000180
2025225

Historische Orte in Valeyres-sous-Ursins

Mühle von Gressy (oder vom Buron). Seit 1334 bezeugte Mühle am Buron, die bis ins 20. Jahrhundert in Betrieb war; der Flurname Moulin-de-Gressy liegt auf dem Gemeindegebiet.

Abendmahlsbecher von 1734. Silberbecher des Goldschmieds François-Louis Pillivuit aus Yverdon, im Besitz der Gemeinde und in ihr 1928 angenommenes Wappen aufgenommen (zu überprüfen).

Überreste in Valeyres-sous-Ursins

Befestigtes Refugium. Überreste eines Refugiums unbestimmter Zeitstellung; eine prähistorische befestigte Siedlung ist im Inventar der Kulturgüter von regionaler Bedeutung verzeichnet (zu überprüfen).

Römische Spuren. Auf dem Gemeindegebiet wurden Spuren römischer Besiedlung festgestellt.

Quellen

Weitere Dörfer in der Nähe von Valeyres-sous-Ursins

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