Neubrück

Kanton Wallis · Bezirk: Visp · Keine veröffentlichte Zahl für den Ort; die Gemeinde Stalden (VS) zählt 1'140 Einwohner (31.12.2025, provisorische Zahl BFS)
Gehört zur Gemeinde Stalden

Herkunft des Namens Neubrück

Der Ort hiess früher Niederrusen, auch Niederrussen geschrieben. Den Namen Neubrück, «Zer Niiwu Briggu», erhielt er erst nach dem Bau der neuen Brücke über die Vispa. Brücke und Kapelle werden als «zer Niwu Briggu» bezeichnet. Der Name Niederrusen selbst bleibt unerklärt.[1][2][4][8]

Gründung von Neubrück

Neubrück liegt an der Vispa zwischen Visp und Stalden. Seine steinerne Bogenbrücke, die Ritibrücke, ist das Werk von Hans Pinella, der sie im Auftrag des Zenden Visp nach dem Vorbild der Brücken Ulrich Ruffiners baut. Niederrusen bildete damals ein selbständiges Gemeinwesen mit den Weilern Milachru, Riti und Riedji. Als ehemalige Gemeinde gehört der Ort heute zur Gemeinde Stalden (VS).[1][3][8]

Geschichte von Neubrück

1599. Bau der steinernen Bogenbrücke von Neubrück, einer der beiden erhaltenen Brücken dieser Art aus dem 16. Jahrhundert in Stalden, neben der Chibrücke von 1544.[2][3]

1668. Das Testament von Christian im Esch nennt erstmals eine Kapelle im Weiler Niederrussen.[9]

1727. Man beschliesst einen Neubau der Kapelle. Der heutige Bau, der Unbefleckten Empfängnis Mariens geweiht, stammt aus dieser Zeit.[9]

1817. Die ehemalige Gemeinde Niederrusen, das heutige Neubrück, wird mit Stalden vereint (nach einer anderen Quelle 1807).[1][2][8]

1854-1861. Der Zeichner Gabriel Loppé und der Lithograf Théodore Muller veröffentlichen eine farbige Ansicht «Neubrück entre Viège et St. Nicolas», gedruckt bei Lemercier in Paris.[5]

1922-1923. Bau der Fahrstrasse Visp-Stalden, der ersten Talstrasse, welche die Vispa bei Neubrück überquert.[2]

1980. Die Kapelle wird grundlegend renoviert.[9]

2000. Im Herbst beschädigen Unwetter des Beiterbachs die Kapelle und den Weiler. Danach ist eine vollständige Restaurierung der Kapelle nötig.[9]

Historische Orte in Neubrück

Brücke und Kapelle zer Niwu Briggu. Die Kapelle steht am rechten Ufer der Vispa neben der Bogenbrücke von 1599. Beide sind gemeinsam als Kulturgut von regionaler Bedeutung (Kategorie B) eingestuft.[4][9]

Alte Talstrasse. Der Abschnitt der Strasse von 1922-1923 zwischen Neubrück und Stalden ist heute für den Durchgangsverkehr gesperrt.[2]

Quellen

  1. Historisches Lexikon der Schweiz (version allemande du Dictionnaire historique de la Suisse), « Stalden (VS) » (Bernard Truffer, version du 10.01.2013)
  2. Office fédéral de la culture, ISOS, « Stalden » (Gemeinde Stalden, 2e version, juillet 1997)
  3. Canton du Valais, Service de la mobilité (arrondissement 1, Haut-Valais), brochure « Umfahrung Stalden » (octobre 2023)
  4. Office fédéral de la protection de la population (PBC), « Révision Inventaire PBC 2021 : liste cantonale Canton du VS » (état au 1.1.2026)
  5. Bibliothèque nationale suisse, Cabinet des estampes, « Neubrück entre Viège et St. Nicolas » (Gabriel Loppé et Théodore Muller, 1854-1861), GS-GRAF-ANSI-VS-438
  6. Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
  7. geo.admin.ch, service de recherche de swisstopo (Riti, Stalden)
  8. Commune de Stalden, « Geschichte »
  9. Paroisse de Stalden, « Kapellen Stalden »

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