
Bürchen
Herkunft des Namens Bürchen
Der Name erscheint in den Formen « ze Birke » (1307), « Birkonberg » (1363), « Birchen » (1441) und « Betula » (1755). Was der Name bedeutet, weiss man noch nicht.[1]
Gründung von Bürchen
Bürchen liegt auf einer nach Westen gerichteten Terrasse am linken Hang des Rhonetals. Im 9. und 10. Jahrhundert liessen sich hier Alemannen nieder, und die Rodungen der folgenden Jahrhunderte ergaben einen Kern von sieben Huben, die um 1280 dem bischöflichen Viztum Abgaben leisteten. Das Domkapitel Sitten bezog Zehnten im zentralen Teil, rund um die Weiler Mauracker, Zenhäusern und Achru, doch ein grosser Teil des Bodens gehörte Eigengutbesitzern. Bürchen unterstand dem Vizedominat Raron und bildete mit Unterbäch, Ausserberg und Raron die Grosspfarrei Raron. Das wirtschaftliche Gemeinwesen hatte sich 1345, dann 1363 und 1513 (« Bauernzunft ») eigene Satzungen gegeben. Mit der Abkurung von Raron wurde es zur politischen Gemeinde.[1]
Geschichte von Bürchen
9.-10. Jahrhundert. Alemannische Besiedlung.[1]
10.-12. Jahrhundert. Rodungen, die einen Kern von sieben Huben ergeben.[1]
11. Jahrhundert. Das Domkapitel Sitten besitzt Zehntrechte im zentralen Teil (Mauracker, Zenhäusern, Achru).[1]
um 1280. Die sieben Huben leisten dem bischöflichen Viztum Abgaben.[1]
1307. Erwähnung als « ze Birke ».[1]
1345. Erste Satzungen der Gemeinschaft.[1]
1363. Neue Satzungen; Erwähnung als « Birkonberg ».[1]
14. Jahrhundert. Das Vizedominat Raron geht von der Familie von Raron an die Familie Chevron über.[1]
1441. Erwähnung als « Birchen ».[1]
1513. Satzungen genannt « Bauernzunft ».[1]
1538. Das Vizedominat kommt an die Pfarrei Raron.
1554. Papst Julius III. errichtet die Filiale Unterbäch-Bürchen.[1]
1755. Erwähnung als « Betula ».[1]
1853. Errichtung eines Rektorats.[1]
1879. Bürchen wird Pfarrei.[1]
1930-1934. Bau der Strasse Visp-Bürchen, die mit der Postautolinie den Zugang zu Arbeitsplätzen im Tal, namentlich bei der Lonza, eröffnet.[1]
1950. Die Gemeinde ist noch rein landwirtschaftlich, mit einer gestuften Wirtschaft (Ackerbau, Viehzucht und Weinbau im Tal).[1]
1960er Jahre. Aufschwung des Tourismus.[1]
1963. Bau einer neuen Kirche.[1]
1990. Nur noch eine Person arbeitet vollzeitlich im Primärsektor.[1]
Bevölkerung von Bürchen
Quellen und Referenzen: [1][3]
| 1798 | 302 Einwohner |
| 1850 | 332 Einwohner |
| 1900 | 478 Einwohner |
| 1950 | 521 Einwohner |
| 2000 | 672 Einwohner |
| 2025 | 774 Einwohner |
Historische Orte in Bürchen
Pfarrkirche. Neue Kirche, 1963 erbaut; Bürchen ist seit 1879 Pfarrei.[1]
Kapellen und Kreuzwege. Kapellen und Kreuzwege aus dem 17., 18. und 20. Jahrhundert.[1]
Mauracker, Zenhäusern und Achru. Weiler im zentralen Teil, wo das Domkapitel Sitten ab dem 11. Jahrhundert Zehntrechte besass.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Bürchen » (Gregor Zenhäusern, trad. Anne Berlincourt, version du 24.01.2005)
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Bürchen » (Gregor Zenhäusern, version du 24.01.2005)
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
Weitere Dörfer in der Nähe von Bürchen
Fehlt eine Information oder gibt es eine Quelle? Schlagen Sie eine Korrektur oder Ergänzung vor, jeder Vorschlag wird vor der Veröffentlichung geprüft.
Änderung vorschlagen