
Eischoll
Herkunft des Namens Eischoll
Das Dorf erscheint in den Formen « Oiselz » (1250), « Oysol » (1336) und « Eysoll » (1418). Woher der Name kommt, ist noch nicht geklärt.[1]
Gründung von Eischoll
Eischoll ist ein Dorf auf 1'230 Metern über Meer auf einer gestuften Terrasse am linken Rhoneufer, in den Rarner Schattenbergen. Bis 1376 war der Ort den Herren von Turn (Niedergesteln) untertan, danach war er bis zum Loskauf von 1790 Untertanengebiet der fünf oberen Zenden, zugehörig zur Kastlanei Niedergesteln. Die Gemeindestatuten (« Bauernzunft ») wurden 1538 erlassen. Um 1730 schlossen sich Ried, Oberhäusern und Brunnen, der Kern des heutigen Dorfes, zur Gemeinde zusammen. Oberhäusern, der einstige Hauptort, war bis um 1900 bewohnt. Sein Gemeindehaus von 1656 zerfiel in den 1920er Jahren. Eischoll gehörte bis 1766 zur Pfarrei Niedergesteln. Nach einem Brand im Jahr 1877 wurde das Dorf weitgehend neu aufgebaut. Die Selbstversorgungslandwirtschaft (Viehzucht, Milchprodukte, Ackerbau, Obstbäume) herrschte bis in die 1960er Jahre vor, ergänzt durch den Rebbau in der Ebene.[1]
Geschichte von Eischoll
1250. Erwähnung als « Oiselz ».[1]
1336. Erwähnung als « Oysol ».[1]
1376. Ende der Abhängigkeit von den Herren von Turn (Niedergesteln). Eischoll wird Untertanengebiet der fünf oberen Zenden, in der Kastlanei Niedergesteln.[1]
1418. Erwähnung als « Eysoll ».[1]
1538. Gemeindestatuten (« Bauernzunft »).[1]
17. Jahrhundert. Kaufakten von Rebland in Salgesch.[1]
1656. Jahreszahl des Gemeindehauses von Oberhäusern.[1]
um 1730. Ried, Oberhäusern und Brunnen schliessen sich zur heutigen Gemeinde zusammen.[1]
1766. Eischoll löst sich von der Pfarrei Niedergesteln und wird eigenständige Pfarrei.[1]
1790. Loskauf von den Rechten der fünf Zenden.[1]
1877. Brand; das Dorf wird weitgehend neu aufgebaut.[1]
1886. Bau der Kirche im neuromanischen Stil.[1]
um 1900. Oberhäusern, der einstige Hauptort, wird nicht mehr bewohnt.[1]
1920er Jahre. Zerfall des Gemeindehauses von Oberhäusern.[1]
1946. Eine Seilbahn, die erste des Oberwallis, verbindet das Dorf mit dem Rhonetal.[1]
1966. Erster Skilift.[1]
1970. Fertigstellung der Strasse ins Tal.[1]
2000. Rund zwei Drittel der Erwerbstätigen arbeiten ausserhalb des Dorfes.[1]
2001. 35'416 touristische Logiernächte.[1]
Bevölkerung von Eischoll
Quellen und Referenzen: [1][2]
| 1802 | 270 Einwohner |
| 1850 | 340 Einwohner |
| 1900 | 460 Einwohner |
| 1950 | 523 Einwohner |
| 2000 | 500 Einwohner |
| 2025 | 460 Einwohner |
Historische Orte in Eischoll
Pfarrkirche. 1886 erbaute neuromanische Kirche, die das Dorfbild prägt.[1]
Oberhäusern. Einstiger Hauptort der Gemeinde, bis um 1900 bewohnt. Sein Gemeindehaus von 1656 zerfiel in den 1920er Jahren.[1]
Weiler Zuben, Ried, Lohn, Breyen und Tscherggen. Weiler, in denen heute nur noch Ökonomiegebäude und Chalets stehen.[1]
Seilbahn. 1946 in Betrieb genommen, die erste Seilbahn des Oberwallis. Sie verbindet das Dorf mit dem Rhonetal.[1]
Quellen
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Eischoll » (Werner Bellwald, version du 14.11.2005)
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
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