
Bister
Herkunft des Namens Bister
1374 als « Bystur » erwähnt, 1480 als « Bistar »; 1684 bezeichnet « in monte Bister » den ganzen Berg. Nach der Abtrennung von Bedle, das zu Grengiols kam, wurde Bister zur Hauptsiedlung und gab dem Berg seinen Namen. Die Etymologie ist ungeklärt.[1]
Gründung von Bister
Bister, eine kleine Gemeinde im Bezirk Östlich Raron, ist aus einer Einzelhoflandschaft am Hang des Rhonetals hervorgegangen. Hier wurden Spuren einer Siedlung aus der Latènezeit festgestellt. Das Dorf gehörte immer zur Pfarrei Mörel. Zusammen mit Filet (Gyfris) bildete es ein Viertel des Zenden Östlich Raron, und die beiden Gemeinschaften erhielten 1442 gemeinsame Gemeindesatzungen. Bister teilte Wälder, Alpen und Weiden mit Mörel und Filet, teilweise bis zur endgültigen Grenzziehung 1818. Im 19. Jahrhundert war das Dorf stark von der Auswanderung nach Amerika betroffen. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ziehen die Einwohner allmählich in tiefer gelegene Gemeinden.[1]
Geschichte von Bister
Latènezeit. Eine Siedlung besteht am Ort; Spuren davon wurden festgestellt.[1]
1374. Erste Erwähnung als « Bystur ».[1]
1442. Bister und Filet erhalten gemeinsame Gemeindesatzungen.[1]
1480. Der Name erscheint als « Bistar ».[1]
1651. Bau der Marienkapelle.[1]
1684. « in monte Bister » bezeichnet den ganzen Berg.[1]
1699. Bau des Gemeindehauses.[1]
18.-19. Jahrhundert. Das Doppelbürgerrecht mit Filet wird schrittweise eingeschränkt und aufgehoben.[1]
1818. Endgültige Grenzziehung mit Mörel und Filet, mit denen Bister Wälder, Alpen und Weiden teilte.[1]
1856. 25 Personen wandern nach Amerika aus.[1]
Mitte 20. Jahrhundert. Die Einwohner beginnen, in tiefer gelegene Gemeinden zu ziehen.[1]
1990. Von 10 Erwerbstätigen arbeiten noch 4 in Bister, alle im ersten Sektor.[1]
Bevölkerung von Bister
Quellen und Referenzen: [1][3]
| 1850 | 118 Einwohner |
| 1900 | 110 Einwohner |
| 1941 | 91 Einwohner |
| 1950 | 72 Einwohner |
| 2000 | 33 Einwohner |
| 2025 | 39 Einwohner |
Historische Orte in Bister
Marienkapelle. 1651 erbaut; Bister gehörte immer zur Pfarrei Mörel.[1]
Gemeindehaus. Es stammt von 1699.[1]
Überreste in Bister
Siedlungsspuren der Latènezeit. In Bister wurden Spuren einer Siedlung aus der Latènezeit festgestellt.[1]
Quellen
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Bister » (Philipp Kalbermatter, version du 04.05.2017, version allemande)
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Bister » (Philipp Kalbermatter, version du 04.05.2017)
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
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