Ried-Mörel
Herkunft des Namens Ried-Mörel
Der Ort wird 1314 erstmals als « de riede » genannt. Was der Name bedeutet, weiss man noch nicht.[1]
Gründung von Ried-Mörel
Ried-Mörel liegt auf einer Terrasse zwischen Mörel und der Riederalp und besteht aus einer Vielzahl kleiner Weiler, erschlossen durch eine Strasse und eine Luftseilbahn. Die Burg Mancapan, Sitz der Grafen von Mörel, wurde 1260 von Graf Peter II. von Savoyen zerstört; sie ist als Ruine erhalten. Ried tritt 1373 als Gemeinwesen auf. Es bildete mit Bitsch eine gemeinsame Gemeinschaft, deren älteste erhaltene Bauernzunft von 1619 stammt, und galt bis 1798 als Viertel des Halbzendens Östlich Raron. Kirchlich zu Mörel gehörend, wurde Ried 1786 Rektorat und 1904 Pfarrei. Das Wasser kam über Suonen und Holzkännel vom Massakinn am Aletschgletscher, die 1385 erstmals erwähnt sind. Seit 1946 führt ein 3 km langer Stollen durch das Riederhorn. Landwirtschaft und Viehzucht prägten den Ort bis nach dem Zweiten Weltkrieg, danach der Tourismus der Riederalp. Ried-Mörel ist heute in der Gemeinde Riederalp (Fusion vom 1. November 2003 mit Goppisberg und Greich).[1]
Geschichte von Ried-Mörel
1260. Graf Peter II. von Savoyen zerstört die Burg Mancapan, Sitz der Grafen von Mörel.[1]
1314. Früheste Nennung als « de riede ».[1]
1373. Ried tritt erstmals als Gemeinwesen auf.[1]
1385. Erste Erwähnung der Suonen, die Wasser vom Massakinn am Aletschgletscher bringen.[1]
1619. Älteste erhaltene Bauernzunft, gemeinsam für Ried und Bitsch.[1][3]
1786. Ried wird Rektorat der Pfarrei Mörel.[1]
1798. Ende des Ancien Régime; bis dahin galt Ried als Viertel des Halbzendens Östlich Raron.[1][3]
1889. Endgültige Trennung von Bitsch.[3]
1900-1901. Bau der Villa Cassel auf der Riederfurka für den englischen Financier Sir Ernest Cassel.[2]
1904. Ried wird eigene Pfarrei.[1]
1946. Inbetriebnahme einer Wasserleitung durch einen 3 km langen Stollen im Riederhorn.[1]
2000. 58 % der Erwerbstätigen arbeiten im Tourismus.[1]
2003. Am 1. November Fusion mit Goppisberg und Greich zur neuen Gemeinde Riederalp.[1][2][4]
Bevölkerung von Ried-Mörel
Quellen und Referenzen: [1]
| 1850 | 302 Einwohner |
| 1900 | 333 Einwohner |
| 1950 | 292 Einwohner |
| 2000 | 304 Einwohner |
Historische Orte in Ried-Mörel
Suonen und Riederhorn-Stollen. Suonen und Holzkännel, ab 1385 erwähnt, brachten Wasser vom Massakinn am Aletschgletscher. Seit 1946 fliesst es durch einen 3 km langen Stollen im Riederhorn.[1]
Villa Cassel. 1900-1901 auf der Riederfurka über den Alpen der heutigen Riederalp für Sir Ernest Cassel erbaut, der hier mit Familie und Gästen, darunter der junge Winston Churchill, manchmal den Sommer verbrachte. Im Naturschutzgebiet Aletschwald gelegen, beherbergt sie heute das Pro Natura Zentrum Aletsch.[2]
Riederalp. Die teilweise gemeinsam von Ried, Greich und Goppisberg bewirtschafteten Alpen auf rund 1930 m wurden in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Sommer- und Winterkurort Riederalp, der der fusionierten Gemeinde den Namen gab.[2]
Überreste in Ried-Mörel
Burgruine Mancapan. Die Burg, Sitz der Grafen von Mörel, wurde 1260 von Graf Peter II. von Savoyen zerstört; sie ist als Ruine erhalten.[1]
Quellen
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Ried-Mörel » (Anton Riva, version du 05.01.2017, version allemande)
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Riederalp » (Anton Riva, version du 05.01.2017, version allemande)
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Bitsch » (Philipp Kalbermatter, version du 02.06.2004, version allemande)
- Office fédéral de la statistique, Répertoire officiel des communes, mutation n° 2268 (01.11.2003)
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
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