Wappen von Epauvillers

Epauvillers

Kanton Jura · Bezirk: Porrentruy · 135 Einwohner (2008, ehemalige Gemeinde Epauvillers, letzte Zahl vor der Fusion)
Gehört zur Gemeinde Clos du Doubs
Ansicht von Epauvillers
Foto: Roland Zumbuehl, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons · Wappen: Gemeinfrei

Herkunft des Namens Epauvillers

Das Dorf erscheint 1139 als « Villare » in einer Bulle von Papst Innocenz II., die die Besitzungen des Kapitels von Saint-Ursanne bestätigt. Danach sollen die Formen « Vilario » (1173), « Vilaire » (1175), « Vilers » (1210) und « Haut-Villers » im 16. Jahrhundert folgen; die Form « Epauvillers » soll erst Anfang des 18. Jahrhunderts erscheinen. Diese Formen sind nicht gesichert, ebenso wenig der alte deutsche Name, der « Wiler » lauten soll. Das lateinische « villare » bezeichnet ein ländliches Gut, doch die Vorsilbe « Epau- » ist noch nicht geklärt.[1]

Gründung von Epauvillers

Weder Datum noch Urheber der Gründung von Epauvillers sind bekannt. Das Dorf erscheint 1139 unter den Besitzungen des Kapitels von Saint-Ursanne und gehört bis 1792 zur Propstei Saint-Ursanne. Laut dem Rodel von 1210 wurde der Meier im Einvernehmen zwischen dem Bischof von Basel und dem Kapitel bestimmt. Die Kirche Saint-Arnoux, 1313 dem Kapitel inkorporiert, macht Epauvillers zum Zentrum einer Pfarrei, zu der auch Epiquerez gehört. Von 1815 bis 1978 dem Kanton Bern (Bezirk Freiberge), danach dem Kanton Jura zugehörig, ist das Dorf heute in der Gemeinde Clos du Doubs (Fusion vom 1. Januar 2009).[1][4]

Geschichte von Epauvillers

1139. Erste Erwähnung als « Villare » in der Bulle von Papst Innocenz II., die die Besitzungen des Kapitels von Saint-Ursanne bestätigt.[1]

1210. Laut dem Rodel von 1210 wird der Meier im Einvernehmen zwischen dem Bischof von Basel und dem Kapitel von Saint-Ursanne bestimmt.[1]

1313. Die Kirche Saint-Arnoux wird dem Kapitel von Saint-Ursanne inkorporiert, das sie fortan betreut.[1]

1618-1648. Die Kirche wird im Dreissigjährigen Krieg zerstört.[1]

Ende 17. Jahrhundert. Wiederaufbau der Kirche Saint-Arnoux.[1]

1730-1740. Die Einwohner beteiligen sich aktiv an den Unruhen im Fürstbistum Basel.[1]

1792. Ende der Zugehörigkeit zur Propstei Saint-Ursanne. Die Bevölkerung steht den revolutionären Ideen ablehnend gegenüber.[1]

1793-1813. Epauvillers gehört zu den französischen Departementen Mont-Terrible, dann Haut-Rhin.[1][4]

1815-1978. Das Dorf gehört zum Kanton Bern, im Bezirk Freiberge.[1][4]

1840. Erster Umbau der Kirche.[1]

1860. Erneuter Umbau der Kirche.[1]

1928. Bau des Schulhauses, typisch für den Heimatstil.[1][4]

1965. Renovation der Kirche Saint-Arnoux.[1][4]

1979. Epauvillers wird Teil des neuen Kantons Jura.

2009. Am 1. Januar fusioniert Epauvillers mit Epiquerez, Montenol, Montmelon, Ocourt, Saint-Ursanne und Seleute zur Gemeinde Clos du Doubs (Bezirk Porrentruy).[1][4]

Bevölkerung von Epauvillers

Quellen und Referenzen: [1][4]

Bevölkerung von Epauvillers
1818245
1850293
1888320
1900251
1950196
2000149
2008135

Historische Orte in Epauvillers

Kirche Saint-Arnoux. Pfarrkirche, seit 1313 vom Kapitel von Saint-Ursanne betreut. Im Dreissigjährigen Krieg zerstört, Ende des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut, 1840 und 1860 umgebaut, wurde sie 1965 renoviert. Epiquerez gehörte stets zu dieser Pfarrei. Kulturgut von regionaler Bedeutung (eidgenössisches KGS-Inventar, unter dem Namen « St-Arnoulph »).[1][3][4]

Schulhaus von 1928. 1928 erbautes Schulhaus, ein charakteristisches Beispiel des Heimatstils.[1][4]

Alte Bauernhäuser. Das Dorf soll von charakteristischen Bauernhäusern des 18. und 19. Jahrhunderts geprägt sein.

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Epauvillers » (Claude Rebetez), version du 18.05.2020
  2. geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Epauvillers »
  3. Office fédéral de la protection de la population (OFPP), Inventaire PBC, liste cantonale du canton du Jura (état au 1.1.2026)
  4. Denis Moine, Chronologie jurassienne, « Epauvillers »

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