
Courchavon
Herkunft des Namens Courchavon
Erste Erwähnung 1279 in der Form « Corchavon ». Die Etymologie des Namens ist ungeklärt.[1]
Gründung von Courchavon
Weder der Gründer von Courchavon noch das Gründungsdatum sind bekannt. Mammutknochen und zwei wahrscheinlich moustérienzeitliche Silexgeräte zeigen, dass das Gebiet lange vor dem Dorf begangen wurde. Im Mittelalter steht auf seinem Gebiet die Burg Châtelvouhay, Sitz der Vögte der Ajoie, und die Familie von Châtelvouhay hält Courchavon und den benachbarten Weiler Mormont als Lehen des Bischofs von Basel.[1]
Geschichte von Courchavon
Altsteinzeit. Mammutknochen und zwei wahrscheinlich moustérienzeitliche Silexgeräte zeugen von einer Begehung des Gebiets.[1]
13. Jahrhundert. Bau der Burg Châtelvouhay, im 13. und 14. Jahrhundert Sitz der Vögte der Ajoie.[1]
1279. Erste Erwähnung: « Corchavon ».[1]
14. Jahrhundert. Die Familie von Châtelvouhay hält Courchavon und Mormont als Lehen des Bischofs von Basel.[1]
Ancien Régime. Courchavon gehört zur grossen Meierei Courtedoux im Bistum Basel.[1]
1618. Courchavon, bis dahin Teil der Pfarrei Porrentruy, löst sich von ihr.[1]
1628. Bau des nachgotischen Glockenturms der alten Pfarrkirche.[1]
1779. Die Pfarrei wechselt vom Bistum Besançon zum Bistum Basel.[1]
1793-1814. Courchavon gehört zu den französischen Departementen Mont-Terrible und Haut-Rhin.[1]
1815-1978. Courchavon gehört zum bernischen Amt, dann Amtsbezirk Porrentruy.[1]
1836. Annahme des Status einer gemischten Gemeinde.[1]
1844-1845. Bau der heutigen Kirche Saint-Jean-l'Évangéliste. Die alte Kirche wird im 19. Jahrhundert bis auf ihren Glockenturm abgebrochen.[1]
1872. Ankunft der Eisenbahn (Linie Bern-Paris, heute Porrentruy-Boncourt), die eine beginnende Industrialisierung (Uhrmacherei) fördert.[1]
1956. Güterzusammenlegung.[1]
1975-1976. Bau einer Kapelle in Mormont.[1]
Bevölkerung von Courchavon
Quellen und Referenzen: [1]
| 1770 | 225 |
| 1818 | 239 |
| 1850 | 306 |
| 1870 | 457 |
| 1900 | 311 |
| 1910 | 278 |
| 1950 | 321 |
| 1980 | 269 |
| 2000 | 293 |
| 2010 | 306 |
| 2025 | 332 |
Historische Orte in Courchavon
Kirche Saint-Jean-l'Évangéliste. 1844-1845 erbaute Pfarrkirche, die eine Statue der Muttergottes mit Kind aus dem 13. Jahrhundert bewahrt.[1]
Nachgotischer Glockenturm. Glockenturm von 1628, einziger Rest der im 19. Jahrhundert abgebrochenen alten Pfarrkirche.[1]
Mormont. Weiler der Gemeinde, im 14. Jahrhundert zusammen mit Courchavon Lehen der Familie von Châtelvouhay; 1975-1976 wurde dort eine Kapelle gebaut.[1]
Überreste in Courchavon
Burg Châtelvouhay. Überreste einer Burg aus dem 13. Jahrhundert, im 13. und 14. Jahrhundert Sitz der Vögte der Ajoie. Die Familie von Châtelvouhay hielt Courchavon und Mormont als Lehen des Bischofs von Basel.[1]
Mammutknochen. Mammutknochen, gefunden zusammen mit zwei wahrscheinlich moustérienzeitlichen Silexgeräten.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Courchavon » (Dominique Prongué)
- Statistique Jura, tableau JU-T.01.01.03, population résidante permanente au 31 décembre 2025
- geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Courchavon »
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