
Filet
Herkunft des Namens Filet
Im Mittelalter ist der Ort unter dem Namen « Gifrisch » bekannt. Die älteste belegte Form ist « Gifris » von 1374, und 1494 wird ein « villagium » genannt. Für diesen Namen gibt es noch keine Erklärung.[1]
Gründung von Filet
Filet bildete ursprünglich eine Geteilschaft mit Mörel und Bister, bevor es selbstständig wurde. Bis 1798 bildete es mit Bister ein Viertel von Mörel-Grengiols im Zenden Raron. Im Mittelalter ein Dorf, lag es an der südseitigen Landstrasse ins Goms. Die Gifrischbrücke wird 1544 erstmals erwähnt. Die Gemeinschaft gab sich Ordnungen über den Gifrischbach (1477), den Wald (1519 und 1818), das Bürgerrecht (1706) und die Tunetschalp (um 1728) sowie Gemeindestatuten 1699 und 1760. Das Burgerhaus wurde 1816 verkauft. Filet ist eine Streusiedlung aus Einzelhöfen und Weilern, darunter Pfäwi, Massolter und Halte, beidseits der Rhone. Ein Fusionsplan mit Mörel und Bister scheiterte 1875-1877. Kirchlich gehört Filet weiterhin zur Pfarrei Mörel. Heute ist es Teil der Gemeinde Mörel-Filet (Fusion vom 1. Januar 2009 mit Mörel).[1][2]
Geschichte von Filet
1374. Älteste bekannte Namensform: « Gifris ».[1]
1477. Ordnung über den Gifrischbach.[1]
1494. Der Ort wird als « villagium » genannt.[1]
1519. Waldordnung, 1818 erneuert.[1]
1544. Erste Erwähnung der Gifrischbrücke.[1]
1699. Gemeindestatuten, weitere folgen 1760.[1]
1706. Ordnung über das Bürgerrecht.[1]
um 1728. Ordnung über die Tunetschalp.[1]
1798. Ende des Ancien Régime; bis dahin bildete Filet mit Bister ein Viertel von Mörel-Grengiols im Zenden Raron.[1]
1816. Verkauf des Burgerhauses.[1]
1875-1877. Ein Fusionsplan mit Mörel und Bister scheitert.[1]
2009. Am 1. Januar Fusion mit Mörel zur neuen Gemeinde Mörel-Filet.[1][2]
Bevölkerung von Filet
Quellen und Referenzen: [1]
| 1850 | 100 Einwohner |
| 1900 | 120 Einwohner |
| 1910 | 140 Einwohner |
| 1950 | 108 Einwohner |
| 1980 | 85 Einwohner |
| 2000 | 152 Einwohner |
Historische Orte in Filet
Gifrischbrücke. 1544 erstmals erwähnte Brücke an der südseitigen Landstrasse der Rhone ins Goms.[1]
Tunetschalp. Alp, für die um 1728 eine Ordnung erlassen wurde.[1]
Quellen
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Filet » (Philipp Kalbermatter, version du 04.01.2017, version allemande)
- Office fédéral de la statistique, Répertoire officiel des communes, mutation n° 2758 (01.01.2009)
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
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