
Zeneggen
Herkunft des Namens Zeneggen
Das Dorf erscheint 1283 als « Eccun » und 1297 als « Zen eccon ». Der Name soll vom Weiler Eggen (Egga) unterhalb der Kirche stammen, « Zen Eggen » bedeutet « zu den Eggen ».[1]
Gründung von Zeneggen
Zeneggen liegt auf einer Hochterrasse westlich am Eingang des Vispertals. Eine mittelbronzezeitliche Höhensiedlung auf dem Kasteltschuggen und ein latènezeitliches Gräberfeld in Sisetsch zeugen von früher Besiedlung. Die Gemeinde umfasst die Weiler Eggen, Im Esch, Schulmatten, Sisetsch, Stadlen, Unterbiel, Widum und Winkelried. Bewässerungsschriften zur Augstbordwasserleite stammen von 1343 und 1400, Bauernzünfte (Gemeindeordnungen) von 1586 und 1604. Zeneggen bildete 1716 ein Rektorat und löste sich 1754 von der Mutterpfarrei Visp. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts lebte die Bevölkerung von Ackerbau, Viehzucht und Alpwirtschaft. Nach der Fertigstellung der Fahrstrasse Visp-Zeneggen 1905 und mit den Arbeitsplätzen in der chemischen Fabrik Lonza in Visp ab 1907 wurden die Kleinbauernbetriebe zunehmend zu Nebenerwerbsbetrieben.[1]
Geschichte von Zeneggen
Mittelbronzezeit. Höhensiedlung auf dem Kasteltschuggen.[1]
Latènezeit. Gräberfeld in Sisetsch.[1]
1283. Erwähnung als « Eccun ».[1]
1297. Erwähnung als « Zen eccon ».[1]
1343 und 1400. Bewässerungsschriften zur Augstbordwasserleite.[1]
1586 und 1604. Erlass von Gemeindeordnungen (Bauernzünfte).[1]
1611. In diesem Jahr soll das heute noch genutzte Burgerhaus gebaut worden sein.
1716. Zeneggen bildet ein Rektorat.[1]
1754. Ablösung von der Mutterpfarrei Visp; Zeneggen wird eigene Pfarrei.[1]
erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Errichtung der Nothelferkapelle auf dem Biel.
1879. Neubau der Kirche Mariä Himmelfahrt.[1]
1905. Fertigstellung der Fahrstrasse Visp-Zeneggen.[1]
1907. Arbeitsplätze in der chemischen Fabrik Lonza in Visp für die Bevölkerung.[1]
1927. In diesem Jahr soll das Dorf an das Stromnetz angeschlossen worden sein.
Bevölkerung von Zeneggen
Quellen und Referenzen: [1][2]
| 1798 | 170 Einwohner |
| 1802 | 160 Einwohner |
| 1850 | 194 Einwohner |
| 1900 | 228 Einwohner |
| 1950 | 201 Einwohner |
| 2000 | 235 Einwohner |
| 2025 | 368 Einwohner |
Historische Orte in Zeneggen
Kirche Mariä Himmelfahrt. 1879 neu gebaute Pfarrkirche, über ein Jahrhundert nach der Erhebung Zeneggens zur Pfarrei (1754).[1]
Nothelferkapelle. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf dem Biel errichtete Kapelle.[1]
Burgerhaus. Gebäude, das von 1611 stammen soll und von der Burgerschaft noch heute genutzt wird.
Augstbordwasserleite. Bewässerungskanal, dessen Nutzung in Schriften von 1343 und 1400 geregelt wird.[1]
Überreste in Zeneggen
Höhensiedlung Kasteltschuggen. Siedlung aus der Mittelbronzezeit, eines der ältesten Zeugnisse der Besiedlung des Gebiets.[1]
Gräberfeld von Sisetsch. Gräberfeld aus der Latènezeit im Weiler Sisetsch.[1]
Quellen
- Historisches Lexikon der Schweiz (version allemande du Dictionnaire historique de la Suisse), « Zeneggen » (Alois Grichting, version du 07.02.2014)
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
Weitere Dörfer in der Nähe von Zeneggen
Fehlt eine Information oder gibt es eine Quelle? Schlagen Sie eine Korrektur oder Ergänzung vor, jeder Vorschlag wird vor der Veröffentlichung geprüft.
Änderung vorschlagen