Wappen von Veysonnaz

Veysonnaz

Kanton Wallis · Bezirk: Sion · 614 Einwohner (31.12.2025, provisorische Zahl BFS)
Ansicht von Veysonnaz
Foto: Christian David, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons · Wappen: Gemeinfrei

Herkunft des Namens Veysonnaz

Das Dorf wird um 1200 in der Form « Veisona » erwähnt. Der Name soll einen Wasserlauf bezeichnen, gebildet aus einer indogermanischen Gewässernamenbasis « ueis- » oder « uis- » und einem keltischen Suffix « -ŏna ».[1]

Gründung von Veysonnaz

Veysonnaz am linken Rhoneufer ist mit 111 Hektaren die kleinste Gemeinde des Kantons. Sie umfasst das Dorf und die Ferienstation zwischen 1230 und 1300 m Höhe sowie den Weiler Beaupérier. 1264 steht das Dorf unter der Herrschaft des Bischofs von Sion und wird von einem Meier verwaltet. Seit dem Ende des 15. Jahrhunderts gehört es zum Zenden Sion. 1798 dem Zenden Hérémence zugeteilt, kehrt es 1802 zum Zenden Sion zurück und gehört ab 1848 zum Bezirk Sion. Kirchlich lange mit Nendaz verbunden, bildet Veysonnaz 1912 mit Clèbes und Verrey eine Pfarrei. Die Strasse in die Ebene (1930-1934) beendet die Abgeschiedenheit und die Subsistenzwirtschaft, und seit 1961 machen die Bergbahnen und internationale Skiwettkämpfe den Tourismus zum wichtigsten Arbeitgeber.[1]

Geschichte von Veysonnaz

um 1200. Erwähnung in der Form « Veisona ».[1]

1264. Das Dorf steht unter der Herrschaft des Bischofs von Sion und wird von einem Meier verwaltet.[1]

1425. Bau einer Kapelle am Standort der heutigen Kirche.[2]

Ende des 15. Jahrhunderts. Veysonnaz gehört zum Zenden Sion.[1]

1721. Wiederaufbau der Kapelle.[2]

1798. Zuteilung zum Zenden Hérémence.[1]

1802. Rückkehr zum Zenden Sion.[1]

1848. Veysonnaz gehört zum Bezirk Sion.[1]

1905. Bau der heutigen neugotischen Kirche.[2]

1912. Veysonnaz löst sich von der Pfarrei Nendaz und bildet mit Clèbes und Verrey eine Pfarrei.[1]

1930-1934. Bau einer Strasse in die Ebene, die die Abgeschiedenheit und die Subsistenzwirtschaft beendet.[1]

1961. Beginn der Bergbahnen; mit den internationalen Skiwettkämpfen wird der Tourismus zum wichtigsten Arbeitgeber.[1]

1962-1968. Renovation der Kirche.[2]

2020. Ein Fusionsprojekt mit Sion soll in Veysonnaz angenommen und von den Stimmberechtigten von Sion abgelehnt worden sein; gesichert ist das nicht.

Bevölkerung von Veysonnaz

Quellen und Referenzen: [1][5]

Bevölkerung von Veysonnaz
1850201
1900233
1950371
2000467
2025614

Historische Orte in Veysonnaz

Kirche von Veysonnaz. Neugotische Kirche, 1905 erbaut und 1962 bis 1968 renoviert, am Standort einer Kapelle von 1425, die 1721 wieder aufgebaut wurde.[2]

Station Veysonnaz. Seit 1961 entwickelte Ferienstation im Skigebiet « Quatre Vallées » mit Nendaz, Thyon, La Tzoumaz und Verbier. Auf der Piste de l'Ours finden FIS-Weltcuprennen im Skicross und im paralympischen Ski alpin statt.[1][3][4]

Beaupérier. Weiler der Gemeinde.[1]

Bisses de Vex und de Salins. Es sollen die wichtigsten Suonen sein, denen die Wanderwege der Gemeinde folgen.

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Veysonnaz » (Catherine Raemy-Berthod, version du 04.03.2013 ; version italienne lue, la version française étant bloquée)
  2. Veysonnaz Tourisme, « The church of Veysonnaz »
  3. Veysonnaz Tourisme, « Ski Cross World Cup » (piste de l'Ours)
  4. Veysonnaz Tourisme, « FIS Paralympic World Cup in Veysonnaz » (piste de l'Ours, décembre 2026)
  5. Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
  6. geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)

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