Vulliens
Herkunft des Namens Vulliens
Erste schriftliche Erwähnungen 1152-1157 als «Willens» und «Villens». Der Name leitet sich von einem germanischen männlichen Personennamen wie Wille oder Wil(l)o ab, gefolgt vom germanischen Suffix -ingōs, also «bei den Leuten des Wille» (zu überprüfen).
Gründung von Vulliens
Keine der eingesehenen Quellen nennt einen Gründer. Das Gebiet war lange vor dem heutigen Dorf besiedelt: Man fand hier ein Grab aus der Latènezeit und eine Quellfassung aus römischer Zeit. Der Name, gebildet aus einem germanischen Personennamen und dem Suffix -ingōs, deutet auf eine frühmittelalterliche Siedlung um ein Gut hin (zu überprüfen). Im 13. Jahrhundert war Vulliens das Zentrum einer grossen Herrschaft im nördlichen Jorat. Die Gemeinde umfasst das Dorf (Bourg-Dessus und Bourg-Dessous) sowie die Weiler Bressonnaz-Dessus und Sépey.
Geschichte von Vulliens
Latènezeit. Auf dem Gemeindegebiet wird ein keltisches Grab angelegt.
Römerzeit. Auf dem Gemeindegebiet wird eine Quellfassung gebaut.
1141. Mögliche Erwähnung des Ortes (zu überprüfen).
1152-1157. Erste gesicherte Schreibformen des Namens: «Willens» und «Villens».
1228. In Vulliens ist eine Pfarrkirche belegt.
13. Jahrhundert. Vulliens ist Zentrum einer grossen Herrschaft.
um 1400. Die Herrschaft geht an die Fernex-Lullin, dann zu Beginn des 15. Jahrhunderts an die Genève-Lullin.
1416. Das Dorf zählt 23 Feuerstätten.
1536. Bernische Eroberung und Reformation: Vulliens gehört zur Landvogtei Moudon, wo es Sitz eines Gerichts ist, und wird der Pfarrei Mézières angeschlossen.
1611. Die Herrschaft geht an die Familie von Tavel.
1656. Die Herrschaft geht an die Familie de Joffrey.
1725. Die Herrschaft geht an die Familie de Chandieu.
1749-1780. Tuffsteinabbau in Vulliens.
1763. Die Herrschaft geht an die Familie de Senarclens.
1798. Vulliens wird dem Bezirk Oron zugeteilt, bis 2006.
1842. Die Weiler Bressonnaz-Dessus und Sépey werden Syens zugeordnet, vermutlich kirchlich (zu überprüfen).
2008. Mit den neuen Waadtländer Bezirken kommt Vulliens zum Bezirk Broye-Vully. Trotz neuer Wohnzonen bewahrt die Gemeinde ihren ländlichen Charakter.
Bevölkerung von Vulliens
| 1416 | 23 Feuerstätten (Haushalte) |
| 1659 | 28 Feuerstätten (Haushalte) |
| 1803 | 294 Einwohner |
| 1850 | 458 Einwohner |
| 1900 | 444 Einwohner |
| 1950 | 344 Einwohner |
| 1970 | 266 Einwohner |
| 2000 | 438 Einwohner |
| 2025 | 630 Einwohner |
Historische Orte in Vulliens
Kirche. Seit 1228 belegte Pfarrkirche; nach der Reformation von 1536 gehört Vulliens zur Pfarrei Mézières. Das heutige Gebäude bewahrt zwei Fenster und das Portal aus dem 15. Jahrhundert (zu überprüfen).
Schloss Sépey. Ehemaliger Herrensitz aus dem 18. Jahrhundert, der einen Turm aus dem 12. Jahrhundert besitzen soll (zu überprüfen). Der Maler Eugène Burnand wohnte hier; er ist auf dem Friedhof von Vulliens begraben (zu überprüfen).
Bourg-Dessus und Bourg-Dessous. Die beiden Teile des Dorfes Vulliens, eines ehemaligen Herrschaftszentrums im nördlichen Jorat.
Überreste in Vulliens
Grab aus der Latènezeit. Auf dem Gemeindegebiet entdeckte Bestattung aus der Eisenzeit, Zeugnis einer keltischen Besiedlung.
Römische Quellfassung. Bauwerk aus römischer Zeit zum Fassen des Wassers einer Quelle, auf dem Gemeindegebiet entdeckt.
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Vulliens »
- Wikipédia, « Vulliens »
- Wikipedia (DE), « Vulliens »
- Statistique Vaud, « Population résidante permanente au 31 décembre 2025 »
- Wikipédia, « Districts du canton de Vaud »
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